Offener Brief von Dr. Rath an Fiona Godlee (Herausgeberin des British Medical Journal)
9. Januar 2007
Die Geschichte des Pharma–Kartells
10. Mai 2007

Ri­si­ko­be­wer­tung von Nähr­stof­fen: Was man Ih­nen vor­ent­hält

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Ja­nu­ar 2007 (über­ar­bei­tet im Au­gust 2007) – Pro-​phar­ma­zeu­ti­sche und ge­gen die Vi­ta­min­frei­heit ge­rich­te­te Kräf­te ha­ben in den letz­ten Jah­ren er­heb­li­che Fort­schrit­te auf dem Weg zu ih­rem End­ziel ge­macht, al­le hoch­do­sier­ten, in­no­va­ti­ven und wirk­sa­men Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel vom Welt­markt zu ver­ban­nen. Mit der Ver­ab­schie­dung der Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel­richt­li­nie der Eu­ro­pä­i­schen Un­ion im Jahr 2002 und der An­nah­me der glo­ba­len Leit­li­nien für Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff-​Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel durch die Co­dex-​Ali­men­ta­rius-​Kom­mis­sion im Jahr 2005 wur­den bei­spiels­wei­se die Wei­chen ge­stellt, da­mit stren­ge Be­schrän­kun­gen für den Nähr­stoff­ge­halt in Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln in den nächs­ten Jah­ren welt­weit durch­ge­setzt wer­den kön­nen.

Die In­te­res­sen­ver­tre­ter der Phar­ma­in­dus­trie und die Geg­ner der Vi­ta­min­frei­heit ver­su­chen je­doch, die­se Ge­fahr zu ver­schlei­ern, in­dem sie be­haup­ten, die obe­ren Si­cher­heits­grenz­wer­te für je­den Nähr­stoff wür­den wis­sen­schaft­lich er­mit­telt – und zwar im Rah­men ei­nes Ver­fah­rens, das als »⁠wis­sen­schaft­li­che Ri­si­ko­be­wer­tung⁠« be­zeich­net wird. In Wirk­lich­keit sind die meis­ten der­zei­ti­gen Me­tho­den zur Be­wer­tung des an­geb­li­chen »⁠Ri­si­kos⁠« beim Ver­zehr von Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln je­doch al­les an­de­re als wis­sen­schaft­lich und wei­sen so­gar er­heb­li­che Schwach­stel­len auf.

Da­rü­ber hin­aus wird die­ser Ar­ti­kel zei­gen, dass – so­fern die­se Män­gel nicht be­ho­ben wer­den – das Er­geb­nis für vie­le Nähr­stof­fe schluss­end­lich da­rin be­ste­hen könn­te, dass welt­weit Höchst­wer­te für Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel durch­ge­setzt wer­den, die sich kaum von den dürf­ti­gen, be­hörd­li­cher­seits emp­foh­le­nen Ta­ges­do­sen (RDAs) un­ter­schei­den. Soll­te dies ein­tre­ten, wä­re am En­de na­tür­lich die Phar­ma­in­dus­trie mit ih­rem »⁠Ge­schäft mit der Krank­heit⁠« der Nutz­nie­ßer.

Zwei An­sät­ze: Grup­pe ver­sus Form von Nähr­stof­fen

Das wohl gra­vie­rends­te Pro­blem der meis­ten der­zei­ti­gen Me­tho­den zur Ri­si­ko­be­wer­tung von Nähr­stof­fen be­steht da­rin, dass sie auf der pau­scha­len Be­wer­tung gan­zer Nähr­stoff­grup­pen (z. B. Vi­ta­min D, Vi­ta­min E, Cal­cium, Zink oder Ei­sen) ba­sie­ren, aber nicht auf be­stimm­ten Nähr­stoff­for­men (wie Vi­ta­min D3 aus Ei­ern, Gam­ma-​To­co­phe­rol, Cal­cium­hy­dro­xyl­apa­tit, Zink­sul­fat oder Ei­sen­bis­gly­ci­nat).

Wa­rum das wich­tig ist? Weil, kurz ge­sagt, die ver­meint­li­chen »⁠Ri­si­ken⁠« beim Ver­zehr ei­nes be­stimm­ten Vi­ta­mins oder Mi­ne­ral­stoffs in ho­hem Ma­ße von der che­mi­schen Form ab­hän­gen, in der es vor­liegt.

So gilt bei­spiels­wei­se Ei­sen­sul­fat, das von Ärz­ten häu­fig zur Be­hand­lung von An­ä­mie ver­schrie­ben wird, all­ge­mein als die gif­tigs­te Form von Ei­sen und kann po­ten­tiell ei­ne Rei­he un­an­ge­neh­mer Ne­ben­wir­kun­gen her­vor­ru­fen, da­run­ter Ma­gen-​Darm-​Be­schwer­den und Übel­keit. Ei­sen­bis­gly­ci­nat hin­ge­gen, die von kli­ni­schen Er­näh­rungs­wis­sen­schaft­lern und Er­näh­rungs­the­ra­peu­ten häu­fig emp­foh­le­ne Form, ist ei­ne weit­aus scho­nen­de­re Form von Ei­sen und weist nicht die un­an­ge­neh­men Ne­ben­wir­kun­gen sei­nes ver­gleichs­wei­se gif­ti­ge­ren Ver­wand­ten auf.

Eben­so kann Mag­ne­sium­hy­dro­xid bei man­chen Men­schen Durch­fall aus­lö­sen, wäh­rend an­de­re For­men die­ses Mi­ne­ral­stoffs, wie bei­spiels­wei­se Mag­ne­sium­glu­co­nat, die­ses Pro­blem sel­te­ner her­vor­ru­fen.

Oder wäh­len wir Vi­ta­min C: Wird es in Form von As­cor­bin­säu­re ein­ge­nom­men, kann es be­kannt­lich bei sehr ho­hen Do­sie­run­gen Durch­fall ver­ur­sa­chen. Die­se Ne­ben­wir­kung tritt je­doch nicht auf, wenn Vi­ta­min C in Form von Cal­cium­as­cor­bat ein­ge­nom­men wird.

Den­noch emp­fiehlt die von der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion (WHO) und der Er­näh­rungs- und Land­wirt­schafts­or­ga­ni­sa­tion der Ver­ein­ten Na­tio­nen (FAO) in ei­nem 2005 ver­öf­fent­lich­ten ge­mein­sa­men Be­richt be­für­wor­te­te Me­tho­dik zur Ri­si­ko­be­wer­tung die Fest­le­gung ei­nes ein­zi­gen si­che­ren Höchst­werts für al­le For­men von Ei­sen, ei­nes ein­zi­gen si­che­ren Höchst­werts für al­le For­men von Mag­ne­sium, ei­nes ein­zi­gen si­che­ren Höchst­werts für al­le For­men von Vi­ta­min C und so wei­ter. So­mit er­gibt sich bei die­sem An­satz eine obe­re Si­cher­heits­gren­ze für je­den Nähr­stoff (als Grup­pe) all­ge­mein durch das To­xi­zi­täts­pro­fil je­ner Nähr­stoff­form, die in der ver­öf­fent­lich­ten, von Fach­kol­le­gen be­gut­ach­te­ten wis­sen­schaft­li­chen Li­te­ra­tur als die to­xischs­te er­mit­telt wur­de. Mit an­de­ren Wor­ten: Der obe­re Si­cher­heits­grenz­wert für Ei­sen­sul­fat gilt auch für Ei­sen­bis­gly­ci­nat, der obe­re Si­cher­heits­grenz­wert für Mag­ne­sium­hy­dro­xid gilt auch für Mag­ne­sium­glu­co­nat, der obe­re Si­cher­heits­grenz­wert für As­cor­bin­säu­re gilt auch für Cal­cium­as­cor­bat und so wei­ter.

Die­ser »⁠nähr­stoff­grup­pen­ba­sier­te An­satz⁠« ist für die Re­gu­lie­rungs­be­hör­de prak­tisch, da für je­de Grup­pe nur ei­ne ein­zi­ge Ri­si­ko­be­wer­tung durch­ge­führt wer­den muss. Al­ler­dings be­nach­tei­ligt er in un­fai­rer Wei­se je­ne Nähr­stoff­for­men, die nicht nur si­che­rer sind, son­dern in der Re­gel auch nütz­li­cher und bei den Ver­brau­chern von Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln be­lieb­ter. Die­ser An­satz der Ri­si­ko­be­wer­tung ist wis­sen­schaft­lich ir­ra­tio­nal und wür­de, wenn er von na­tio­na­len Re­gu­lie­rungs­be­hör­den an­ge­wen­det wür­de, letzt­lich den Ver­brau­chern den Zu­gang zu si­che­ren und nutz­brin­gen­den Men­gen ei­ner Viel­zahl von Nähr­stof­fen ver­weh­ren.

Eine wis­sen­schaft­lich ver­nünf­ti­ge­re Me­tho­de zur Ri­si­ko­be­wer­tung von Nähr­stof­fen be­stün­de da­her da­rin, je­de ein­zel­ne Nähr­stoff­form (z. B. Ei­sen­sul­fat, Ei­sen­bis­gly­ci­nat, Mag­ne­sium­hy­dro­xid, Mag­ne­sium­glu­co­nat, As­cor­bin­säu­re, Cal­cium­as­cor­bat usw.) als ei­gen­stän­di­ge che­mi­sche Ein­heit zu be­trach­ten und für je­de da­von ei­nen se­pa­ra­ten si­che­ren Höchst­wert fest­zu­le­gen. Dies wird als »⁠Nähr­stoff­form⁠«-​An­satz be­zeich­net und ent­spricht im Grun­de der Her­an­ge­hens­wei­se, die Wis­sen­schaft­ler be­reits bei der Ri­si­ko­be­wer­tung von Gift­stof­fen wie Pes­ti­zi­den, Her­bi­zi­den usw. ver­fol­gen, wo je­de Ein­zel­sub­stanz als ei­gen­stän­di­ge che­mi­sche Ein­heit be­han­delt wird.

Ent­spre­chend be­sorg­nis­er­regend ist es, wenn der An­satz der Nähr­stoff­grup­pen der­zeit am ehes­ten von der Eu­ro­pä­i­schen Un­ion zur Fest­le­gung der si­che­ren Höchst­wer­te für ih­re Richt­li­nie über Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel und von der Co­dex-​Ali­men­ta­rius-​Kom­mis­sion zur Fest­le­gung der si­che­ren Höchst­wer­te für ih­re welt­wei­ten Leit­li­nien für Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­prä­pa­ra­te über­nom­men zu wer­den scheint. Wie wir noch se­hen wer­den, könn­te die­ser An­satz letzt­end­lich zur welt­wei­ten Durch­set­zung von ›⁠zu­läs­si­gen Höchst­wer­ten⁠‹ für Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel füh­ren, die sich kaum von den spär­li­chen, von den Re­gie­run­gen emp­foh­le­nen Ta­ges­do­sen (RDAs) un­ter­schei­den.

Die Not­wen­dig­keit, den Nut­zen von Nähr­stof­fen zu be­rück­sich­ti­gen

Ein wei­te­res Pro­blem mit dem An­satz von Nähr­stoff­grup­pen be­steht da­rin, dass er sich aus­schließ­lich auf die Be­wer­tung ih­rer ver­meint­li­chen Ri­si­ken kon­zen­triert, je­doch die ge­sund­heit­li­chen Vor­tei­le von Mi­kro­nähr­stof­fen au­ßer Acht lässt. Trotz sei­ner of­fen­sicht­li­chen Män­gel und Ver­zer­run­gen gibt es be­un­ru­hi­gen­der­wei­se An­zei­chen da­für, dass die Jus­tiz der Ver­ei­nig­ten Staa­ten (USA) die­sem An­satz den­noch recht­li­chen Rück­halt ge­wäh­ren könn­te.

So hob bei­spiels­wei­se ein Ur­teil ei­nes drei­köp­fi­gen Rich­ter­gre­miums des 10. US-​Be­ru­fungs­ge­richts vom Au­gust 2006 ein Ur­teil des Be­zirks­ge­richts von Utah vom April 2005 auf, wo­nach die US-​ame­ri­ka­ni­sche Le­bens­mit­tel- und Arz­nei­mit­tel­be­hör­de (FDA) zu Un­recht eine Ri­si­ko-​Nut­zen-​Ana­ly­se her­an­ge­zo­gen hat­te, um ihr Ver­bot des Krauts Ephe­dra zu be­grün­den. Die­ses Ur­teil des Be­ru­fungs­ge­richts war von gro­ßer Be­deu­tung, da die FDA bei ih­rer Ana­ly­se von Ephe­dra sich ge­wei­gert hat­te, an­zu­er­ken­nen, dass das Kraut ir­gend­wel­che Vor­tei­le ha­be.

Soll­te die FDA al­so künf­tig bei der Durch­füh­rung ei­ner Nut­zen-​Ri­si­ko-​Ana­ly­se ei­nes Nähr­stoffs zu dem Schluss kom­men, dass des­sen Nut­zen nicht sig­ni­fi­kant ist, könn­te nun of­fen­bar je­des noch so ge­rin­ge Ri­si­ko als »⁠un­an­ge­mes­se­nes Ri­si­ko ei­ner Er­kran­kung oder Schä­di­gung⁠« im Sin­ne von Ab­schnitt 4 des Die­ta­ry Sup­ple­ment Health and Edu­ca­tion Act (DSHEA) gel­ten – dem Ge­setz, nach dem Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel in den USA re­gu­liert wer­den.

Mit an­de­ren Wor­ten: Wenn die FDA bei­spiels­wei­se zu dem Schluss kommt, dass der Ver­zehr von Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln, die Vi­ta­min C in Men­gen ent­hal­ten, die über der in den USA emp­foh­le­nen Ta­ges­do­sis – die der­zeit bei le­dig­lich 75 mg/Tag für Frau­en und 90 mg/Tag für Män­ner liegt –, dann könn­te die Tat­sa­che, dass Vi­ta­min C in Form von As­cor­bin­säu­re bei Über­schrei­tung der To­le­ranz­gren­zen Durch­fall ver­ur­sa­chen kann, mög­li­cher­wei­se ei­ne Ein­stu­fung als »⁠un­an­ge­mes­se­nes Ri­si­ko ei­ner Er­kran­kung oder Schä­di­gung⁠« und da­mit ver­bun­de­ne Ver­kaufs­be­schrän­kun­gen nach sich zie­hen.

Da vie­le ge­sund­heit­li­chen Vor­tei­le, wel­che Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln zu­er­kannt wer­den, die­se fak­tisch in den An­wen­dungs­be­reich von Arz­nei­mit­teln rücken (d. h. sie beu­gen Krank­hei­ten vor, ver­rin­gern de­ren Ri­si­ko oder be­han­deln die­se so­gar), könn­te dies be­deu­ten, dass die FDA in Zu­kunft ein­fach ent­schei­den könn­te, dass sol­che Vor­tei­le für als Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel re­gu­lier­te Pro­duk­te nicht gel­ten, und das po­si­ti­ve Nut­zen­ver­hält­nis ei­ner et­wa­i­gen Nut­zen-​Ri­si­ko-​Ana­ly­se für Nähr­stof­fe auf null set­zen. Durch die Schaf­fung die­ses Prä­ze­denz­falls und die Ent­schei­dung zu­guns­ten die­ser Me­tho­dik scheint das 10. US-​Be­ru­fungs­ge­richt die Waa­ge der US-​Re­gu­lie­rung so­mit deut­lich zu­guns­ten der FDA ge­kippt zu ha­ben.

Es liegt da­her auf der Hand, dass die an­hal­ten­de Ig­no­ranz der na­tio­na­len Auf­sichts­be­hör­den ge­gen­über den ge­sund­heit­li­chen Vor­tei­len ei­ner Nah­rungs­er­gän­zung, die über der emp­foh­le­nen Ta­ges­do­sis liegt, mitt­ler­wei­le ei­ne ernst­haf­te Be­dro­hung für de­ren künf­ti­ge Ver­füg­bar­keit dar­stellt.

Die Not­wen­dig­keit, al­le Be­wei­se zu be­rück­sich­ti­gen

In ei­ni­gen Tei­len der Welt, wie bei­spiels­wei­se in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten und im Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reich, wer­den Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel be­reits seit über ei­nem hal­ben Jahr­hun­dert ver­wen­det. In­fol­ge­des­sen ha­ben ei­ni­ge Ärz­te und Heil­prak­ti­ker um­fang­rei­che Da­ten­ban­ken auf­ge­baut, die sorg­fäl­tig do­ku­men­tier­te Fall­ge­schich­ten von Pa­tien­ten ent­hal­ten, die über vie­le Jah­re hin­weg hoch­do­sier­te Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­prä­pa­ra­te si­cher und wirk­sam ein­ge­nom­men ha­ben. Eben­so ha­ben For­scher zahl­rei­che klei­ne kli­ni­sche Stu­dien durch­ge­führt, die be­ein­drucken­de Er­geb­nis­se lie­fer­ten und ein­deu­ti­ge Be­le­ge für die Si­cher­heit hoch­do­sier­ter Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel beim Men­schen er­brach­ten.

Ein gra­vie­ren­der Schwach­punkt des der­zei­ti­gen re­gu­la­to­ri­schen An­sat­zes zur Ri­si­ko­be­wer­tung von Nähr­stof­fen be­steht je­doch da­rin, dass ei­ni­ge der wert­volls­ten po­ten­tiel­len Quel­len für fun­dier­te wis­sen­schaft­li­che Er­kennt­nis­se über die An­wen­dung und Si­cher­heit von Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln – wie die oben be­schrie­be­nen Be­ob­ach­tungs- und kli­ni­schen Da­ten – im All­ge­mei­nen au­ßer Acht ge­las­sen wer­den. Statt­des­sen wer­den als ein­zi­ge Evi­denz­quel­le be­gut­ach­te­te wis­sen­schaft­li­che Stu­dien zu be­stimm­ten Nähr­stoff­for­men her­an­ge­zo­gen, die auf­grund un­ter­schied­li­cher Ver­suchs­de­signs, ver­ab­reich­ter Nähr­stoff­for­men, Do­sie­run­gen und so wei­ter oft nicht mit­ein­an­der ver­gleich­bar sind.

Das Er­geb­nis ist, dass die Evi­denz­ba­sis für die Ri­si­ko­be­wer­tung von Nähr­stof­fen ten­den­ziell ein­sei­tig auf Stu­dien aus­ge­rich­tet ist, die ne­ga­ti­ve Er­geb­nis­se zei­gen und in de­nen ein ein­zel­nes Vi­ta­min bzw. ein ein­zel­ner Mi­ne­ral­stoff ver­wen­det wur­de – häu­fig in syn­the­ti­scher statt in na­tür­li­cher Form –, oh­ne den all­ge­mei­nen Ge­sund­heits­zu­stand der Teil­neh­mer oder de­ren in­di­vi­du­el­len Nähr­stoff­be­darf um­fas­send und an­ge­mes­sen zu be­rück­sich­ti­gen. Zu­dem sind sol­che Stu­dien oft nicht ver­gleich­bar, da sich ih­re Nach­be­ob­ach­tungs­zeit­räu­me un­ter­schei­den, vie­le an er­krank­ten statt an ge­sun­den Be­völ­ke­rungs­grup­pen durch­ge­führt wur­den und vie­le erst be­gon­nen wur­den, als die Krank­heits­zu­stän­de be­reits ein­ge­tre­ten wa­ren. So ent­puppt sich ein Ver­fah­ren, das dem Lai­en oder so­gar der Re­gu­lie­rungs­be­hör­de ra­tio­nal, ob­jek­tiv und wis­sen­schaft­lich er­schei­nen mag, nach un­se­rer Be­trach­tung als tat­säch­lich feh­ler­be­haf­tet und zu­tiefst un­wis­sen­schaft­lich.

Obe­re Si­cher­heits­grenz­wer­te im Ver­gleich zu den zu­läs­si­gen Höchst­wer­ten

Wie wir ge­se­hen ha­ben, wei­sen die Me­tho­den der Ri­si­ko­be­wer­tung, die am wahr­schein­lichs­ten zur Fest­le­gung der Si­cher­heits­grenz­wer­te für Nähr­stof­fe her­an­ge­zo­gen wer­den, ei­ni­ge gra­vie­ren­de Schwä­chen auf. Was je­doch häu­fig nicht be­kannt ist: Die­se Wer­te wer­den, so­bald sie an­hand des oben be­schrie­be­nen nähr­stoff­grup­pen­ba­sier­ten An­sat­zes be­rech­net wur­den, im Rah­men des ›⁠Ri­si­ko­ma­nage­ments⁠‹ noch wei­ter nach un­ten kor­ri­giert, in­dem von ih­nen die Höchst­ge­hal­te ab­ge­zo­gen wer­den, die wir an­geb­lich be­reits über her­kömm­li­che Le­bens­mit­tel, Ge­trän­ke und Trink­was­ser mit der Nah­rung auf­neh­men – er­mit­telt an­hand na­tio­na­ler Er­näh­rungs­er­he­bun­gen. So schrei­ben bei­spiels­wei­se so­wohl die Co­dex-​Leit­li­nien für Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff-​Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel als auch die Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel­richt­li­nie der Eu­ro­pä­i­schen Un­ion vor, dass die­ses Ver­fah­ren bei der Fest­le­gung der zu­läs­si­gen Höchst­men­gen in Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln an­zu­wen­den sei.

Zur Ver­an­schau­li­chung: Wenn die obe­re Si­cher­heits­gren­ze für Vi­ta­min B6 auf 10 mg be­rech­net wird, wie von der bri­ti­schen Ex­per­ten­grup­pe für Vi­ta­mi­ne und Mi­ne­ral­stof­fe emp­foh­len, und die durch­schnitt­li­che täg­li­che Zu­fuhr von Vi­ta­min B6 über die Nah­rung auf 2,9 mg be­rech­net wird, wie dies laut der bri­ti­schen Na­tio­nal Diet & Nu­tri­tion Sur­vey von 2003 für Män­ner der Fall war, dann könn­te der ›⁠ma­xi­mal zu­läs­si­ge Wert⁠‹ für Vi­ta­min B6 in Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln von den Re­gu­lie­rungs­be­hör­den po­ten­tiell auf le­dig­lich 7,1 mg fest­ge­legt wer­den.

Die welt­weit ers­te Or­ga­ni­sa­tion, die Stu­dien zur Ri­si­ko­be­wer­tung und zum Ri­si­ko­ma­nage­ment von Vi­ta­mi­nen und Mi­ne­ral­stof­fen nach die­sen Ver­fah­ren durch­führ­te, war das Bun­des­ins­ti­tut für Ri­si­ko­be­wer­tung (BfR). Die Stu­dien des Ins­ti­tuts wur­den von ei­nem Wis­sen­schaft­ler­team un­ter der Lei­tung von Dr. Rolf Gross­klaus durch­ge­führt, der nicht nur Di­rek­tor des Ins­titu­ts ist, son­dern auch den Vor­sitz des Co­dex-​Aus­schusses für Er­näh­rung und Le­bens­mit­tel für be­son­de­re Er­näh­rungs­zwecke (CCNFSDU) in­ne­hat. (Das CCNFSDU war das Co­dex-​Ko­mi­tee, das die Leit­li­nien für Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­zu­sät­ze in Nah­rungs­mit­teln ent­wor­fen hat.) Die im Ja­nu­ar 2005 ver­öf­fent­lich­ten Emp­feh­lun­gen des BfR für die Höchst­men­gen in Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­zu­sät­zen lau­ten wie folgt:

Vi­ta­min A: 400 µg
Be­ta-​Ca­ro­tin: 2 mg
Vitamin B1: 4 mg
Vi­ta­min B2: 4,5 mg
Nia­cin (B3): 17 mg (aber Ni­ko­tin­säure nicht er­laubt)
Pan­to­then­säu­re (B5): 18 mg
Fol­säu­re: 400 µg
Vi­ta­min B12: 3-9 µg
Bio­tin: 180 µg
Vi­ta­min C: 225 mg
Vi­ta­min D: 5 µg
Vi­ta­min E: 15 mg
Vi­ta­min K: 80 µg
Cal­cium: 500 mg
Chlo­rid: 0 mg (nicht er­laubt)
Chrom: 60 µg
Kup­fer: 0 mg (nicht er­laubt)
Fluor: 0 mg (nicht er­laubt)
Jod: 100 µg
Eisen: 0 mg (nicht er­laubt)
Mag­ne­sium: 250 mg (ge­ge­ben­en­falls auf­ge­teilt in 2 Ein­zel­do­sen)
Man­gan: 0 mg (nicht er­laubt)
Mo­lyb­dän: 80 µg
Ka­lium: 500 mg
Phos­phor: 250 mg
Se­len: 25-30 µg
Na­trium: 0 mg (nicht er­laubt)
Zink: 2,25 mg

Wie zu se­hen ist, ent­spre­chen die­se Wer­te in vie­len Fäl­len weit­ge­hend den RDA-​Wer­ten, ob­wohl sie an­hand ei­ner so­ge­nann­ten »⁠wis­sen­schaft­li­chen Ri­si­ko­be­wer­tung⁠« be­rech­net wur­den, kom­bi­niert mit ei­nem ra­tio­na­li­sier­ten Ri­si­ko­ma­nage­ment­schritt zur Um­wand­lung der ›⁠obe­ren Si­cher­heits­grenz­wer­te⁠‹ in ›⁠Höchst­wer­te⁠‹ (den re­gu­la­to­ri­schen End­punkt). Schlim­mer noch: Ei­ni­ge Nähr­stof­fe wä­ren nur in Men­gen un­ter­halb der RDA-​Wer­te zu­läs­sig, wäh­rend an­de­re – wie Kup­fer, Ei­sen und Man­gan – über­haupt nicht er­laubt wä­ren.

Wei­te­re Be­le­ge da­für, dass die An­wen­dung von Me­tho­den der »⁠wis­sen­schaft­li­chen Ri­si­ko­be­wer­tung⁠« auf der Grund­la­ge von Nähr­stoff­grup­pen zur Fest­le­gung un­zu­mut­bar nie­dri­ger Höchst­wer­te bei­tra­gen könn­te, tauch­ten im Ju­ni 2006 auf, als die Eu­ro­pä­i­sche Kom­mis­sion ein Dis­kus­sions­pa­pier zur Fest­le­gung von Höchst- und Min­dest­men­gen für Vi­ta­mi­ne und Mi­ne­ral­stof­fe in Nah­rungs­mit­teln ver­öf­fent­lich­te. Der An­hang des Pa­piers ent­hielt fünf Bei­spie­le für be­ste­hen­de Mo­del­le zur Nähr­stoff-​Ri­si­ko­be­wer­tung, von de­nen al­le bis auf ei­nes bei ei­ner eu­ro­pa­wei­ten An­wen­dung mit ziem­li­cher Si­cher­heit zur Fest­le­gung äu­ßerst re­strik­ti­ver Höchst­wer­te füh­ren wür­den. Da­rü­ber hin­aus lässt selbst je­nes ver­gleichs­wei­se we­ni­ger re­strik­ti­ve Bei­spiel – ein von der Eu­ro­pean Re­spon­sible Nu­tri­tion Al­lia­nce (ERNA) und der Eu­ro­pean Fe­de­ra­tion of As­so­cia­tions of Health Pro­duct Ma­nu­fac­tu­rers (EHPM) ent­wickel­tes Ri­si­ko­ma­nage­ment­mo­dell – viel zu wün­schen übrig, da es Höchst­men­gen für Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel von 2 mg für Man­gan, 10–15 mg für Zink und 4,8–7 mg für Be­ta-​Ca­ro­tin vor­schlägt. Um die­sen Be­ta-​Ca­ro­tin-​Wert ins rech­te Licht zu rücken: Ei­ne or­dent­li­che Por­tion ge­koch­ter Ka­rot­ten lie­fert bei­spiels­wei­se 50 mg des Nähr­stoffs in hoch bio­ver­füg­ba­rer Form – et­wa das Zehn­fa­che des po­ten­tiel­len Höchst­werts für Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel!

Was dem ei­nen ein Ri­si­ko, ge­reicht dem an­de­ren zum Ge­winn

Ein wei­te­res gro­ßes Pro­blem der meis­ten der­zei­ti­gen Me­tho­den zur Ri­si­ko­be­wer­tung von Nähr­stof­fen be­steht da­rin, dass sie völ­lig au­ßer Acht las­sen, dass ein für den ei­nen viel­leicht ge­ring­fü­gi­ges und un­be­deu­ten­des Ri­si­ko für ei­nen an­de­ren hin­ge­gen von gro­ßem Nut­zen sein kann.

Wäh­rend bei­spiels­wei­se be­stimm­te Nähr­stoff­for­men wie Mag­ne­sium­hy­dro­xid und Vi­ta­min C in Form von As­cor­bin­säu­re bei Ein­nah­me in ho­hen Do­sen zu Durch­fall füh­ren kön­nen, wür­de die ab­füh­ren­de Wir­kung die­ser Nähr­stoff­for­men für je­man­den, der un­ter an­hal­ten­der Ver­stop­fung lei­det, nicht als Ri­si­ko, son­dern als äu­ßerst wün­schens­wer­ter Vor­teil an­ge­se­hen wer­den.

Zu­mal sich Men­schen ge­ne­tisch und bio­che­misch von­ein­an­der un­ter­schei­den, lässt sich al­so fest­stel­len, dass die Be­schrän­kung der Nähr­stoff­ge­hal­te in Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln auf Wer­te na­he der emp­foh­le­nen Ta­ges­do­sis (RDA) letzt­lich die Ge­sund­heits­ri­si­ken er­höht, in­dem sie die Be­hand­lungs­mög­lich­kei­ten auf die un­end­lich ge­fähr­li­che­ren syn­the­ti­schen Me­di­ka­men­te der Phar­ma­in­dus­trie ein­engt.

Zu­dem schwankt der Nähr­stoff­be­darf ei­nes Men­schen im Lau­fe der Zeit stark. Bei ei­ner Per­son, die bei­spiels­wei­se an ei­ner Vi­rus­in­fek­tion lei­det, steigt die Darm­ver­träg­lich­keit für Vi­ta­min C in der Re­gel um mehr als das Zehn­fa­che; so hoch ist der Be­darf des Kör­pers an die­sem Nähr­stoff, wäh­rend das Im­mun­sys­tem ei­ne In­fek­tion be­kämpft.

Fazit

Die Fest­le­gung welt­weit gel­ten­der Höchst­wer­te für Nähr­stof­fe in Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln ist wohl die größ­te al­ler Ge­fah­ren, de­nen die Zu­kunft der Na­tur­heil­kun­de und die Frei­heit bei der Vi­ta­min­ver­sor­gung der­zeit aus­ge­setzt sind.

Wäh­rend die In­te­res­sen­ver­tre­ter der Phar­ma­in­dus­trie und Geg­ner der Vi­ta­min­frei­heit ver­su­chen, die­se Ge­fah­ren zu ver­schlei­ern, in­dem sie be­haup­ten, die obe­ren Si­cher­heits­gren­zen für je­den Nähr­stoff wür­den wis­sen­schaft­lich be­rech­net – und zwar im Rah­men ei­nes Ver­fah­rens, das als »⁠wis­sen­schaft­li­che Ri­si­ko­be­wer­tung⁠« be­zeich­net wird –, sieht die Re­a­li­tät so aus, dass die­se Me­tho­dik in Ver­bin­dung mit dem Ri­si­ko­ma­nage­ment­ver­fah­ren, das die Höchst­men­gen in Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln fest­legt, durch­aus da­zu füh­ren könn­te, dass ge­setz­lich zu­läs­si­ge Höchst­men­gen vor­ge­schrie­ben wer­den, die kaum taug­li­cher sind als die emp­foh­le­nen Ta­ges­do­sen (RDAs).

Ins­be­son­de­re in Eu­ro­pa be­fürch­ten Na­tur­heil­kund­ler seit lan­gem, dass die Fest­le­gung von Höchst­wer­ten für Mi­kro­nähr­stof­fe in Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln nicht auf der Grund­la­ge ra­tio­na­ler wis­sen­schaft­li­cher Er­kennt­nis­se er­fol­gen wird, son­dern im Rah­men ei­nes po­li­ti­schen Kuh­han­dels. So sieht bei­spiels­wei­se die Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel­richt­li­nie der Eu­ro­pä­i­schen Un­ion aus­drück­lich vor, dass die Fest­le­gung der kon­kre­ten Höchst­wer­te für Vi­ta­mi­ne und Mi­ne­ral­stof­fe in Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln der Eu­ro­pä­i­schen Kom­mis­sion über­tra­gen wer­den soll – dem nicht ge­wähl­ten und kei­ner Re­chen­schafts­pflicht un­ter­lie­gen­den Exe­ku­tiv­or­gan, das sich die Aus­ar­bei­tung und Um­set­zung eu­ro­pä­i­scher Rechts­vor­schrif­ten bei­misst.

Es dürf­te kaum über­ra­schen, dass er­fah­re­ne Be­ob­ach­ter be­reits da­rauf hin­wei­sen, dass die Em­pö­rung der Ver­brau­cher, die vor der Ver­ab­schie­dung der EU-​Richt­li­nie über Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel im Jahr 2002 und der Co­dex-​Leit­li­nien für Vi­ta­min- und Mi­ne­ral­stoff­prä­pa­ra­te im Jahr 2005 herrsch­te, im Ver­gleich zu den Pro­tes­ten, die zu er­war­ten sind, wenn die zu­läs­si­gen Höchst­wer­te – vor­aus­sicht­lich im Jahr 2008 – be­kannt ge­ge­ben wer­den, noch in den Schat­ten ge­stellt wer­den könn­te.

Also: Wen­den Sie sich jetzt, so­lan­ge Sie noch Zeit ha­ben, an Ih­re po­li­ti­schen Ver­ant­wort­ungs­trä­ger und ge­wähl­ten Ver­tre­ter und ma­chen Sie ih­nen klar, dass Ih­re Stim­me bei der nächs­ten Wahl da­von ab­hängt, wie sie auf die­ses The­ma re­a­gie­ren. Ru­fen Sie sie an, schrei­ben Sie ih­nen, be­su­chen Sie ih­re Bü­ros und ma­chen Sie ih­nen be­harr­lich das Le­ben schwer. Wenn Sie da­zu nicht be­reit sind, soll­ten Sie da­mit rech­nen, dass Ih­nen in Zu­kunft der Zu­gang zu hoch­do­sier­ten Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln ver­wei­gert wird.

Und über­las­sen Sie es auf kei­nen Fall an­de­ren, die­sen Kampf für Sie zu füh­ren – denn die­se an­de­ren über­las­sen es viel­leicht ih­rer­seits wie­der Ih­nen!

Paul An­tho­ny Tay­lor be­dankt sich bei Dr. Ro­bert Ver­kerk, dem ge­schäfts­füh­ren­den und wis­sen­schaft­li­chen Di­rek­tor der Al­lia­nce for Na­tu­ral Health, für sei­nen un­schätz­ba­ren wis­sen­schaft­li­chen Bei­trag zur Er­stel­lung die­ses Ar­ti­kels.

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Paul Anthony Taylor

Paul Anthony Taylor

Executive Director of the Dr. Rath Health Foundation and one of the coauthors of our explosive book, “The Nazi Roots of the ‘Brussels EU'”, Paul is also our expert on the Codex Alimentarius Commission and has had eye-witness experience, as an official observer delegate, at its meetings.

Prior to joining the Foundation, Paul's background was in the music industry, where he worked as a keyboard player and programmer with artists including Paul McCartney, Bryan Ferry, Bill Withers, the Verve, Texas, and Primal Scream.

He first became interested in natural health after falling ill with a chronic fatigue syndrome-related disorder in 1991 and subsequently making a full recovery through the use of natural health therapies. After meeting Dr. Rath and Dr. Niedzwiecki at an anti-Codex rally in Berlin in 2002, Paul was inspired to make a life-changing decision to leave the music industry to work for the Foundation and help defend the right of patients worldwide to have free access to natural health approaches.

You can find Paul on Twitter at @paulanthtaylor
Der Executive Director der Dr. Rath Health Foundation ist einer der Koautoren des explosiven Buchs „Die Nazi-Wurzeln der Brüsseler EU“. Paul ist auch unser Experte zum Thema „Codex Alimentarius-Kommission“ und hat Augenzeugenerfahrung als offizieller beobachtender Teilnehmer bei diesen Treffen.

Bevor er seine Arbeit bei der Stiftung antrat war Paul in der Musikindustrie aktiv. Er arbeitete als Keyboard-Spieler und Programmierer mit Künstlern wie Paul McCartney, Bryan Ferry, Bill Withers, the Verve, Texas und Primal Scream.

Sein Interesse an natürlicher Gesundheit wuchs, als er 1991 an Störungen erkrankte, die aus einem chronischen Erschöpfungssyndrom resultierten. Durch natürliche Gesundheitstherapien wurde er schließlich vollständig geheilt. Ein Treffen 2002 mit Dr. Rath und Dr. Niedzwiecki bei einer Anti-Codex-Demonstration in Berlin inspirierte ihn zu einer lebensverändernden Entscheidung und er verließ die Musikindustrie um für die Stiftung zu arbeiten und das Recht der Patienten zu verteidigen, weltweit freien Zugang zu natürlichen Gesundheitsverfahren zu haben.

Auf Twitter ist Paul unter @paulanthtaylor zu finden.
Paul Anthony Taylor
Paul Anthony Taylor
Executive Director of the Dr. Rath Health Foundation and one of the coauthors of our explosive book, “The Nazi Roots of the ‘Brussels EU'”, Paul is also our expert on the Codex Alimentarius Commission and has had eye-witness experience, as an official observer delegate, at its meetings.

Prior to joining the Foundation, Paul's background was in the music industry, where he worked as a keyboard player and programmer with artists including Paul McCartney, Bryan Ferry, Bill Withers, the Verve, Texas, and Primal Scream.

He first became interested in natural health after falling ill with a chronic fatigue syndrome-related disorder in 1991 and subsequently making a full recovery through the use of natural health therapies. After meeting Dr. Rath and Dr. Niedzwiecki at an anti-Codex rally in Berlin in 2002, Paul was inspired to make a life-changing decision to leave the music industry to work for the Foundation and help defend the right of patients worldwide to have free access to natural health approaches.

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Der Executive Director der Dr. Rath Health Foundation ist einer der Koautoren des explosiven Buchs „Die Nazi-Wurzeln der Brüsseler EU“. Paul ist auch unser Experte zum Thema „Codex Alimentarius-Kommission“ und hat Augenzeugenerfahrung als offizieller beobachtender Teilnehmer bei diesen Treffen.

Bevor er seine Arbeit bei der Stiftung antrat war Paul in der Musikindustrie aktiv. Er arbeitete als Keyboard-Spieler und Programmierer mit Künstlern wie Paul McCartney, Bryan Ferry, Bill Withers, the Verve, Texas und Primal Scream.

Sein Interesse an natürlicher Gesundheit wuchs, als er 1991 an Störungen erkrankte, die aus einem chronischen Erschöpfungssyndrom resultierten. Durch natürliche Gesundheitstherapien wurde er schließlich vollständig geheilt. Ein Treffen 2002 mit Dr. Rath und Dr. Niedzwiecki bei einer Anti-Codex-Demonstration in Berlin inspirierte ihn zu einer lebensverändernden Entscheidung und er verließ die Musikindustrie um für die Stiftung zu arbeiten und das Recht der Patienten zu verteidigen, weltweit freien Zugang zu natürlichen Gesundheitsverfahren zu haben.

Auf Twitter ist Paul unter @paulanthtaylor zu finden.