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Mi­kro­nähr­stof­fe hem­men Wachs­tums- und Ent­zün­dungs­fak­to­ren in mensch­li­chen Leu­k­ä­mie­zel­len

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Eine neue wis­sen­schaft­li­che Ver­öf­fent­li­chung des Dr. Rath For­schungs­in­s­ti­tuts, die jüngst in der Fach­zeit­schrift Ex­pe­ri­men­tal On­co­lo­gy er­schie­nen ist, er­wei­tert un­ser Ver­ständ­nis da­rü­ber, wie Mi­kro­nähr­stof­fe bei Leu­k­ä­mie, ei­nem sehr ag­gres­si­ven Blut­krebs, wir­ken kön­nen.

Durch­ge­führt wur­de die Ar­beit mit der mensch­li­chen Zell­li­nie U-937, die in Zell­stu­dien zur my­e­lo­i­schen Leu­k­ä­mie gän­gig ist. Die­se Art von Krebs be­fällt nicht nur wei­ße Blut­kör­per­chen, son­dern auch ro­te Blut­kör­per­chen und Blut­plätt­chen. Wir un­ter­such­ten die wich­tigs­ten an­ti­tu­mo­ra­len Wir­kun­gen von Mi­kro­nähr­stof­fen auf die­se Zel­len, in­dem wir ih­re Ef­fek­te auf das Zell­wachs­tum, auf die Se­kre­tion von Ma­trix-​Me­tal­lo­pro­te­i­na­se (MMP)-9 (ei­nen För­de­rer der Krebs­in­va­sion und Me­ta­s­ta­sie­rung), auf die In­va­sion der Leu­kä­mie­zel­len in das Bin­de­ge­we­be und auf die In­duk­tion des Krebs­zell­tods (Apo­p­to­se) ma­ßen. Da­rü­ber hin­aus un­ter­such­ten wir die Wir­kung von Mi­kro­nähr­stof­fen auf die Ex­pres­sion von Cy­clo­oxy­ge­na­se (COX)-2 – ein En­zym, das für die Bil­dung von bio­lo­gi­schen Me­di­a­to­ren ver­ant­wort­lich ist, wel­che an Ent­zün­dungs­vor­gän­gen und an Krebs be­tei­ligt sind.

Die Er­geb­nis­se zeig­ten, dass MMP-9, von dem bei der mo­no­zy­tä­ren Form der Leu­k­ä­mie er­höh­te Wer­te im Se­rum und auf der Zell­ober­flä­che ge­fun­den wur­den, durch Mi­kro­nähr­stof­fe wirk­sam ge­hemmt wur­de (um bis zu 58 %), was zu ei­ner ver­rin­ger­ten In­va­sions­fä­hig­keit die­ser Zel­len führ­te. Tat­säch­lich konn­ten Mi­kro­nähr­stof­fe die Pe­ne­tra­tion von Leu­k­ä­mie­zel­len durch ein Bin­de­ge­webs­mo­dell (Ma­tri­gel) um 68 % bei 100 μg/ml, 97,6 % bei 250 μg/ml und 100 % bei 500 μg/ml hem­men. Mi­kro­nähr­stof­fe in nie­dri­gen Kon­zen­tra­tio­nen (100 μg/ml) lös­ten bei die­sen Krebs­zel­len ei­ne leich­te Apo­p­to­se aus, wäh­rend bei Nähr­stoff­kon­zen­tra­tio­nen von 500 μg/ml und 1000 μg/ml ein stär­ke­rer Zell­tod be­ob­ach­tet wur­de. Mi­kro­nähr­stof­fe hemm­ten das Wachs­tum von Leu­k­ä­mie­zel­len sig­ni­fi­kant um 42 % bei 500 μg/ml und um 55 % bei 1000 μg/ml Kon­zen­tra­tion.

Ein ent­schei­den­der Pro­zess beim Wachs­tum und Fort­schrei­ten neo­plas­ti­scher Er­kran­kun­gen bei so­li­den und hä­ma­to­lo­gi­schen Krebs­ar­ten ist die Ent­zün­dung und An­gio­ge­ne­se (die Bil­dung neu­er Blut­ge­fä­ße aus be­reits vor­han­de­nen). Das in­du­zier­ba­re En­zym COX-2 ist ein wich­ti­ger Ver­mitt­ler so­wohl der An­gio­ge­nese als auch des Tu­mor­wachs­tums. Ei­ne Über­ex­pres­sion von COX-2 wur­de in ver­schie­de­nen hä­ma­to­lo­gi­schen Krebs­mo­del­len wie dem Bur­kitt-​Lym­phom (RAJI) und dem Mo­dell der aku­ten pro­mo­no­zy­tä­ren Leu­k­ä­mie (U937) fest­ge­stellt. In die­ser Stu­die ha­ben wir ge­zeigt, dass die COX-​2-​Ex­pres­sion durch Mi­kro­nähr­stof­fe do­sis­ab­hän­gig wirk­sam ge­hemmt wer­den kann.

Die­se Er­geb­nis­se sind ei­ne wei­te­re Be­stä­ti­gung für die uni­ver­sel­le Wir­kung von Mi­kro­nähr­stof­fen bei der Kon­trol­le von Schlüs­sel­me­cha­nis­men von Krebs – wie hier bei der aku­ten my­e­lo­i­schen Leu­k­ä­mie, ei­ner bei Er­wach­se­nen und Kin­dern häu­fi­gen Krebs­art.

Inhibition of growth and expression of inflammation mediators in human leukemic cell line u-937 by a nutrient mixture
M.Waheed Roomi, Tatiana Kalinovsky, Nusrath W. Roomi, Matthias Rath and Aleksandra Niedzwiecki
Dr. Rath Research Institute, Cancer Division, Santa Clara, CA, USA.
Experimental Oncology 2013; 35(3): 180-186

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