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Die Vorteile von Mikronährstoffen bei Borreliose: Teil 2
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Die Vorteile von Mikronährstoffen bei Borreliose: Teil 1

Laut einem aktuellen Bericht, der von der US-amerikanischen Gesundheitsschutzbehörde Centers for Disease Control and Prevention herausgegeben wurde, haben sich in den USA die durch Insekten übertragenen Krankheiten während der Jahre 2004 bis 2016 verdreifacht. Zecken, Mücken und Fliegen sind die häufigsten Krankheitsüberträger. Sie werden auch als Vektoren bezeichnet. Seit 2004 wurden in den USA neun zusätzliche Krankheiten entdeckt, die durch Insekten übertragen werden. Angesichts der sich weltweit ändernden Klimabedingungen ist davon auszugehen, dass die längeren und heißeren Sommermonate die Hauptursache für den Anstieg vektoriell basierter Krankheiten sind. Warmes Wetter begünstigt die Fortpflanzungsgewohnheiten und vergrößert die Ausbreitungsgebiete von Mücken, Zecken und Fliegen. Fördernd wirken außerdem das intensivere internationale Verkehrsaufkommen sowie, dass durch die Aufforstung außerstädtischer Gebiete mehr Menschen in Kontakt zu Insekten und anderen wildlebenden Vektoren kommen.

Von Zeckenstichen herrührende Infektionskrankheiten treten hauptsächlich im östlichen Teil der USA und entlang der Pazifikküste auf. Mit 3 von 5 Fällen machen sie den Großteil der durch Insekten übertragenen Krankheiten im Land aus. Mit rund 30.000 bis 35.000 Fällen stellt Borreliose die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit in den USA dar. Allerdings gibt die Statistik nur die gemeldeten Fälle wieder. Die tatsächlichen Zahlen werden weit höher vermutet; auch deswegen, weil die Krankheit oftmals falsch diagnostiziert wird. Die wirklichen Erkrankungszahlen dürften also eher im Bereich von 300.000 Fällen liegen.

Borreliose gibt sich als eine entzündliche Erkrankung zu erkennen, wobei meist mehrere Organe des Körpers betroffen sind. In der Frühphase – man spricht auch von der lokalisierten Borreliose – ist primär die Haut betroffen. In späteren Stadien, wenn sich die Krankheit ausbreitet und anhaltend wird, weitet sich die Entzündung auf Gelenke, das Nervensystem und – zu einem etwas geringeren Ausmaß – auf das Herz, Muskeln oder andere Organe aus.

Die Übertragung der Borreliose-Erreger auf den Menschen vollzieht sich durch Zecken, die infiziertes Blut von anderen Wirtstieren oder Menschen gesaugt haben. Innerhalb der Bakteriengattung Borrelia sp. werden drei morphologische Ausprägungen unterschieden. Die aktiven Formen sind die Spirochäten, die latenten Formen treten dagegen in runder Gestalt oder als Biofilm auf. Die letztgenannten Formen erlauben den Bakterien das Überleben und sogar die Anpassung an eine feindselige Umgebung.

Eine übliche Beobachtung ist, dass sich Patienten, die im Frühstadium der Krankheit mit Antibiotika behandelt werden, zügig und komplett wiedergenesen, und auch, dass später auftretende Phasen der Borreliose effektiv behandelt werden können, wenngleich die Erholung langsamer abläuft. Faktisch kommt es jedoch bei gut 10-20 Prozent der Patienten, die sich der Antibiotika-Therapie unterziehen (mitunter ist sogar von bis zu 50 Prozent die Rede), zu bedeutenden, anhaltenden oder wiederkehrenden Schmerzen in Gelenken und/oder Muskeln und zu Fatigue-Symptomen. Dieser Zustand kann über Monate oder sogar Jahre andauern und mindert die Lebensqualität der Betroffenen erheblich. Außerdem sinkt die Erfolgswahrscheinlichkeit nachfolgender Behandlungen. Dauerhafte Antibiotika-Behandlungen sind oft von schweren Nebenwirkungen geprägt und werden von vielen Ärzten nicht empfohlen. Die Tatsache, dass diese Behandlungsansätze das Wiederauftreten der Krankheit nicht verhindern, zeigt dass Antibiotika außerstande sind, die Bakterien vollständig aus dem Körper zu eliminieren.

Wissenschaftler am Dr. Rath Forschungsinstitut haben 45 natürliche Verbindungen in ihrer Wirksamkeit gegen zwei Arten der Gattung Borrelia getestet: Borrelia burgdorfia sensu stricto (der krankmachenden Erreger, der in den USA vorkommt) und Borrelia garnii (die in Europa vorkommende Spezies). Die Tests bezogen alle morphologischen Formen der beiden Arten mit ein. Die Ergebnisse zeigten, dass sämtliche Verbindungen das Wachstum der Bakterien in Form der Spirochäten hemmten. Im Hinblick auf das Absterben der Bakterien in Gestalt der runden Formen erwiesen sich als am wirksamsten die cis-2-Decensäure (eine Fettsäure), Rosmarinsäure, Baicalein (ein Flavon), Monolaurin (ebenfalls eine Fettsäure), Luteolin und Kelp (eine iodhaltige Alge). Fünf der Substanzen – Baicalein, Luteolin, Monolaurin, cis-2-Decensäure und Kelp – konnten auch die biofilmartigen Kolonien von Borrelia burgdorferi reduzieren, während bei den Biofilmen der Spezies Borrelia garniilediglich Baicalein und Monolaurin wirksam waren.

Krankheiten wie Borreliose können, aufgrund häufiger Fehldiagnosen oder der erst späten Erkennung, für Patienten und ihre Familien zu einer leidvollen Belastung werden. Die Wissenschaftler am Dr. Rath Forschungsinstitut werden ihre Suche nach sicheren und wirksamen Optionen zur Kontrolle der Borreliose fortsetzen.

Weiterführende Studie: A Goc et al., Journal of Applied Microbiology 2015, 119: 1561-1572

Lesen Sie weiter im zweiten Teil von „Die Vorteile von Mikronährstoffen bei Borreliose“

 

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