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John­son & John­son wuss­te seit Jahr­zehn­ten, dass in sei­nem Baby­pu­der As­best ent­hal­ten war

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Aus in­ter­nen Do­ku­men­ten, die von der Nach­rich­ten­agen­tur Reu­ters ge­prüft wur­den, geht her­vor, dass John­son & John­son seit Jahr­zehn­ten wuss­te, dass sein Baby­pu­der teil­wei­se mit krebs­er­re­gen­dem As­best ver­un­rei­nigt war, und dass das Un­ter­neh­men die­se In­for­ma­tio­nen vor den Auf­sichts­be­hör­den und der Öf­fent­lich­keit zu­rück­hielt. 

KOMMENTAR

Für re­gel­mä­ßi­ge Be­su­cher un­se­rer Web­sei­te dürf­te die Nach­richt, dass John­son & John­son – ei­ner der welt­weit größ­ten Phar­ma­kon­zer­ne – wis­sent­lich Baby­pu­der ver­kauft hat, der krebs­er­re­gen­des As­best ent­hielt, kei­ne Über­ra­schung sein.

Seit nun­mehr über ei­nem Jahr­hun­dert ba­siert die Ge­schäfts­phi­lo­so­phie der Phar­ma­in­dus­trie auf dem Grund­satz ›⁠Pro­fit über Le­ben⁠‹. Nach der Über­nah­me des US-Ge­sund­heits­sek­tors in den frü­hen Jah­ren des 20. Jahr­hun­derts durch John D. Rocke­fel­ler hat sich das glo­ba­le ›⁠Phar­ma­ge­schäft mit der Krank­heit⁠‹ zum größ­ten Be­trugs- und Täu­schungs­ge­schäft der Mensch­heits­ge­schich­te ent­wickelt. Da die Ein­nah­men der Branche mitt­ler­wei­le ei­ne Bil­lion Dol­lar pro Jahr über­stei­gen, ste­hen die In­te­res­sen der Pa­tien­ten weit hin­ter de­nen der In­ves­to­ren der Phar­ma­un­ter­neh­men zu­rück.

Nicht nur ist die Phar­ma­in­dus­trie wirt­schaft­lich nicht nach­hal­tig, sie ist auch öko­lo­gisch un­trag­bar. Die durch Me­di­ka­men­te ver­ur­sach­te Um­welt­ver­schmut­zung be­ein­träch­tigt mitt­ler­wei­le Nah­rungs­ket­ten, die Was­ser­ver­sor­gung und die Um­welt. Ein ak­tu­el­les Bei­spiel hier­für ist ei­ne kürz­lich durch­ge­führ­te Stu­die, bei der fast 70 ver­schie­de­ne Arz­nei­mit­tel in In­sek­ten und Spin­nen in Flüs­sen rund um Mel­bourne, Aus­tra­lien, nach­ge­wie­sen wur­den. Dies macht ei­nen wei­te­ren Grund deut­lich, wa­rum wir die me­di­ka­men­ten­ba­sier­te Krank­heits­be­hand­lung durch ein wirk­lich prä­ven­ti­ves Ge­sund­heits­sys­tem er­set­zen müs­sen, das si­che­re, un­gif­ti­ge und wis­sen­schaft­lich fun­dier­te na­tür­li­che Ge­sund­heits­an­sät­ze nutzt. Die Ver­schmut­zung durch Arz­nei­mit­tel ent­wickelt sich rasch zu einer Ge­fahr für die Um­welt­ge­sund­heit und soll­te drin­gend von na­tio­na­len, re­gio­na­len und glo­ba­len Ge­sund­heits­be­hör­den glei­cher­ma­ßen an­ge­gan­gen wer­den.

Lesen Sie die Untersuchung auf der Webseite von reuters.com
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