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Che­mi­ka­lien im Lei­tungs­was­ser ver­ur­sa­chen eu­ro­pa­weit Tau­sen­de von Krebs­to­ten

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Meldung

Je­des Jahr las­sen sich mehr als 6 500 Fäl­le von Bla­sen­krebs – et­wa fünf Pro­zent al­ler Fäl­le in Eu­ro­pa – auf die Be­las­tung durch Tri­ha­lo­gen­me­thane im Trink­was­ser zu­rück­füh­ren – und das al­les ist völ­lig le­gal. [Quelle: rt.com]

Kommentar

Welt­weit be­las­ten Phar­ma- und Che­mie­un­ter­neh­men seit Jahr­zehn­ten die Um­welt, was da­zu ge­führt hat, dass Trink­was­ser­vor­kom­men mit mess­ba­ren Men­gen ge­fähr­li­cher Che­mi­ka­lien und Arz­nei­mit­tel ver­un­rei­nigt sind. Wenn es auch von den Ge­sund­heits­be­hör­den sel­ten zu­ge­ge­ben wird, ist es doch ei­ne Tat­sa­che, dass Klär­an­la­gen nie da­für aus­ge­legt wa­ren, mit dem Vor­kom­men vie­ler die­ser gif­ti­gen Ver­bin­dun­gen fer­tig zu wer­den.

Zwar stammt ein Teil der Arz­nei­mit­tel im Lei­tungs­was­ser da­her, dass Men­schen ih­re nicht mehr be­nö­tig­ten Me­di­ka­men­te in die Toi­let­te spü­len oder dass nicht al­le Tab­let­ten im Kör­per der Pa­tien­ten ab­ge­baut wer­den und so­mit eben­falls in die Ka­na­li­sa­tion ge­lan­gen, doch wer­den auch rie­si­ge Men­gen an Arz­nei­mit­teln le­gal in Ge­wäs­ser ein­ge­lei­tet, aus de­nen Trink­was­ser ge­won­nen wird.

In den Ver­ei­nig­ten Staa­ten deu­ten Un­ter­su­chun­gen da­rauf hin, dass min­des­tens 51 Mil­li­o­nen Men­schen Was­ser trin­ken, das mit mit Arz­nei­mit­teln ver­un­rei­nigt ist. Die tat­säch­li­chen Zah­len könn­ten je­doch wei­taus hö­her lie­gen. Ei­ne Stu­die aus dem Jahr 2018 be­stä­tig­te, dass Klär­an­la­gen, die Ab­wäs­ser von Phar­ma­her­stel­lern auf­neh­men, ho­he Kon­zen­tra­tio­nen an Me­di­ka­men­ten in die ame­ri­ka­ni­schen Ge­wäs­ser ein­lei­ten. Wäh­rend die lang­fris­ti­gen Fol­gen da­von noch nicht voll­stän­dig ge­klärt sind, hat die For­schung in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten be­reits ge­zeigt, dass die­se Me­di­ka­men­ten­kom­bi­na­tio­nen das Hor­mon­sys­tem von Fi­schen stö­ren, sie fe­mi­ni­sie­ren, ihr Ver­hal­ten und ih­re Fort­pflan­zung ver­än­dern, ihr Wachs­tum be­ein­flus­sen und die Le­ber­grö­ße stei­gern.

Auf der an­de­ren Sei­te des At­lan­tiks ha­ben Wis­sen­schaft­ler im Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reich star­ke Krebs- und Psy­cho­phar­ma­ka im Lei­tungs­was­ser nach­ge­wie­sen. Sie war­nen da­vor, dass ein sich ent­wickeln­der Fö­tus die­sen Me­di­ka­men­ten be­reits im Mut­ter­leib aus­ge­setzt ist und dass die da­raus re­sul­tie­ren­den Zell­schä­den schwer­wie­gend sein könn­ten. Ei­ne 2018 ver­öf­fent­lich­te Stu­die fand 29 ver­schie­de­ne Ar­ten von Me­di­ka­men­ten in bri­ti­schen Flüs­sen, da­run­ter An­ti­de­pres­si­va, An­ti­bio­ti­ka und Me­di­ka­men­te ge­gen Epi­lep­sie.

Wenn Sie mehr über die­ses The­ma er­fah­ren möch­ten, le­sen Sie die­sen Ar­ti­kel auf un­se­rer Web­sei­te.

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