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Vi­ta­min-​D-​Man­gel kann Ri­si­ko für Opi­o­id­ab­hän­gig­keit er­hö­hen

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Meldung

„Vi­ta­min-​D-​Man­gel ver­stärkt das Ver­lan­gen nach und die Wir­kung von Opi­o­i­den und er­höht da­mit mög­li­cher­wei­se das Ri­si­ko von Ab­hän­gig­keit und Sucht. Dies geht aus ei­ner neu­en Stu­die her­vor, die von For­schern des Mas­sa­chu­setts Ge­ne­ral Hos­pi­tal ge­lei­tet wur­de.“ [Quelle: Medicalexpress.com]

Kommentar

Vita­min-​D-​Man­gel ist ein welt­wei­tes Pro­blem. In den Ver­ei­nig­ten Staa­ten ha­ben Un­ter­su­chun­gen ge­zeigt, dass bis zu drei Vier­tel der Ju­gend­li­chen und Er­wach­se­nen un­zu­rei­chend mit die­sem wich­ti­gen Mi­kro­nähr­stoff ver­sorgt sind.

An­ge­sichts der Er­kennt­nis, dass ein Vi­ta­min-​D-​Man­gel das Be­dürf­nis nach Opi­o­i­den und de­ren Wir­kung mas­siv ver­stärkt, ist es be­mer­kens­wert, dass seit En­de der 1990er Jah­re der Kon­sum von ver­schrei­bungs­pflich­ti­gen opi­o­i­den Schmerz­mit­teln in den USA ra­pi­de zu­nahm. Im Jahr 2011 wa­ren die­se Me­di­ka­men­te zur am häu­figs­ten ver­schrie­be­nen Arz­nei­mit­tel­klas­se in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten auf­ge­stie­gen. Che­misch mit He­ro­in ver­wandt, ha­ben ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Opi­o­i­de ähn­li­che ver­hee­ren­de Wir­kun­gen, da sie stark süch­tig ma­chen. Da­her ge­lingt es vie­len Pa­tien­ten nicht, mit der Ein­nah­me auf­zu­hö­ren, selbst wenn sie ver­su­chen, sie ab­zu­set­zen.

Zwi­schen 1999 und 2019 star­ben fast 247 000 Ame­ri­ka­ner an ei­ner Über­do­sis ver­schrei­bungs­pflich­ti­ger Opi­o­i­de. Vie­le die­ser To­des­fäl­le sind da­rauf zu­rück­zu­füh­ren, dass Phar­ma­un­ter­neh­men die Be­völ­ke­rung vor­sätz­lich mit die­sen Me­di­ka­men­ten über­schwem­men. Pur­due Phar­ma, ein Un­ter­neh­men, das maß­geb­lich zur Ver­schär­fung der ame­ri­ka­ni­schen Opi­o­id-​Epi­de­mie bei­ge­tra­gen hat, wur­de un­längst zu ei­ner Geld­stra­fe in Hö­he von 8,3 Mil­li­ar­den Dol­lar ver­ur­teilt, weil es die Me­di­ka­men­te so be­den­ken­los in Um­lauf ge­bracht hat­te. Dies war der bis­her größ­te Ver­gleich die­ser Art. Wäh­rend­des­sen deu­ten Un­ter­su­chun­gen da­rauf hin, dass 3 Mil­li­o­nen Ame­ri­ka­ner und 16 Mil­li­o­nen Men­schen welt­weit an Stö­run­gen in­fol­ge der Opi­o­id­ein­nah­me lit­ten oder noch lei­den. Klar ist, dass Geld­stra­fen al­lein die­ses Pro­blem nicht lö­sen wer­den.

Wa­rum wir sa­gen, dass es an der Zeit ist, ge­gen das Phar­ma­kar­tell ge­nau­so vor­zu­ge­hen wie ge­gen das Ta­bak­kar­tell, er­fah­ren Sie in die­sem Ar­ti­kel auf un­se­rer Web­sei­te.

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