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Stu­die un­ter­sucht Ver­schrei­bungs­mus­ter von Me­di­ka­men­ten, die mit kog­ni­ti­ven Be­ein­träch­ti­gun­gen in Ver­bin­dung ge­bracht wer­den

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Meldung

Vie­len Er­wach­se­nen mit Dia­be­tes und der da­mit ver­bun­de­nen Kom­pli­ka­tion der pe­ri­phe­ren Neu­ro­pa­thie, wel­che so­wohl schmerz­haft als auch zer­stö­re­risch sein kann, wer­den häu­fig Me­di­ka­men­te ver­schrie­ben, die an­ge­sichts von Do­sie­rung und Ver­schrei­bungs­zeit­raum ein er­höh­tes Ri­si­ko für kog­ni­ti­ve Be­ein­träch­ti­gun­gen mit sich brin­gen könn­ten.
[Quelle: medicalxpress.com]

[Bildquelle: Adobe Stock]

Kommentar

In die­ser Stu­die wur­den die Ver­schrei­bungs­mus­ter für tri­zy­k­li­sche An­ti­de­pres­si­va bei dia­be­ti­scher pe­ri­phe­rer Neu­ro­pa­thie, ei­ner schmerz­haf­ten Form der Ner­ven­schä­di­gung, un­ter­sucht. Die For­scher fan­den her­aus, dass fast zwei Drit­tel die­ser Me­di­ka­men­te in Do­sie­run­gen ver­schrie­ben wur­den, die mit ei­nem hö­he­ren De­menz­ri­si­ko ver­bun­den sind.

Tri­zy­k­li­sche An­ti­de­pres­si­va, die für ih­re an­ti­cho­lin­er­ge Wir­kung be­kannt sind, wer­den mit ei­nem um 30 bis 50 Pro­zent er­höh­ten De­menz­ri­si­ko as­so­zi­iert, wenn sie von äl­te­ren Er­wach­se­nen dau­er­haft ein­ge­nom­men wer­den. Dies ist kaum über­ra­schend, da sie den Neu­ro­trans­mit­ter Ace­tyl­cho­lin blockie­ren, wel­cher er­wie­se­ner­ma­ßen ei­ne Schlüs­sel­rol­le beim Ler­nen und Ge­dächt­nis spielt.

Trotz die­ses Kon­flikts wer­den je­ne Me­di­ka­men­te in den Leit­li­nien für die Dia­be­tes­ver­sor­gung zur Be­hand­lung von Neu­ro­pa­thie­schmer­zen und De­pres­sio­nen emp­foh­len. Die­se Stu­die zeigt, dass die kog­ni­ti­ven Ri­si­ken ei­ner län­ge­ren Ein­nah­me nicht be­rück­sich­tigt wur­den. Die For­scher stell­ten fest, dass die Pa­tien­ten die­se Me­di­ka­men­te häu­fig fünf bis neun Jah­re lang ein­nah­men, was ihr De­menz­ri­si­ko er­heb­lich er­höh­te.

Um die­ses Ri­si­ko zu min­dern, schlägt die Stu­die vor, tri­zy­k­li­sche An­ti­de­pres­si­va nicht mehr zu »⁠ver­schrei­ben⁠« und al­ter­na­ti­ve An­sät­ze zu er­for­schen, die die kog­ni­ti­ven Funk­tio­nen nicht be­ein­träch­ti­gen.

Wenn Sie mehr über Dr. Raths wis­sen­schaft­lich fun­dier­ten, na­tür­li­chen An­satz zur Vor­beu­gung und Kon­trol­le von Dia­be­tes er­fah­ren möch­ten, le­sen Sie Ka­pi­tel 7 sei­nes Klas­si­kers ›⁠Wa­rum ken­nen Tie­re kei­nen Herz­in­farkt … aber wir Men­schen⁠‹.

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