

Wenn wir an Nährstoffe denken, denken wir an Inhaltsstoffe, die wir aus unserer Nahrung beziehen. Ein sorgfältiger Blick in die wissenschaftliche Literatur zeigt jedoch, dass der Mensch auch einige Nährstoffe aus der Luft aufnehmen kann.
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Jüngste Forschungsergebnisse, die in der Fachzeitschrift Advances in Nutrition veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass der Mensch einige essentielle Nährstoffe aus der Luft aufnehmen kann – ein Phänomen, das zu dem Begriff ›Aeronährstoffe‹ geführt hat. Zwar bleibt die Ernährung nach wie vor unsere wichtigste Nährstoffquelle, doch weist die Studie darauf hin, dass die Atmung offenbar unsere Versorgung mit Stoffen wie Jod, Zink, Mangan und bestimmten Vitaminen ergänzt. In Studien aus den 1960er Jahren wurde beispielsweise festgestellt, dass Arbeiter, die Jod in der Luft ausgesetzt waren, erhöhte Werte in ihrem Blut und Urin aufwiesen. Neuere Untersuchungen in Küstengebieten mit algenreicher Luft ergaben eine höhere Jodaufnahme bei den dortigen Schulkindern, unabhängig von deren Ernährung.
Aeronährstoffe gelangen über Lunge, Nase und Rachen in den Körper, wo winzige Blutgefäße Moleküle in den Blutkreislauf und das Gehirn aufnehmen. Die Fähigkeit der Lunge, große Moleküle unversehrt aufzunehmen, unterscheidet sie vom Darm, der Substanzen vor der Aufnahme aufspaltet. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass mit aerosoliertem Vitamin B12 wirksam Mangelzustände behandelt werden können, was darauf hindeutet, dass auch andere Nährstoffe in ähnlicher Weise verabreicht werden können.
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