

Die Einwirkung eines von Darmbakterien produzierten Toxins im Kindesalter könnte nach Ansicht von Forschern zum Anstieg von Darmkrebs bei unter 50-Jährigen weltweit beitragen.
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Diese Studie weist darauf hin, dass die Exposition während der Kindheit gegenüber einem Toxin, das von bestimmten E. coli-Stämmen produziert wird, eine Rolle bei der steigenden Inzidenz von Darmkrebs bei Menschen unter 50 Jahren spielen könnte. Die von Forschern der Universität Kalifornien, San Diego, durchgeführte Arbeit ergab, dass genetische Mutationen, die mit einem bakteriellen Toxin namens Colibactin in Verbindung stehen, bei Tumoren jüngerer Patienten weitaus häufiger vorkommen. Diese Mutationen, die möglicherweise durch eine frühzeitige Exposition gegenüber Colibactin verursacht wurden, können die DNA in den Dickdarmzellen angreifen und so das Krebsrisiko im späteren Leben erhöhen.
Die Forscher analysierten die DNA von 981 kolorektalen Tumoren aus 11 Ländern und entdeckten, dass die charakteristischen Mutationen von Colibactin bei Patienten unter 40 Jahren mehr als dreimal so häufig waren wie bei Patienten über 70 Jahren. Diese spezifischen Mutationen traten auch häufiger in Ländern mit den höchsten Raten von Darmkrebs im Frühstadium auf. Einen Beweis, dass Colibactin Krebs verursacht, stellt das Vorhandensein dieser Mutationen zwar nicht dar, doch ist das Ergebnis Anlass genug, um besorgt darüber zu sein, weshalb Kinder dem Toxin ausgesetzt sind, zumal etwa 30 bis 40 Prozent der Kinder in den USA und in Großbritannien Colibactin produzierende E. coli in ihrem Darm haben.
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