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Zwei­ma­li­ger Ten­nis-​Grand-​Slam-​Meis­ter er­hält 18-​mo­na­ti­ge Do­ping­sper­re we­gen Vi­ta­min­in­fu­sio­nen

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Image: Adobe Stock

Der aus­tra­li­sche Ten­nis­spie­ler Max Pur­cell, zwei­fa­cher Grand-​Slam-​Cham­pion im Her­ren-​Dop­pel, wur­de zu ei­ner dra­ko­ni­schen 18-​mo­na­ti­gen Sper­re ver­ur­teilt, weil er ge­gen kaum be­kann­te An­ti-​Do­ping-​Be­stim­mun­gen ver­sto­ßen hat­te, die in­tra­ve­nö­se Vi­ta­min­in­fu­sio­nen be­tref­fen. Der 27-​Jäh­ri­ge räum­te den Ver­stoß ein: Un­wis­sent­lich hat­te er in­ner­halb ei­nes Zeit­raums von 12 Stun­den Vi­ta­min­in­fu­sio­nen aus Beu­teln er­hal­ten, wel­che die zu­läs­si­ge Flüs­sig­keits­men­ge von 100 ml über­schrit­ten. Die Me­dien mach­ten um die­se Ge­schich­te un­wei­ger­lich Wir­bel. Hin­ge­gen wur­de der Tat­sa­che we­nig Auf­merk­sam­keit ge­schenkt, dass Pur­cell gar nicht po­si­tiv auf ei­ne ver­bo­te­ne Sub­stanz ge­tes­tet wur­de.

Der Re­gel­ver­stoß er­eig­ne­te sich En­de 2023, nach­dem der Ten­nis­spie­ler wäh­rend sei­nes Ur­laubs auf Ba­li er­krankt war. Als er ei­ne ört­li­che Kli­nik auf­such­te, teil­te er ihr mit, dass er Pro­fi­sport­ler sei, und er­klär­te, dass je­de in­tra­ve­nö­se Be­hand­lung, die er er­hal­te, un­ter dem Grenz­wert von 100 ml Flüs­sig­keit blei­ben müs­se. Nach An­ga­ben der In­ter­na­tio­nal Ten­nis In­te­gri­ty Agen­cy (ITIA), je­ner Or­ga­ni­sa­tion, die be­auf­tragt ist, über die Recht­schaf­fen­heit des pro­fes­sio­nel­len Ten­nis­sports zu wa­chen, wur­den Pur­cell statt­des­sen zwei­mal mehr als 500 ml vi­ta­min­hal­ti­ge In­fu­sions­flüs­sig­keit ver­ab­reicht.

Die­se Be­hand­lung ver­stieß of­fen­bar ge­gen Ar­ti­kel 2.2 des An­ti-​Do­ping-​Pro­gramms für den Ten­nis­sport (TADP), der die An­wen­dung oder den Ver­such der An­wen­dung ei­ner ver­bo­te­nen Do­ping­me­tho­de durch ei­nen Spie­ler ver­bie­tet. Nach dem Welt-​An­ti-​Do­ping-​Code und dem TADP liegt die Gren­ze für In­fu­sio­nen bei 100 ml in ei­nem Zeit­raum von 12 Stun­den. Mit an­de­ren Wor­ten: Pur­cell konn­te zwar nicht un­mit­tel­bar we­gen der in­tra­ve­nö­sen Ga­be von Vi­ta­mi­nen ge­sperrt wer­den, wohl aber in­di­rekt: näm­lich für das ›⁠Ver­bre­chen⁠‹ der Ver­ab­rei­chung von Vi­ta­mi­nen in ei­ner Flüs­sig­keits­men­ge von mehr als 100 ml.

Re­ak­tio­nen auf das Ver­bot

Der aus­tra­li­sche Ex-​Ten­nis­pro­fi John Mill­man re­a­gier­te mit Un­ver­ständ­nis auf die Nach­richt von der Sper­re, be­klag­te die of­fen­sicht­li­che »⁠Drei­fach­mo­ral⁠« im Sport und for­der­te ei­ne »⁠Kom­plett-​Über­ho­lung⁠« des Be­stra­fungs­sys­tems der Welt-​An­ti-​Do­ping-​Agen­tur (WADA). Mill­man be­zeich­ne­te die Sper­re als »⁠schockie­rend⁠« und »⁠lä­cher­lich⁠« und wies da­rauf hin, dass die Vi­ta­mi­ne, die Pur­cell in den In­fu­sio­nen er­hielt, al­le auf der von der WADA ge­neh­mig­ten Lis­te ste­hen.

Der aus­tra­li­sche Ten­nis­spie­ler Nick Kyr­gios stell­te eben­falls die Recht­fer­ti­gung des Ver­bots in Fra­ge, nann­te es »⁠ab­surd⁠« und ver­öf­fent­lich­te ei­nen zy­ni­schen Kom­men­tar auf X (ehe­mals Twit­ter), in dem er an­deu­te­te, dass die Ein­nah­me von Ste­ro­i­den in den Au­gen der Be­hör­den nun ak­zep­tab­ler sein könn­te als Vi­ta­mi­ne. Pur­cells Dop­pel­part­ner, der Aus­tra­lier Jor­dan Thomp­son, der die U.S. Open ge­won­nen hat, äu­ßer­te sich ähn­lich kri­tisch und be­zeich­ne­te die Sper­re als »⁠ab­ge­kar­te­tes Spiel⁠« und als »⁠Witz⁠«.

Die Stren­ge von Pur­cells Stra­fe steht in schar­fem Kon­trast zur jüngs­ten Be­hand­lung an­de­rer Ten­nis­spie­ler, von de­nen vie­le trotz po­si­ti­ver Tests auf ver­bo­te­ne Sub­s­tan­zen deut­lich kür­ze­re Sper­ren er­hal­ten ha­ben. Die vier­ma­li­ge French-​Open-​Sie­ge­rin Iga Świą­tek wur­de letz­tes Jahr für ei­nen kur­zen Zeit­raum von ei­nem Mo­nat ge­sperrt, nach­dem sie po­si­tiv auf die ver­bo­te­ne Sub­stanz Tri­me­ta­zi­din ge­tes­tet wor­den war, ein Me­di­ka­ment, das zur Vor­beu­gung von An­gi­na pec­to­ris ein­ge­setzt wird. Zu­rück­ge­führt wur­de die­se letzt­lich auf ei­ne Ver­un­rei­ni­gung in ih­rem Schlaf­mit­tel. In ähn­li­cher Wei­se wur­de der der­zei­ti­ge Welt­rang­lis­ten­ers­te im Her­ren­ein­zel, Jan­nik Sin­ner, im ver­gan­ge­nen Jahr nach zwei ne­ga­ti­ven Tests auf das Ana­bo­li­kum Clos­te­bol vom Fehl­ver­hal­ten frei­ge­spro­chen. Er ak­zep­tier­te An­fang die­ses Jah­res ei­ne drei­mo­na­ti­ge Sper­re als Teil ei­ner Ver­ein­ba­rung mit der WADA.

Aus­höh­lung der Glaub­wür­dig­keit des An­ti-​Do­ping-​Sys­tems

Die Sper­re von Max Pur­cell ist ein ek­la­tan­tes Bei­spiel da­für, dass die An­ti-​Do­ping-​Be­stim­mun­gen im Sport den ge­sun­den Men­schen­ver­stand über­stei­gen. Die Be­stra­fung ei­nes Sport­lers we­gen ei­ner In­fu­sion von Vi­ta­mi­nen – Sub­stan­zen, die für die mensch­li­che Ge­sund­heit un­er­läss­lich sind – wi­der­spricht je­der Lo­gik und un­ter­gräbt die Glaub­wür­dig­keit des ge­sam­ten An­ti-​Do­ping-​Sys­tems. Bei Vi­ta­mi­nen han­delt es sich nicht um Ana­bo­li­ka oder De­sig­ner-​Sti­mu­lan­zien, son­dern um Mi­kro­nähr­stof­fe, die in der Nah­rung ent­hal­ten sind und die Mil­li­o­nen von Men­schen welt­weit täg­lich in Form von Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln zu sich neh­men.

Eine harm­lo­se Über­schrei­tung des Flüs­sig­keits­vo­lu­mens in der In­fu­sion als vor­sätz­li­chen Be­trug zu wer­ten, ist ei­ne ab­sur­de Aus­le­gung der An­ti-​Do­ping-​Be­stim­mun­gen. Pur­cell ist bei kei­nem Do­ping­test durch­ge­fal­len, hat sich kei­nen Wett­be­werbs­vor­teil ver­schafft und hat so­gar der Kli­nik in Ba­li deut­lich ge­macht, dass er ein Pro­fi­sport­ler ist, für den stren­ge Grenz­wer­te gel­ten. Den­noch wird er be­straft, als hät­te er ver­sucht, das Sys­tem zu um­ge­hen. Dies ist nicht nur ei­ne über­trie­be­ne Re­gu­lie­rung, son­dern ein di­rek­ter An­griff auf die recht­mä­ßi­ge An­wen­dung von Vi­ta­mi­nen im Sport; ei­ne Vor­ge­hens­wei­se, die grund­le­gen­de Ge­sund­heits­prak­ti­ken in Fra­ge stellt und die Un­ter­stüt­zung durch Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel zu ei­nem straf­ba­ren Ver­ge­hen macht.

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Paul Anthony Taylor
Paul Anthony Taylor
Executive Director of the Dr. Rath Health Foundation and one of the coauthors of our explosive book, “The Nazi Roots of the ‘Brussels EU'”, Paul is also our expert on the Codex Alimentarius Commission and has had eye-witness experience, as an official observer delegate, at its meetings.

Prior to joining the Foundation, Paul's background was in the music industry, where he worked as a keyboard player and programmer with artists including Paul McCartney, Bryan Ferry, Bill Withers, the Verve, Texas, and Primal Scream.

He first became interested in natural health after falling ill with a chronic fatigue syndrome-related disorder in 1991 and subsequently making a full recovery through the use of natural health therapies. After meeting Dr. Rath and Dr. Niedzwiecki at an anti-Codex rally in Berlin in 2002, Paul was inspired to make a life-changing decision to leave the music industry to work for the Foundation and help defend the right of patients worldwide to have free access to natural health approaches.

You can find Paul on Twitter at @paulanthtaylor
Der Executive Director der Dr. Rath Health Foundation ist einer der Koautoren des explosiven Buchs „Die Nazi-Wurzeln der Brüsseler EU“. Paul ist auch unser Experte zum Thema „Codex Alimentarius-Kommission“ und hat Augenzeugenerfahrung als offizieller beobachtender Teilnehmer bei diesen Treffen.

Bevor er seine Arbeit bei der Stiftung antrat war Paul in der Musikindustrie aktiv. Er arbeitete als Keyboard-Spieler und Programmierer mit Künstlern wie Paul McCartney, Bryan Ferry, Bill Withers, the Verve, Texas und Primal Scream.

Sein Interesse an natürlicher Gesundheit wuchs, als er 1991 an Störungen erkrankte, die aus einem chronischen Erschöpfungssyndrom resultierten. Durch natürliche Gesundheitstherapien wurde er schließlich vollständig geheilt. Ein Treffen 2002 mit Dr. Rath und Dr. Niedzwiecki bei einer Anti-Codex-Demonstration in Berlin inspirierte ihn zu einer lebensverändernden Entscheidung und er verließ die Musikindustrie um für die Stiftung zu arbeiten und das Recht der Patienten zu verteidigen, weltweit freien Zugang zu natürlichen Gesundheitsverfahren zu haben.

Auf Twitter ist Paul unter @paulanthtaylor zu finden.