Sim­bab­we von der Lis­te der Welt­hun­ger­re­gio­nen ge­stri­chen
Juni 27, 2025
Mi­kro­plas­tik in un­se­rem Es­sen: ein wach­sen­des Ge­sund­heits­prob­lem?
Juli 1, 2025

Drin­gen­de War­nung vor ei­nem Herz­me­di­ka­ment von As­tra­Ze­ne­ca, das Mil­li­o­nen von Pa­tien­ten ein­neh­men

Fragen? Kontaktieren Sie uns!

Meldung

Mil­li­o­nen von Pa­tien­ten mit ei­nem ho­hen Ri­si­ko für ei­nen töd­li­chen Herz­in­farkt könn­ten ein Me­di­ka­ment von As­tra­Ze­ne­ca ein­neh­men, das mög­li­cher­wei­se un­wirk­sam ist, war­nen Ärz­te.
[Quelle: dailymail.co.uk]

[Bildquelle: Adobe Stock]

Kommentar

Die War­nung be­zieht sich auf den Throm­bo­zy­ten­ag­gre­ga­tions­hem­mer Ti­ca­gre­lor (Bri­lin­ta, Bri­lique oder Pos­sia) und folgt auf eine um­fang­rei­che Un­ter­su­chung des Bri­tish Me­di­cal Jour­nal. Die­ses Me­di­ka­ment von As­tra­Ze­ne­ca, das 2011 für den bri­ti­schen Na­tio­nal Health Ser­vice (NHS) zu­ge­las­sen wur­de, soll­te ei­gent­lich die Zahl der To­des­fäl­le nach ei­nem Herz­in­farkt deut­lich ver­rin­gern. Neue Un­ter­su­chun­gen ha­ben je­doch ernst­haf­te Zwei­fel an der Wirk­sam­keit des Me­di­ka­ments auf­kom­men las­sen. Mitt­ler­wei­le sind Ex­per­ten der Auf­fas­sung, dass bei wich­ti­gen kli­ni­schen Stu­dien, die so­wohl für die Zu­las­sung des Me­di­ka­ments im Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reich als auch in den USA von zen­tra­ler Be­deu­tung wa­ren, mög­li­cher­wei­se er­heb­li­che Feh­ler bei der Dar­stel­lung der Er­geb­nis­se ge­macht wor­den sind. Die For­scher ar­gu­men­tie­ren ins­be­son­de­re, dass die wich­tigs­ten Re­sul­ta­te, die zum Nach­weis der Wirk­sam­keit des Me­di­ka­ments her­an­ge­zo­gen wur­den, in ei­ner füh­ren­den me­di­zi­ni­schen Fach­zeit­schrift un­ge­nau dar­ge­stellt wur­den.

Die Un­ter­su­chung des BMJ er­gab, dass rund 25 Pro­zent der Throm­bo­zy­ten­wer­te – die zur Be­ur­tei­lung der Wirk­sam­keit von Ti­ca­gre­lor bei der Ver­hin­de­rung von Blut­ge­rinn­seln her­an­ge­zo­gen wer­den – in den Stu­dien­da­ten fehl­ten, die der US-​ame­ri­ka­ni­schen Arz­nei­mit­tel­be­hör­de (FDA) vor­ge­legt wur­den. Ei­ni­ge der aus­ge­las­se­nen Mess­wer­te zeig­ten ei­ne er­höh­te Throm­bo­zy­ten­ag­gre­ga­tion, al­so ge­nau den Ef­fekt, den das Me­di­ka­ment ver­hin­dern soll. Die­se Dis­kre­pan­zen ge­ben zu der Sor­ge An­lass, dass die Stu­dien­da­ten ein ir­re­füh­ren­des Bild von Si­cher­heit und Wirk­sam­keit des Me­di­ka­ments ge­zeich­net ha­ben könn­ten.

Die Er­geb­nis­se ha­ben Alarm aus­ge­löst. Al­lein im Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reich wird Ti­ca­gre­lor rund 45 000 Mal pro Mo­nat ver­schrie­ben, oft bis zu vier Jah­re lang nach ei­nem Herz­in­farkt. Die Ge­sund­heits­be­hör­den könn­ten nun un­ter Druck ge­ra­ten, die Wei­ter­zu­las­sung des Me­di­ka­ments zu über­prü­fen. Im­mer häu­fi­ger wird ei­ne grö­ße­re Trans­pa­renz bei der Do­ku­men­ta­tion kli­ni­scher Stu­dien ge­for­dert.

Im Jahr 2024 wur­de As­tra­Ze­ne­cas COVID-​19-​Impf­stoff welt­weit vom Markt ge­nom­men, nach­dem fest­ge­stellt wur­de, dass er töd­li­che Blut­ge­rinn­sel ver­ur­sacht. Le­sen Sie da­zu mehr in die­sem Ar­ti­kel auf un­se­rer Web­sei­te.

Share this post: