

Simbabwe wurde von der weltweiten Liste der Hungersnöte gestrichen. Dies ist eine wichtige Entwicklung, die erste Anzeichen für eine Erholung von der katastrophalen, durch El Niño verursachten Dürre in der Region im vergangenen Jahr erkennen lässt.
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Ein gemeinsamer Bericht des Welternährungsprogramms (WFP) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) führt die Verbesserung in Simbabwe auf günstige klimatische Bedingungen zurück, die eine bessere Erntesaison erwarten lassen. Neben Simbabwe wurden auch mehrere andere Länder im östlichen und südlichen Afrika, darunter Malawi, Mosambik und Sambia, aufgrund geringerer Wetterextreme und besserer landwirtschaftlicher Ergebnisse von der Liste genommen.
Auch wenn die Streichung einen Fortschritt darstellt, warnen Hilfsorganisationen davor, dass die Erholung Simbabwes noch nicht abgeschlossen ist. Im vergangenen Jahr waren rund 7,6 Millionen Simbabwer aufgrund der schlimmsten Dürre seit vier Jahrzehnten auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die FAO und das WFP warnen, dass ein erneutes Auftreten von klimatischen oder wirtschaftlichen Schocks die jüngsten Verbesserungen leicht wieder zunichte machen könnte. Ähnliche Bedenken gibt es bei anderen Ländern, die von der Liste gestrichen wurden, darunter der Libanon, wo die Verbesserung eher auf eine Abschwächung bei den Militäroperationen als auf einen dauerhaften Strukturwandel zurückzuführen ist.
Weltweit sind die Aussichten nach wie vor düster, denn 13 Länder werden nach wie vor als aktuelle oder entstehende Hungergebiete eingestuft. Länder wie Sudan, Palästina, Südsudan und Haiti gelten als »höchst besorgniserregende« Zonen, in denen ein extremes Hungerrisiko besteht. Anhaltende Konflikte, Finanzierungsengpässe und eingeschränkter Zugang für humanitäre Hilfe verschlimmern die Lage in Ländern wie der Demokratischen Republik Kongo und Myanmar. Die Verantwortlichen von FAO und WFP fordern daher dringend internationale Maßnahmen und Investitionen, um die Lebensgrundlagen zu schützen, die Nahrungsmittelproduktion zu unterstützen und eine weitere Verschlechterung der Lage in diesen Hochrisikogebieten zu verhindern.
Erfahren Sie in diesem Artikel auf unserer Webseite, warum die Dürre unser bahnbrechendes internationales Projekt Movement of Life nicht daran gehindert hat, die Gesundheit zu verbessern und das Leben in Simbabwe zu verändern.