

In einer neuen Studie argumentieren Forscher der Nottingham Trent University und der University of Warwick, dass ein wichtiger Faktor für den Vitamin-B12-Mangel die zunehmende Abhängigkeit von extrem verarbeiteten Lebensmitteln ist.
[Quelle: medicalxpress.com]

[Bildquelle: Adobe Stock]
Die in der Fachzeitschrift BMC Medicine veröffentlichte Studie zeigt, wie die moderne Ernährung zu einem weit verbreiteten Mangel an wichtigen Mikronährstoffen wie Vitamin B12 beiträgt. Ein Mangel an diesem Mikronährstoff ist besonders für Vegetarier und Veganer problematisch, da er hauptsächlich in tierischen Produkten vorkommt. Die Forscher waren daher motiviert, den Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-B12-Spiegeln bei Schwangeren und einem erhöhten Risiko für Fettleibigkeit, schlechte Blutfettprofile und Typ-2-Diabetes zu ergründen.
In der Studie wurden Fettproben von 115 Schwangeren mit niedrigem Vitamin-B12-Spiegel analysiert und im Labor Experimente mit gezüchteten menschlichen Fettzellen durchgeführt, die unterschiedlichen Mengen des Mikronährstoffs ausgesetzt waren. Die Forscher untersuchten Blutmarker, die Fettspeicherung, die Genaktivität sowie die Funktion der Mitochondrien in den Fettzellen. Bei Frauen mit niedrigem B12-Werten wurde festgestellt, dass sie mehr Körperfett, einen niedrigeren Gehalt an sogenanntem »gutem« Cholesterin (HDL) und schlecht funktionierende Mitochondrien – die energieerzeugenden ›Kraftwerke‹ der Zellen – hatten. Ihr Fettgewebe produzierte auch weniger fettabbauende Enzyme und setzte mehr Entzündungsmoleküle frei, die durchweg mit einem erhöhten Risiko für chronische Stoffwechselkrankheiten verbunden sind.
Wenn Sie mehr über die Bedeutung von Mikronährstoffen während der Schwangerschaft erfahren möchten, lesen Sie auf unserer Webseite die Teile eins und zwei unseres entsprechenden Sonderartikels.