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Arz­nei­mit­tel­her­stel­ler Al­chem wird von EU we­gen Be­tei­li­gung an Phar­ma­kar­tell mit Geld­stra­fe von 576 000 Dol­lar be­legt

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Meldung

Der Arz­nei­mit­tel­her­stel­ler Al­chem In­ter­na­tio­nal und sei­ne Toch­ter­ge­sell­schaft in Hong­kong wur­den zu ei­ner Geld­stra­fe von ins­ge­samt 489 000 Eu­ro (576 000 US-​Dol­lar) ver­ur­teilt, weil sie an ei­nem Phar­ma­kar­tell be­tei­ligt wa­ren, so die Kar­tell­be­hör­den der Eu­ro­pä­i­schen Un­ion.
[Quelle: reuters.com]

[Bildquelle: Adobe Stock]

Kommentar

In die­sem Fall geht es um Ab­spra­chen über den Preis ei­nes Wirk­stoffs, der zur Her­stel­lung von Bus­co­pan, ei­nem krampf­lö­sen­den Mit­tel ge­gen Bauch­schmer­zen, und sei­ner Ge­ne­ri­ka ver­wen­det wird. Im Rah­men der um­fas­sen­de­ren Un­ter­su­chung, die 2023 ab­ge­schlos­sen wur­de, wur­den Geld­bu­ßen in Hö­he von 13,4 Mil­li­o­nen Eu­ro (15,7 Mio. USD) ge­gen an­de­re Un­ter­neh­men ver­hängt, da­run­ter Al­ka­lo­ids of Aus­tra­lia, Al­ka­lo­ids Corp., Boeh­rin­ger, Lin­nea und Tran­so-​Pharm, die die Fest­set­zung von Min­dest­prei­sen zu­ga­ben und durch ei­nen Ver­gleich ge­rin­ge­re Stra­fen ak­zep­tier­ten.

Al­chem hat sich je­doch auf kei­nen Ver­gleich ein­ge­las­sen. Zu­dem wur­de fest­ge­stellt, dass das Un­ter­neh­men über 12 Jah­re lang un­recht­mä­ßig Preis­ab­spra­chen ge­trof­fen und Pro­duk­tions­quo­ten zu­ge­teilt hat­te. Die EU-​Kar­tell­be­auf­trag­te Te­re­sa Ri­be­ra be­ton­te, dass die Wei­ge­rung von Al­chem zur Zu­sam­men­ar­beit be­deu­te, dass das Un­ter­neh­men für sei­ne Rol­le in dem Kar­tell mit ei­ner ge­son­der­ten Stra­fe rech­nen müs­se.

Doch las­sen Sie sich nicht vor­ma­chen, die so­ge­nann­te Brüs­se­ler EU mei­ne es tat­säch­lich ernst mit der Be­kämp­fung des kri­mi­nel­len Ver­hal­tens der Arz­nei­mit­tel­in­dus­trie. In Wirk­lich­keit fun­giert die EU als glo­ba­les Po­lit­bü­ro für das ›⁠Phar­ma­ge­schäft mit der Krank­heit⁠‹ und da­mit für eine der größ­ten or­ga­ni­sier­ten Be­trü­ge­rei­en der Mensch­heits­ge­schich­te. Denn die ge­sam­te Exis­tenz die­ser In­dus­trie be­ruht auf der Auf­recht­er­hal­tung, Aus­wei­tung und Er­fin­dung von Krank­hei­ten als Märk­te für pa­ten­tier­te che­mi­sche Arz­nei­mit­tel. Da der eu­ro­pä­i­sche Phar­ma­markt bis En­de 2028 vor­aus­sicht­lich ein Vo­lu­men von über 367 Mil­li­ar­den Eu­ro (430 Mil­li­ar­den Dol­lar) er­rei­chen wird, sind die Geld­stra­fen für Al­ka­lo­ids of Aus­tra­lia, Al­ka­lo­ids Corp., Boeh­rin­ger, Lin­nea, Tran­so-​Pharm und Al­chem im Grun­de nur ein klei­ner ›⁠Klaps auf die Hand⁠‹.

Mehr über die ver­bor­gen ge­hal­te­ne Ent­ste­hungs­ge­schich­te der Phar­ma­in­dus­trie er­fah­ren Sie hier auf un­se­rer Web­sei­te.

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