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Co­en­zym Q10: Feh­len­des Bin­de­glied bei Hei­lung von Schä­del-​Hirn-​Trau­ma?

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Image: Adobe Stock

Jedes Jahr er­lei­den Mil­li­o­nen von Men­schen ein Schä­del-​Hirn-​Trau­ma (SHT) – sei es durch ei­nen Au­to­un­fall, ei­nen Sturz oder ei­nen Schlag ge­gen den Kopf. Trotz al­ler me­di­zi­ni­schen Hilfs­mit­tel, die Ärz­ten heu­te zur Ver­fü­gung ste­hen, gibt es je­doch noch im­mer kei­ne zu­ver­läs­si­ge Mög­lich­keit, das Ge­hirn voll­stän­dig vor den Schä­den zu schüt­zen, die in­fol­ge der plötz­li­chen Kraft­ein­wir­kung ent­ste­hen. Viel­ver­spre­chend er­scheint mit­hin ei­ne ak­tu­el­le wis­sen­schaft­li­che Über­sichts­ar­beit, die den Blick auf das Co­en­zym Q10 rich­tet und da­rauf hin­deu­tet, dass die­se na­tür­li­che Sub­stanz mög­li­cher­wei­se ei­ne Schlüs­sel­rol­le beim Schutz des Ge­hirns und bei der Un­ter­stüt­zung der Ge­ne­sung spie­len könn­te.

Wird je­mand durch ei­nen schwe­ren Schlag am Kopf ge­trof­fen, so ist der Scha­den nicht auf den un­mit­tel­ba­ren Auf­prall be­schränkt. Die ener­gie­hun­gri­gen Zel­len des Ge­hirns ge­ra­ten ins Cha­os und ha­ben Mü­he, an die zum Über­le­ben not­wen­di­ge Bio­ener­gie her­an­zu­kom­men. Das hat zum Groß­teil da­mit zu tun, dass die ei­gent­li­chen Zell­kraft­wer­ke un­se­res Kör­pers – die Mi­to­chon­drien – be­schä­digt und durch­läs­sig wer­den, wo­rauf­hin schäd­li­che Mo­le­kü­le, so­ge­nann­te freie Ra­di­ka­le, frei­ge­setzt wer­den. Die­ser Teu­fels­kreis aus un­zu­rei­chen­der Ener­gie­pro­duk­tion und mas­si­vem oxi­da­ti­ven Stress kann die Schwel­lung des Ge­hirns ver­schlim­mern, ei­ne über­schie­ßen­de Ent­zün­dung aus­lö­sen und letzt­lich die Neu­ro­nen selbst durch Pro­zes­se, die als Apo­p­to­se und Fer­ro­p­to­se be­kannt sind, zur Selbst­zer­stö­rung trei­ben. Die Stan­dard­be­hand­lun­gen für das SHT kon­zen­trie­ren sich haupt­säch­lich da­rauf, den Pa­tien­ten zu sta­bi­li­sie­ren und den Druck auf das Ge­hirn zu lin­dern, ge­hen aber kaum auf die tie­fe­re zel­lu­lä­re Kri­se ein.

Co­en­zym Q10 dort­hin brin­gen, wo es ge­braucht wird

Als le­bens­wich­ti­ge Ver­bin­dung ist das Co­en­zym Q10 seit Jahr­zehn­ten be­kannt. Es un­ter­stützt die Mi­to­chon­drien bei der Ener­gie­pro­duk­tion, wirkt als star­kes An­ti­oxi­dans und hat ent­zün­dungs­hem­men­de Ei­gen­schaf­ten. Mit an­de­ren Wor­ten, es kann ge­nau das er­fül­len, worauf ge­schä­dig­te Ge­hirn­zel­len an­ge­wie­sen sind: die Ener­gie­pro­duk­tion an­kur­beln, schäd­li­che freie Ra­di­ka­le ab­fan­gen und die au­ßer Kon­trol­le ge­ra­te­ne Ent­zün­dungs­re­ak­tion be­ru­hi­gen. Stu­dien zu Schä­del-​Hirn-​Trau­ma­ta, die an Tier­mo­del­len durch­ge­führt wur­den, zei­gen, dass die Ga­be von Q10 die Schwel­lung des Ge­hirns und die Ent­zün­dungs­wer­te ver­rin­gern und so­gar das Aus­maß des Zell­tods im Ge­hirn ein­däm­men kann. In Ex­pe­ri­men­ten mit Rat­ten und Mäu­sen ha­ben Q10 oder sei­ne leich­ter re­sor­bier­ba­ren Ana­lo­ga da­zu bei­ge­tra­gen, die Mi­to­chon­drien zu er­hal­ten und die mo­to­ri­schen Fä­hig­kei­ten nach ei­ner Be­schä­di­gung zu ver­bes­sern.

Trotz die­ser viel­ver­spre­chen­den Er­geb­nis­se wur­de Q10 bei Men­schen mit SHT noch nicht rich­tig ge­tes­tet. Ein Grund da­für ist, dass Q10 als gro­ßes, fett­lös­li­ches Mo­le­kül die Blut-​Hirn-​Schran­ke – das na­tür­li­che Ab­wehr­sys­tem des Ge­hirns, das das Ein­drin­gen vie­ler Sub­stan­zen ver­hin­dert – nicht leicht über­win­den kann. Das be­deu­tet, dass selbst bei der Ein­nah­me gro­ßer Men­gen Q10 nur sehr we­nig da­von das Ge­hirn er­rei­chen kann. For­scher ha­ben ver­sucht, syn­the­ti­sche Ver­sio­nen von Q10 zu ent­wickeln oder den Nähr­stoff durch in­tra­ve­nö­se In­jek­tio­nen zu ver­ab­rei­chen, aber auch die­se An­sät­ze ha­ben ih­re Gren­zen.

In­te­res­san­ter­wei­se wird in dem Re­view ein mög­li­cher Lö­sungs­an­satz auf­ge­zeigt: der in­tra­na­sa­le Weg. Die For­schung zeigt, dass be­stimm­te Wirk­stof­fe durch die Na­se ver­ab­reicht wer­den kön­nen, di­rekt über die Ge­ruchs- und Tri­ge­mi­nus­ner­ven ins Ge­hirn ge­lan­gen und so die Blut-​Hirn-​Schran­ke völ­lig um­ge­hen. Tier­stu­dien deu­ten da­rauf hin, dass in­tra­na­sal ver­ab­reich­te Q10-​Ana­lo­ga das Hirn­ge­we­be ef­fi­zien­ter er­rei­chen, Schä­den ver­rin­gern und die Ge­ne­sung nach Hirn­trau­ma­ta ver­bes­sern.

Co­en­zym Q10 ist be­reits für sei­nen Nut­zen über das Ge­hirn hin­aus be­kannt. Häu­fig wird es zur Un­ter­stüt­zung der Herz­ge­sund­heit ein­ge­setzt und kann da­bei hel­fen, Mus­kel­schä­den und Mü­dig­keit zu ver­rin­gern. Es ist so­gar da­ran be­tei­ligt, ei­ne op­ti­ma­le Funk­tion des Im­mun­sys­tems si­cher­zu­stel­len. Das ist an die­ser Stel­le be­son­ders re­le­vant, weil Men­schen, die ein Hirn­trau­ma er­lit­ten ha­ben, ei­nem ge­stei­ger­ten Ri­si­ko aus­ge­setzt sind, we­gen der über­schie­ßen­den Ent­zün­dungs­si­tu­a­tion Herz­kom­pli­ka­tio­nen zu ent­wickeln. Es liegt also auf der Hand, dass ei­ne Q10-​Sup­ple­men­tie­rung für Pa­tien­ten mit SHT von mehr­fa­chem Nut­zen sein kann.

Das Des­in­te­res­se der Phar­ma­in­dus­trie

Die gro­ße Fra­ge ist je­doch: Wird die­ser na­tür­li­che An­satz je­mals die ihm ge­büh­ren­de Auf­merk­sam­keit und Fi­nan­zie­rung er­hal­ten? Bis­lang gibt es kei­ne grö­ße­ren kli­ni­schen Stu­dien, in de­nen in­tra­na­sa­les Q10 bei Pa­tien­ten mit SHT ge­tes­tet wur­de, und nur ei­ne klei­ne Pi­lot­stu­die bei Trau­ma­pa­tien­ten auf der In­ten­siv­sta­tion legt na­he, dass ei­ne Q10-​Sup­ple­men­tie­rung Ent­zün­dun­gen ver­rin­gern und die Kran­ken­haus­auf­ent­hal­te ver­kür­zen könn­te. In An­be­tracht der Tat­sa­che, dass Q10 si­cher und gut ver­träg­lich ist – selbst bei sehr ho­hen Do­sen wur­den kei­ne schwer­wie­gen­den Ne­ben­wir­kun­gen fest­ge­stellt –, fra­gen Sie sich viel­leicht, wa­rum die Wis­sen­schaft­ler nicht schnel­ler han­deln, um des­sen vol­les Po­ten­tial zu er­kun­den.

Ein Grund da­für ist, dass Q10 in sei­ner na­tür­li­chen Form nicht pa­ten­tiert wer­den kann, was be­deu­tet, dass die Arz­nei­mit­tel­her­stel­ler kein In­te­res­se da­ran ha­ben, in teu­re kli­ni­sche Stu­dien zu in­ves­tie­ren. Dies ist ein wei­te­res Bei­spiel da­für, wie das ›⁠Phar­ma­ge­schäft mit der Krank­heit⁠‹ be­wusst ein­fa­che Na­tur­stof­fe ig­no­riert – selbst wenn sie für die Be­hand­lungs­er­geb­nis­se der Pa­tien­ten ei­nen gro­ßen Un­ter­schied ma­chen könn­ten.

Die be­sagte Über­sichts­ar­beit ruft in ih­rer Schluss­fol­ge­rung mit Nach­druck zu wei­te­rer For­schung auf, die er­pro­ben soll, ob Q10 – ide­a­ler­wei­se über in­no­va­ti­ve We­ge wie die in­tra­na­sa­le Ver­ab­rei­chung – das feh­len­de Glied sein könn­te, um die Ge­ne­sung nach SHT zu ver­bes­sern. Wenn sich die po­si­ti­ven Er­geb­nis­se der Tier­stu­dien beim Men­schen be­stä­ti­gen, könn­te die­se vi­ta­min­ähn­li­che Sub­stanz ei­ne kos­ten­güns­ti­ge, si­che­re und na­tür­li­che Mög­lich­keit sein, das Ge­hirn ge­nau dann zu schüt­zen, wenn es am stärks­ten ge­for­dert ist. Hof­fen wir, dass die not­wen­di­gen kli­ni­schen Stu­dien bald durch­ge­führt wer­den.

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Paul Anthony Taylor
Paul Anthony Taylor
Executive Director of the Dr. Rath Health Foundation and one of the coauthors of our explosive book, “The Nazi Roots of the ‘Brussels EU'”, Paul is also our expert on the Codex Alimentarius Commission and has had eye-witness experience, as an official observer delegate, at its meetings.

Prior to joining the Foundation, Paul's background was in the music industry, where he worked as a keyboard player and programmer with artists including Paul McCartney, Bryan Ferry, Bill Withers, the Verve, Texas, and Primal Scream.

He first became interested in natural health after falling ill with a chronic fatigue syndrome-related disorder in 1991 and subsequently making a full recovery through the use of natural health therapies. After meeting Dr. Rath and Dr. Niedzwiecki at an anti-Codex rally in Berlin in 2002, Paul was inspired to make a life-changing decision to leave the music industry to work for the Foundation and help defend the right of patients worldwide to have free access to natural health approaches.

You can find Paul on Twitter at @paulanthtaylor
Der Executive Director der Dr. Rath Health Foundation ist einer der Koautoren des explosiven Buchs „Die Nazi-Wurzeln der Brüsseler EU“. Paul ist auch unser Experte zum Thema „Codex Alimentarius-Kommission“ und hat Augenzeugenerfahrung als offizieller beobachtender Teilnehmer bei diesen Treffen.

Bevor er seine Arbeit bei der Stiftung antrat war Paul in der Musikindustrie aktiv. Er arbeitete als Keyboard-Spieler und Programmierer mit Künstlern wie Paul McCartney, Bryan Ferry, Bill Withers, the Verve, Texas und Primal Scream.

Sein Interesse an natürlicher Gesundheit wuchs, als er 1991 an Störungen erkrankte, die aus einem chronischen Erschöpfungssyndrom resultierten. Durch natürliche Gesundheitstherapien wurde er schließlich vollständig geheilt. Ein Treffen 2002 mit Dr. Rath und Dr. Niedzwiecki bei einer Anti-Codex-Demonstration in Berlin inspirierte ihn zu einer lebensverändernden Entscheidung und er verließ die Musikindustrie um für die Stiftung zu arbeiten und das Recht der Patienten zu verteidigen, weltweit freien Zugang zu natürlichen Gesundheitsverfahren zu haben.

Auf Twitter ist Paul unter @paulanthtaylor zu finden.