

Eine umfassende Karzinogenitätsstudie über das weltweit am häufigsten verwendete Herbizid Glyphosat, an der Wissenschaftler aus Europa und den Vereinigten Staaten beteiligt waren, hat ergeben, dass niedrige Dosen des umstrittenen Unkrautvernichters bei Ratten mehrere Arten von Krebs hervorrufen.
[Quelle: medicalxpress.com]

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Die in der Fachzeitschrift Environmental Health veröffentlichte Studie ergab, dass niedrige Dosen von Glyphosat bei Ratten mehrere Arten von Krebs verursachen, darunter auch seltene und aggressive Tumore. Die Wissenschaftler setzten Ratten Glyphosat und zwei handelsübliche Unkrautvernichter auf Glyphosatbasis in Mengen aus, die derzeit von den Aufsichtsbehörden als sicher eingestuft werden. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Zunahme sowohl gutartiger als auch bösartiger Tumore in zahlreichen Organen und Geweben, wobei einige Krebsarten ungewöhnlich früh auftraten.
Das Forscherteam beobachtete, dass seltene bösartige Erkrankungen wie Leukämie, Leber-, Eierstockkrebs und Tumore im Nervengewebe in einer Häufigkeit und zu einem Zeitpunkt auftraten, wie sie in historischen Kontrollgruppen noch nie beobachtet wurden. Etwa 40 Prozent der leukämiebedingten Todesfälle bei den behandelten Tieren traten vor dem Alter von einem Jahr auf – das entspricht einem menschlichen Alter von unter 35-40 Jahren. Diese Ergebnisse untermauern die Schlussfolgerung der Internationalen Agentur für Krebsforschung aus dem Jahr 2015, dass Glyphosat »mutmaßlich krebserregend für den Menschen« ist, und stimmen mit früheren Studien überein, die eine Glyphosat-Exposition in Beziehung bringen mit verschiedenen Krebsarten und toxischen Wirkungen, einschließlich Störungen des Mikrobioms und endokriner Toxizität.
Die Forscher sagen, dass ihre Erkenntnisse die Aufsichtsbehörden weltweit dazu veranlassen sollten, die Sicherheitsschwellen für die Verwendung von Glyphosat zu überdenken. Sie warnen zudem davor, dass die Auswirkungen des Herbizids über Krebs hinausgehen und auch die Entwicklung des Nervensystems schädigen können. Künftige Studien sind geplant, um Verbindungen zu neurologischen Störungen zu untersuchen.
Lesen Sie in dieser Meldung auf unserer Webseite, wie Bayer vor dem Gerichtshof der Vereinigten Staaten versucht, Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe abzuwenden, die darauf gründen, dass das von ihm auf Glyphosatbasis hergestellte Unkrautvernichtungsmittel Roundup Krebs verursacht.