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Wa­rum Ihr Ge­hirn Mag­ne­sium braucht: Neue Er­kennt­nis­se ver­bin­den Man­gel mit schwe­ren neu­ro­lo­gi­schen Er­kran­kun­gen

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Image: Adobe Stock

Beim Schutz des Ge­hirns vor ei­ni­gen der heu­te schwie­rigs­ten neu­ro­lo­gi­schen und psy­chia­tri­schen Er­kran­kun­gen er­weist sich Mag­ne­sium lang­sam aber si­cher als ein ent­schei­den­der Fak­tor. Jüngst hat ein neu­er wis­sen­schaft­li­cher Re­view ge­zeigt, dass Mag­ne­sium zur Vor­beu­gung und Be­hand­lung von De­pres­sio­nen bei­tra­gen, die Häu­fig­keit und Schwe­re von Mi­grä­ne re­du­zie­ren und so­gar das Fort­schrei­ten von Alz­hei­mer hin­aus­zö­gern bzw. ver­lang­sa­men kann. Die Stu­die stützt sich auf die Er­geb­nis­se von 43 kli­ni­schen Stu­dien mit Da­ten von 219 224 Teil­neh­mern und lie­fert über­zeu­gen­de Be­wei­se da­für, dass die­ser le­bens­wich­ti­ge Mi­ne­ral­stoff ei­nen Spit­zen­platz bei den Stra­te­gien zur Er­hal­tung der Ge­hirn­ge­sund­heit ver­dient.

Als es­sen­tiel­ler Mi­ne­ral­stoff, der für mehr als 300 en­zy­ma­ti­sche Re­ak­tio­nen im Kör­per von ent­schei­den­der Be­deu­tung ist, ist Mag­ne­sium seit Jah­ren be­kannt. Aber erst jetzt scheint des­sen Ein­fluss auf das Ner­ven­sys­tem, die psy­chi­sche Ge­sund­heit und die kog­ni­ti­ven Funk­tio­nen stär­ker in den Fo­kus zu rücken. Wie sich zeigt, ist Mag­ne­sium aus­schlag­ge­bend für die Ener­gie­pro­duk­tion im Ge­hirn, die Ba­lance wich­ti­ger Neu­ro­trans­mit­ter wie Se­ro­to­nin und Glu­ta­mat so­wie die Ver­rin­ge­rung schäd­li­cher Ent­zün­dun­gen und oxi­da­ti­ven Stres­ses – Fak­to­ren, die vie­len psy­chi­schen und neu­ro­lo­gi­schen Er­kran­kun­gen zu­grun­de lie­gen.

Die be­ein­drucken­den Vor­tei­le von Mag­ne­sium

Bei De­pres­sio­nen geht ein nie­dri­ger Mag­ne­sium­spie­gel durch­weg mit schwe­re­ren Sym­pto­men ein­her. Die­ser Zu­sam­men­hang scheint zu­min­dest teil­wei­se auf die Ei­gen­schaft des Mi­ne­ral­stoffs zu­rück­zu­füh­ren zu sein, das Stress­re­ak­tions­sys­tem des Ge­hirns, die Hy­po­tha­la­mus-​Hy­po­phy­sen-​Ne­ben­nie­ren-​Ach­se (HHN-​Achse), zu re­gu­lie­ren und die stim­mungs­be­zo­ge­nen Neu­ro­sub­stan­zen zu be­ein­flus­sen. Bei Men­schen mit Mag­ne­sium­man­gel ist die­ses Gleich­ge­wicht ge­stört, was häu­fig zu ei­ner Ver­schlim­me­rung von Angst­zu­stän­den, Mü­dig­keit und de­pres­si­ven Sym­pto­men führt.

Meh­re­re kli­ni­sche Stu­dien ha­ben ge­zeigt, dass die Ein­nah­me von Mag­ne­sium­prä­pa­ra­ten die Stim­mung ver­bes­sern kann – ins­be­son­de­re bei Men­schen mit leich­ter bis mit­tel­schwe­rer De­pres­sion. In ei­ner Stu­die er­hiel­ten Pa­tien­ten acht Wo­chen lang täg­lich 500 mg Mag­ne­sium und zeig­ten da­nach ei­ne deut­li­che Ver­bes­se­rung ih­rer De­pres­sions­wer­te. An­de­re Stu­dien kom­bi­nier­ten Mag­ne­sium mit Vi­ta­min D oder Vi­ta­min B6 und stell­ten noch stär­ke­re Wir­kun­gen fest. Der Trend ist ein­deu­tig: Mag­ne­sium spielt ei­ne zen­tra­le Rol­le bei der Re­gu­lie­rung der Stim­mung, und die Wie­der­her­stel­lung ei­nes ge­sun­den Mag­ne­sium­spie­gels kann ei­ne kos­ten­güns­ti­ge und ri­si­ko­ar­me Un­ter­stüt­zung für die psy­chi­sche Ge­sund­heit dar­stel­len.

Auch Mi­grä­ne scheint mit Mag­ne­sium in Zu­sam­men­hang zu ste­hen. Vie­le Mi­grä­ne­pa­tien­ten wei­sen ins­be­son­de­re wäh­rend ei­ner At­tacke ei­nen nie­dri­ge­ren Mag­ne­sium­spie­gel im Blut und in der Ge­hirn-​Rücken­marks-​Flüs­sig­keit auf. For­schungs­er­geb­nis­se zei­gen, dass Mag­ne­sium da­zu bei­trägt, ei­ne Über­sti­mu­la­tion der Ner­ven­zel­len zu ver­hin­dern und ei­ne ge­sun­de Durch­blu­tung des Ge­hirns zu un­ter­stüt­zen – Fak­to­ren, de­ren Stö­rung Mi­grä­ne aus­lö­sen kann. Meh­re­re Stu­dien be­le­gen, dass oral ein­ge­nom­me­nes Mag­ne­sium die Häu­fig­keit und In­ten­si­tät von Mi­grä­ne­at­tacken ver­rin­gern kann, ins­be­son­de­re bei Men­schen, die un­ter Au­ra- oder Men­s­tru­a­tions­mi­grä­ne lei­den.

Am in­te­res­san­tes­ten ist viel­leicht die Rol­le von Mag­ne­sium beim Schutz vor Alz­hei­mer und all­ge­mei­nem kog­ni­ti­ven Ver­fall. Da bis 2050 ei­ne welt­wei­te Ver­drei­fa­chung der Zahl der De­menz­fäl­le pro­gnos­ti­ziert wird, ist die Su­che nach wirk­sa­men Mög­lich­kei­ten zur Vor­beu­gung bzw. Ver­zö­ge­rung die­ser Krank­heit mitt­ler­wei­le ei­ne Pri­o­ri­tät im Be­reich der öf­fent­li­chen Ge­sund­heit. So­mit ist es von gro­ßer Be­deu­tung, dass die neue Stu­die die wach­sen­den Be­le­ge da­für her­vor­hebt, dass die Auf­recht­er­hal­tung ei­nes op­ti­ma­len Mag­ne­sium­spie­gels da­zu bei­tra­gen kann, das Ge­dächt­nis zu er­hal­ten und die mit Alz­hei­mer ver­bun­de­nen pa­tho­lo­gi­schen Ver­än­de­run­gen, wie die Bil­dung von Amy­lo­id-​Plaques und Tau-​Ver­klum­pun­gen, zu ver­lang­sa­men.

Mag­ne­sium un­ter­stützt auch die Kom­mu­ni­ka­tion der Ge­hirn­zel­len, be­kämpft chro­ni­sche Ent­zün­dun­gen und hilft, die Mi­to­chon­drien – die Ener­gie­zen­tren der Zel­len – zu sta­bi­li­sie­ren. Ei­ne Stu­die er­gab, dass Men­schen mit Mag­ne­sium­wer­ten im mitt­le­ren Nor­mal­be­reich das ge­rings­te Ri­si­ko hat­ten, an De­menz zu er­kran­ken. Ei­ne wei­te­re Stu­die zeig­te, dass ei­ne Er­gän­zung von Mag­ne­sium die kog­ni­ti­ven Funk­tio­nen ver­bes­ser­te, in­dem sie die epi­ge­ne­ti­sche Ak­ti­vi­tät des APOE-​Gens ver­än­der­te – ei­nem be­kann­ten Ri­si­ko­fak­tor für Alz­hei­mer.

Vie­le Men­schen neh­men un­ge­nü­gend Mag­ne­sium zu sich

Mag­ne­sium – das steht fest – ist nicht bloß ein ›⁠un­ter­stüt­zen­der⁠‹ Mi­ne­ral­stoff. Sei­ne Be­deu­tung für die Wi­der­stands­fä­hig­keit des Ge­hirns ist zen­tral. Sein Nut­zen könn­te so­gar über die in die­ser Über­sicht be­han­del­ten Er­kran­kun­gen hin­aus­ge­hen. For­schungs­er­geb­nis­se deu­ten bei­spiels­wei­se auch auf sei­ne po­ten­tiel­le Rol­le bei der Ver­bes­se­rung des Schla­fes und der Ver­rin­ge­rung von Angst­zu­stän­den hin. Um die­se Vor­tei­le nut­zen zu kön­nen, müs­sen wir je­doch der Tat­sa­che ins Au­ge blicken, dass vie­le Men­schen, ins­be­son­de­re äl­te­re Er­wach­se­ne, nicht ge­nü­gend Mag­ne­sium über ih­re Er­näh­rung auf­neh­men. Häu­fi­ge Ur­sa­chen für ei­nen Man­gel sind ei­ne un­ge­sun­de Er­näh­rung (ins­be­son­de­re mit ei­nem ho­hen An­teil an ver­ar­bei­te­ten Le­bens­mit­teln), chro­ni­scher Stress, be­stimm­te Me­di­ka­men­te und Er­kran­kun­gen, die die Auf­nah­me be­ein­träch­ti­gen.

Die emp­foh­le­ne Ta­ges­do­sis (RDA) für Mag­ne­sium liegt bei Män­nern bei et­wa 400-420 mg und bei Frau­en bei 310-320 mg pro Tag. Groß an­ge­leg­te Be­fra­gun­gen zei­gen je­doch im­mer wie­der, dass ein er­heb­li­cher Teil der Be­völ­ke­rung die­sen Be­darf nicht deckt. Zu den mag­ne­sium­rei­chen Nah­rungs­mit­teln zäh­len grü­nes Blatt­ge­mü­se, Nüs­se, Sa­men, Voll­korn­pro­duk­te, Hül­sen­früch­te und dunk­le Scho­ko­la­de. Doch selbst bei ei­ner ge­sun­den Er­näh­rung kön­nen mo­der­ne An­bau­me­tho­den und Le­bens­mit­tel­ver­ar­bei­tung den Mag­ne­sium­ge­halt in un­se­ren Le­bens­mit­teln ver­rin­gern – da­her ist ei­ne Nah­rungs­er­gän­zung ei­ne sinn­vol­le Ent­schei­dung.

Die vor­lie­gen­de Un­ter­su­chung zeigt ein­deu­tig, dass Mag­ne­sium ein wir­kungs­vol­ler, aber oft un­ter­schätz­ter Ver­bün­de­ter für die Ge­sund­heit des Ge­hirns ist. Von der Ver­bes­se­rung der Stim­mung über die Lin­de­rung von Mi­grä­ne bis hin zur Vor­beu­gung von De­menz spielt es ei­ne Viel­zahl schüt­zen­der Rol­len. Kon­se­quen­ter­weise dürf­te die Be­he­bung ei­nes Mag­ne­sium­man­gels al­so ei­ne der ein­fachs­ten und wir­kungs­volls­ten Maß­nah­men sein, die wir er­grei­fen kön­nen, um ei­ne ge­sun­de Ge­hirn­funk­tion zu un­ter­stüt­zen.

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Paul Anthony Taylor
Paul Anthony Taylor
Executive Director of the Dr. Rath Health Foundation and one of the coauthors of our explosive book, “The Nazi Roots of the ‘Brussels EU'”, Paul is also our expert on the Codex Alimentarius Commission and has had eye-witness experience, as an official observer delegate, at its meetings.

Prior to joining the Foundation, Paul's background was in the music industry, where he worked as a keyboard player and programmer with artists including Paul McCartney, Bryan Ferry, Bill Withers, the Verve, Texas, and Primal Scream.

He first became interested in natural health after falling ill with a chronic fatigue syndrome-related disorder in 1991 and subsequently making a full recovery through the use of natural health therapies. After meeting Dr. Rath and Dr. Niedzwiecki at an anti-Codex rally in Berlin in 2002, Paul was inspired to make a life-changing decision to leave the music industry to work for the Foundation and help defend the right of patients worldwide to have free access to natural health approaches.

You can find Paul on Twitter at @paulanthtaylor
Der Executive Director der Dr. Rath Health Foundation ist einer der Koautoren des explosiven Buchs „Die Nazi-Wurzeln der Brüsseler EU“. Paul ist auch unser Experte zum Thema „Codex Alimentarius-Kommission“ und hat Augenzeugenerfahrung als offizieller beobachtender Teilnehmer bei diesen Treffen.

Bevor er seine Arbeit bei der Stiftung antrat war Paul in der Musikindustrie aktiv. Er arbeitete als Keyboard-Spieler und Programmierer mit Künstlern wie Paul McCartney, Bryan Ferry, Bill Withers, the Verve, Texas und Primal Scream.

Sein Interesse an natürlicher Gesundheit wuchs, als er 1991 an Störungen erkrankte, die aus einem chronischen Erschöpfungssyndrom resultierten. Durch natürliche Gesundheitstherapien wurde er schließlich vollständig geheilt. Ein Treffen 2002 mit Dr. Rath und Dr. Niedzwiecki bei einer Anti-Codex-Demonstration in Berlin inspirierte ihn zu einer lebensverändernden Entscheidung und er verließ die Musikindustrie um für die Stiftung zu arbeiten und das Recht der Patienten zu verteidigen, weltweit freien Zugang zu natürlichen Gesundheitsverfahren zu haben.

Auf Twitter ist Paul unter @paulanthtaylor zu finden.