

Die anhaltende Belastung durch die zunehmenden globalen Krisen hat den Hunger in Afrika und im Nahen Osten verschärft, warnen die Organisationen der Vereinten Nationen.
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Diese neue Analyse der Vereinten Nationen (UN) warnt vor einem dramatischen Anstieg der Hungersnot in Afrika und im Nahen Osten. Der Bericht mit dem Titel State of Food Security and Nutrition in the World 2025 (SOFI) zeigt, dass im Jahr 2024 mehr als 307 Millionen Menschen in Afrika (über 20 Prozent der Bevölkerung der Region) von Hunger betroffen waren. Im Nahen und Mittleren Osten waren demnach 39 Millionen Menschen (fast 13 Prozent der Bevölkerung) in ähnlicher Weise betroffen. Weltweit schätzt der Bericht, dass im Jahr 2024 bis zu 720 Millionen Menschen, also 8,8 Prozent der Weltbevölkerung, von Hunger betroffen sein könnten.
Laut UN-Vertretern destabilisieren die sich überschneidenden Krisen – durch Krieg, wirtschaftliche Schocks und Umweltzerstörung – erheblich die Ernährungssysteme und führen zu weit verbreiteter Not. Kleinbauern, die bis zu 70 Prozent der Lebensmittel in Afrika produzieren, sind besonders gefährdet. Die Situation ist vor allem in Konfliktgebieten gravierend, wo die Lebensmittelketten unterbrochen sind und die Bevölkerung unter katastrophaler Hungersnot leidet.
Laut der Integrated Food Security Phase Classification (IPC) befinden sich derzeit weltweit mehr als 35 Millionen Menschen in einer Notsituation, und fast 2 Millionen Menschen sind von einer »Katastrophe« betroffen, der extremsten Stufe der Ernährungsunsicherheit. Der Gazastreifen ist das am stärksten betroffene Gebiet, das jemals registriert wurde. 100 Prozent der Bevölkerung – über 1,1 Millionen Menschen – sind derzeit von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen, doppelt so viele wie 2023. Auch der Südsudan, der Sudan, der Jemen und Haiti sind mit einer katastrophalen Lage konfrontiert.
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