

Die Europäische Kommission hat zugelassen, dass entscheidende Textnachrichten zwischen der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und dem CEO von Pfizer im Zuge der Verhandlungen über den COVID-19-Impfstoff verschwunden sind, wie aus einem Brief an die New York Times hervorgeht.
[Quelle: euractiv.com]

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Die Europäische Kommission behauptet unverfroren, Textnachrichten, die zwischen ihrer Präsidentin Ursula von der Leyen und dem CEO von Pfizer, Albert Bourla, während der Verhandlungen über den COVID-19-Impfstoff ausgetauscht wurden, seien angeblich verschwunden. Die Nachrichten wurden seit 2022 von der New York Times angefordert und wurden zum Gegenstand eines Rechtsstreits. Trotz eines Gerichtsurteils, das die Herausgabe bestimmte, behauptet die Kommission nun, die Nachrichten seien nie für den öffentlichen Zugang aufbewahrt worden. Von der Leyens Kabinettschef Björn Seibert soll die Texte 2021 gelesen und beschlossen haben, sie nicht aufzubewahren, mit der Begründung, sie seien nur zur Vereinbarung von Telefonaten verwendet worden.
Die Erklärung der Kommission besagt weiter, dass Von der Leyens Telefon mehrmals ausgetauscht wurde und dass ältere Geräte gelöscht und recycelt wurden, wodurch eine Wiederherstellung der Texte unmöglich sei. Kritiker argumentieren jedoch, dass dies Teil eines umfassenderen Musters der Verdunkelung im Zusammenhang mit dem größten Impfstoffvertrag der EU aller Zeiten ist, einschließlich nicht offengelegter Verhandlungsdetails und finanzieller Konditionen.
In einem bedeutenden Urteil vom Mai 2025 erklärten die Richter des Europäischen Gerichtshofs, dass die Kommission ihren Transparenzpflichten nicht nachgekommen sei und glaubwürdige Erklärungen für die fehlenden Unterlagen liefern müsse. Sollte sie sich dazu entschließen, könne die New York Times erneut vor Gericht ziehen, um die anhaltende Nichtvorlage der Unterlagen weiter anzufechten.
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