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Stu­die deckt fünf »⁠Ver­schrei­bungs­kas­ka­den⁠« auf, die äl­te­re Er­wach­se­ne ge­fähr­den könn­ten

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Meldung

»⁠Ver­schrei­bungs­kas­ka­den⁠« tre­ten auf, so­bald ein Me­di­ka­ment zur Be­hand­lung oder Vor­beu­gung ei­ner Ne­ben­wir­kung ei­nes an­de­ren Me­di­ka­ments ein­ge­setzt wird. Der Pa­tient lei­det dann nicht nur un­ter der ur­sprüng­li­chen Ne­ben­wir­kung, son­dern ist auch zu­sätz­li­chen Ri­si­ken durch das zwei­te Me­di­ka­ment aus­ge­setzt.
[Quelle: medicalxpress.com]

[Bildquelle: Adobe Stock]

Kommentar

Die­se von For­schern des Uni­ver­si­ty Col­le­ge Cork in Ir­land durch­ge­führ­te Stu­die er­mit­tel­te fünf sig­ni­fi­kan­te »⁠Ver­schrei­bungs­kas­ka­den⁠« – Si­tu­a­tio­nen, in de­nen ein Me­di­ka­ment zur Be­hand­lung der Ne­ben­wir­kun­gen ei­nes an­de­ren Me­di­ka­ments ver­schrie­ben wird. Da­bei wur­de spe­ziell die Ge­fahr be­trach­tet, die für äl­te­re Er­wach­se­ne von je­ner Mehr­fach­me­di­ka­tion aus­ge­hen kann. Auf­tre­ten kön­nen sol­che Kas­ka­den, wenn Ne­ben­wir­kun­gen fälsch­li­cher­wei­se als neue Er­kran­kun­gen in­ter­pre­tiert und als Grund­la­ge für die Ein­nah­me un­nö­ti­ger, po­ten­tiell schäd­li­cher zu­sätz­li­cher Me­di­ka­men­te her­an­ge­zo­gen wer­den.

Die in der Fach­zeit­schrift The An­nals of Fa­mi­ly Me­di­cine ver­öf­fent­lich­te Stu­die ana­ly­sier­te na­tio­na­le Ver­schrei­bungs­da­ten von über ei­ner hal­ben Mil­lion iri­scher Er­wach­se­ner im Al­ter von 65 Jah­ren und äl­ter zwi­schen 2017 und 2020. Un­ter Ver­wen­dung ei­ner als »⁠Ver­schrei­bungs­se­quenz-​Sym­me­trie­ana­ly­se⁠« be­kann­ten Me­tho­de un­ter­such­ten die For­scher neun be­kann­te Ver­schrei­bungs­kas­ka­den in­ner­halb ei­nes Zeit­raums von ei­nem Jahr.

Fünf Kas­ka­den zeig­ten ein kla­res Mus­ter, bei dem ein Me­di­ka­ment wahr­schein­lich die Ver­schrei­bung ei­nes an­de­ren nach sich zog. Da­zu ge­hör­ten Cal­cium­ka­nal­blocker, die zur Ver­wen­dung von Di­u­re­ti­ka führ­ten, Al­pha-​1-​Blocker, die zu ves­ti­bu­lä­ren Se­da­ti­va führ­ten, se­lek­ti­ve Se­ro­to­nin-​Wie­der­auf­nah­me­hem­mer (SSRIs) oder se­lek­ti­ve Nor­a­dre­na­lin-​Wie­der­auf­nah­me­hem­mer (SNRIs), die zu »⁠Schlaf­mit­teln⁠« führ­ten, Ben­zo­di­a­ze­pi­ne, die zu An­ti­psy­cho­ti­ka führ­ten, und An­ti­psy­cho­ti­ka, die zu An­ti-​Par­kin­son-​Me­di­ka­men­ten führ­ten.

Eine zen­tra­le Ge­schäfts­stra­te­gie von Phar­ma­un­ter­neh­men be­steht da­rin, wis­sent­lich Me­di­ka­men­te mit schäd­li­chen Ne­ben­wir­kun­gen zu ver­mark­ten und so neue Krank­hei­ten zu ge­ne­rie­ren. Um hie­rü­ber mehr zu er­fah­ren, le­sen Sie die Ge­set­ze der Phar­ma­in­dus­trie auf un­se­rer Web­sei­te.

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