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Bur­ki­na Fa­so lehnt Bill Gates’ Plan zur Schaf­fung gen­tech­nisch ver­än­der­ter Mücken­ar­ten ab

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Meldung

Die Mi­li­tär­re­gie­rung von Bur­ki­na Fa­so un­ter Ibra­him Tra­o­ré hat die so­for­ti­ge Ein­stel­lung ei­ner von dem US-​Mil­li­ar­där Bill Gates un­ter­stütz­ten Ini­ti­a­ti­ve an­ge­or­dnet, bei der gen­tech­nisch ver­än­der­te In­sek­ten zur Be­kämp­fung von Ma­la­ria und an­de­ren durch Mücken über­tra­ge­nen Krank­hei­ten ein­ge­setzt wer­den sol­len.
[Quelle: businessinsider.com]

[Bildquelle: Wikimedia]

Kommentar

Noch vor Ver­hän­gung die­ses Ver­bots hat­te die von Bill Gates un­ter­stütz­te Ini­ti­a­ti­ve, die vom in­ter­na­tio­na­len For­schungs­kon­sor­tium Tar­get Ma­la­ria ge­lei­tet wird, be­reits Schwär­me ver­än­der­ter männ­li­cher Mücken frei­ge­setzt, die die Fort­pflan­zung der Ma­la­ria über­tra­gen­den weib­li­chen Mücken un­ter­drücken soll­ten. Die Be­hör­den von Bur­ki­na Fa­so ord­ne­ten die so­for­ti­ge Ein­stel­lung al­ler lau­fen­den Ak­ti­vi­tä­ten und die Ver­nich­tung der vor­han­de­nen Exem­pla­re an und ver­wie­sen da­bei auf die Not­wen­dig­keit stren­ger Bio­si­cher­heits­pro­to­kol­le. Der Schritt er­folgt im Rah­men ei­nes um­fas­sen­de­ren har­ten Durch­grei­fens ge­gen­über aus­län­disch fi­nan­zier­ten Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen (NGOs), die in dem Land tä­tig sind.

Das Pro­jekt stieß auf wach­sen­den Wi­der­stand von lo­ka­len Ak­ti­vis­ten und zi­vil­ge­sell­schaft­li­chen Grup­pen. Kri­ti­ker ar­gu­men­tier­ten, dass die Gene-​Drive-​Tech­no­lo­gie, wel­che ste­ri­li­sie­ren­de Ei­gen­schaf­ten in Mücken­po­pu­la­tio­nen ver­brei­tet, un­vor­her­seh­bar und mög­li­cher­wei­se ir­re­ver­si­bel ist und tief­grei­fen­de öko­lo­gi­sche und mo­ra­li­sche Fra­gen auf­wirft. Die Geg­ner äu­ßer­ten über­dies Be­den­ken hin­sicht­lich eines wis­sen­schaft­li­chen Neo­ko­lo­nia­lis­mus und wie­sen da­rauf hin, dass die Mücken­stäm­me in eu­ro­pä­i­schen La­bors ent­wickelt wur­den, wäh­rend afri­ka­ni­sche Ge­mein­den als Test­ge­bie­te ge­nutzt wer­den. Ak­ti­vis­ten be­trach­ten die Ex­pe­ri­men­te als ris­kant und Bur­ki­na Fa­so von au­ßen auf­ge­zwun­gen. Ent­spre­chend fei­er­ten sie de­ren jet­zi­ge Aus­set­zung als Sieg.

Ei­nen ent­schei­den­den Schlag hat­te be­reits der Obers­te Ge­richts­hof Ke­nias der Bill-​und-​Me­lin­da-​Gates-​Stif­tung ver­setzt, in­dem er ihr ei­ne Rei­he höchst um­strit­te­ner ju­ris­ti­scher Im­mu­ni­tä­ten und Pri­vi­le­gien ent­zog, die ihr zu­vor in die­sem Land ge­währt wor­den wa­ren. Um da­rü­ber mehr zu er­fah­ren, le­sen Sie die­sen Ar­ti­kel auf un­se­rer Web­sei­te.

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