

Die Militärregierung von Burkina Faso unter Ibrahim Traoré hat die sofortige Einstellung einer von dem US-Milliardär Bill Gates unterstützten Initiative angeordnet, bei der gentechnisch veränderte Insekten zur Bekämpfung von Malaria und anderen durch Mücken übertragenen Krankheiten eingesetzt werden sollen.
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Noch vor Verhängung dieses Verbots hatte die von Bill Gates unterstützte Initiative, die vom internationalen Forschungskonsortium Target Malaria geleitet wird, bereits Schwärme veränderter männlicher Mücken freigesetzt, die die Fortpflanzung der Malaria übertragenden weiblichen Mücken unterdrücken sollten. Die Behörden von Burkina Faso ordneten die sofortige Einstellung aller laufenden Aktivitäten und die Vernichtung der vorhandenen Exemplare an und verwiesen dabei auf die Notwendigkeit strenger Biosicherheitsprotokolle. Der Schritt erfolgt im Rahmen eines umfassenderen harten Durchgreifens gegenüber ausländisch finanzierten Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die in dem Land tätig sind.
Das Projekt stieß auf wachsenden Widerstand von lokalen Aktivisten und zivilgesellschaftlichen Gruppen. Kritiker argumentierten, dass die Gene-Drive-Technologie, welche sterilisierende Eigenschaften in Mückenpopulationen verbreitet, unvorhersehbar und möglicherweise irreversibel ist und tiefgreifende ökologische und moralische Fragen aufwirft. Die Gegner äußerten überdies Bedenken hinsichtlich eines wissenschaftlichen Neokolonialismus und wiesen darauf hin, dass die Mückenstämme in europäischen Labors entwickelt wurden, während afrikanische Gemeinden als Testgebiete genutzt werden. Aktivisten betrachten die Experimente als riskant und Burkina Faso von außen aufgezwungen. Entsprechend feierten sie deren jetzige Aussetzung als Sieg.
Einen entscheidenden Schlag hatte bereits der Oberste Gerichtshof Kenias der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung versetzt, indem er ihr eine Reihe höchst umstrittener juristischer Immunitäten und Privilegien entzog, die ihr zuvor in diesem Land gewährt worden waren. Um darüber mehr zu erfahren, lesen Sie diesen Artikel auf unserer Webseite.