

Eine neue Studie legt nahe, dass Ärzte in den nächsten Jahren möglicherweise in der Lage sein werden, Anzeichen von Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen mithilfe routinemäßiger Augenuntersuchungen zu erkennen, lange bevor Symptome auftreten.
[Quelle: medicalxpress.com]

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Diese an Mäusen mit einer bekannten genetischen Mutation durchgeführte Studie ergab, dass abnormale Veränderungen in den Blutgefäßen der Netzhaut jenen vaskulären Veränderungen im Gehirn, die mit dem Demenzrisiko in Verbindung stehen, sehr ähnlich sind. Da die Netzhaut Teil des zentralen Nervensystems ist und strukturelle und zelluläre Ähnlichkeiten mit dem Gehirn aufweist, betrachten Wissenschaftler sie als ein zugängliches ›Fenster‹ zur Gesundheit des Gehirns. Augenuntersuchungen werden somit zu einem vielversprechenden Instrument der Frühdiagnostik.
Mäuse mit der genetischen Mutation, so das Ergebnis der Studie, entwickelten im Alter von sechs Monaten verdrehte, verengte und geschwollene Netzhautgefäße: Hinweis auf eine Beeinträchtigung des Blutflusses und einen verminderten Nährstofftransport. Beobachtet werden derlei Gefäßanomalien auch bei Menschen mit Demenz und Bluthochdruck. Sie deuten also auf ein systemisches Problem hin und nicht auf einen Defekt, der auf das Gehirn oder die Augen beschränkt ist. Als weiteren Faktor, der auf eine umfassendere Rolle der Gefäßgesundheit bei neurodegenerativen Erkrankungen hinweist, identifizierten die Forscher gestörte Proteinmuster, die die Energieproduktion, die Abfallbeseitigung und die Aufrechterhaltung der Blutgefäße beeinträchtigen. Bemerkenswert ist, dass weibliche Mäuse mit zunehmendem Alter schlechtere Ergebnisse zeigten, was die höhere Prävalenz von Demenz bei Frauen widerspiegelt.
Die Forschungsresultate gründen auf früheren Arbeiten, die ähnliche Schäden an den Hirngefäßen bei Mäusen mit derselben Mutation zeigten. Sie geben Anlass, die Untersuchungen auf Humanstudien auszuweiten. Sollten sich diese Befunde beim Menschen bestätigen, könnten Netzhautscans Ärzten möglicherweise eine einfache, nicht-invasive Methode bieten, um Risikopatienten Jahrzehnte vor dem Auftreten von Gedächtnisverlust zu identifizieren, sodass Präventionsmaßnahmen eher eingeleitet werden können.
Informationen zu Studien über Alzheimer, die von Wissenschaftlern des Dr. Rath Forschungsinstituts durchgeführt wurden, finden Sie in diesem Artikel auf unserer Webseite.
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