

Während die Rolle von Folsäure bei der Unterstützung des Wachstums und der Entwicklung des Fötus bereits gut bekannt ist, deutet eine neue Studie unter der Leitung der Stanford Universität darauf hin, dass sie auch dazu beitragen kann, den biologischen Alterungsprozess bei älteren Erwachsenen zu verlangsamen.
[Quelle: nutraingredients-usa.com]

[Bildung: Adobe Stock]
Diese im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichte Studie untersuchte, wie bestimmte Nährstoffe mit dem biologischen Alterungsprozess in Verbindung stehen könnten. In den Fokus genommen wurde dazu ein universeller Stoffwechselweg, der als ›one-carbon metabolism‹ bezeichnet wird. Dieser Prozess ist auf B-Vitamine wie Folsäure und Vitamin B12 angewiesen. Die Forscher werteten Daten von über 2 300 Erwachsenen in den Vereinigten Staaten im Alter von 50 Jahren und älter aus. Bei ihnen erfassten sie sowohl deren Blutspiegel von Nährstoffen wie Folsäure, Vitamin B12 und Homocystein als auch mehrere Marker für ›epigenetisches Altern‹, also durch äußere Faktoren beeinträchtigte Regulation der Gene. Diese Marker, die auf DNA-Veränderungen basieren, sollen ein genaueres Bild davon vermitteln, wie schnell jemand biologisch altert, verglichen mit seinem tatsächlichen Lebensalter.
Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass höhere Folsäurespiegel mit einem langsameren biologischen Alterungsprozess verbunden waren. So ging beispielsweise eine Verdopplung des Serumfolatspiegels mit niedrigeren Werten bei mehreren Alterungsmessungen einher. Folsäure wurde auch mit etwas längeren Telomeren in Verbindung gebracht, den Schutzkappen an den Enden der Chromosomen, die sich mit zunehmendem Alter verkürzen. Im Gegensatz dazu waren höhere Homocysteinspiegel – ein Marker für einen Mangel an B-Vitaminen – bei mehreren Messungen mit einem rascheren biologischen Alterungsprozess verbunden.
Die Studie ergab auch, dass Lebensstil und gesundheitliche Faktoren diese Zusammenhänge beeinflussten. Der positive Effekt von Folsäure schwächte sich etwa ab, wenn die Forscher Faktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum und Nierenfunktion berücksichtigten. Insbesondere das Rauchen wirkte sich auf den Zusammenhang zwischen Homocystein und Alterung aus, während Nierenerkrankungen die Rolle von Vitamin B12 beeinträchtigen.
Zu den Empfehlungen von Dr. Rath zur Zellgesundheit hinsichtlich der täglichen Zufuhr von Folsäure, Vitamin B12 und anderen wichtigen Mikronährstoffen gelangen Sie hier auf unserer Webseite.