

Eine mit einem Forschungsprojekt verbundene Studie, die in der Fachzeitschrift Osteoporosis International veröffentlicht wurde, hat 62 wissenschaftliche Artikel ausgewertet und festgestellt, dass Mikroplastik die Knochengesundheit schädigt.
[Quelle: medicalxpress.com]

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Die Verschmutzung durch Plastik ist zu einem der drängendsten globalen Umweltprobleme geworden. Jährlich werden über 400 Millionen Tonnen produziert. Plastik verschmutzt nicht nur die Ozeane, sondern beeinträchtigt auch direkt die menschliche Gesundheit. Winzige Plastikpartikel, die von Alltagsgegenständen wie Kleidung, Möbeln und Verpackungen abgegeben werden, können eingeatmet, verschluckt oder über die Haut aufgenommen werden. Forscher haben sie entsprechend im menschlichen Blut, im Gehirn, in der Plazenta, in der Muttermilch und sogar im Knochengewebe gefunden.
Nach Auswertung von 62 bis dahin erschienenen wissenschaftlichen Studien kommt diese aktuelle Übersicht zu dem Schluss, dass Mikroplastik die Aktivität von Knochenmarkstammzellen stören, Entzündungen fördern und die Alterung von Knochengewebezellen beschleunigen kann. Kunststoffpartikel scheinen die Bildung von Osteoklasten – Zellen, die Knochen abbauen – zu fördern, was zu einer schwächeren Knochenstruktur, Deformitäten und in Tierversuchen sogar zu einem Stillstand des Skelettwachstums führt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Partikel tief in das Knochenmark eindringen und dessen Stoffwechsel und langfristige Festigkeit beeinträchtigen können.
Vor dem Hintergrund, dass osteoporosebedingte Knochenbrüche bis 2050 weltweit voraussichtlich um 32 Prozent zunehmen sollen, ist es laut Forschern von entscheidender Bedeutung zu verstehen, wie Umweltfaktoren wie die Belastung durch Mikroplastik zu diesem Trend beitragen.
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