

Eine groß angelegte europäische Studie hat ergeben, dass Pestizidrückstände nach wie vor weit verbreitet in Ackerböden und Nutzpflanzen zu finden sind und dass Spuren davon jahrzehntelang bestehen bleiben.
[Quelle: thescottishfarmer.co.uk]

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Zwischen 2010 und 2022 stieg der Pestizideinsatz in der EU um 12 Prozent von 402.229 auf 449.038 Tonnen. Forscher warnen, dass weniger als 15 Prozent der eingesetzten Pestizide ihre Zielschädlinge erreichen. Der Rest kontaminiert Boden, Luft und Wasser, bedroht die Artenvielfalt und stellt Risiken für die menschliche Gesundheit dar, darunter Krebserkrankungen sowie Störungen des Nerven-, Hormon- und Herz-Kreislauf-Systems.
Das Projekt SoildiverAgro unter der Leitung von Wissenschaftlern der Universität Vigo testete 614 Pestizide auf 188 Weizenfeldern in acht europäischen Ländern und fand Rückstände in 99 Prozent der konventionell bewirtschafteten Parzellen – und sogar in vielen biologisch bewirtschafteten. Von den 35 Pestizidverbindungen, die in biologischen Böden gefunden wurden, war nur eine für den ökologischen Landbau zugelassen, während die meisten anderen seit Jahren oder sogar Jahrzehnten verboten waren.
Die Forscher warnen, dass Pestizide, sobald sie in die Umwelt gelangen, dort verbleiben und sich durch Luft-, Wasser- und Bodenbewegungen zwischen den Feldern ausbreiten können, wodurch eine Dekontaminierung extrem schwierig wird. Persistente Fungizide wie Epoxiconazol und Insektizide wie Imidacloprid wurden als besonders schädlich für Ökosysteme identifiziert.
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