YouTube will we­gen ›⁠Fehl­in­for­ma­tio­nen⁠‹ zu COVID-​19 ge­sperr­te Ka­nä­le wie­der­her­stel­len
30. September 2025
Blut­ana­ly­se zeigt welt­weit ver­brei­te­ten Ome­ga-​3-​Man­gel
3. Oktober 2025

Vor­ma­li­ger fran­zö­si­scher Prä­si­dent Sar­ko­zy zu 5 Jah­ren Haft ver­ur­teilt

Fragen? Kontaktieren Sie uns!

Meldung

Der ehe­ma­li­ge fran­zö­si­sche Prä­si­dent Ni­co­las Sar­ko­zy wur­de zu fünf Jah­ren Haft ver­ur­teilt, nach­dem er in ei­nem Fall im Zu­sam­men­hang mit Mil­li­o­nen Eu­ro il­le­ga­ler Gel­der des ver­stor­be­nen li­by­schen Macht­ha­bers Mu­am­mar al-​Gad­da­fi we­gen kri­mi­nel­ler Ver­schwö­rung für schul­dig be­fun­den wor­den war.
[Quelle: bbc.co.uk]

[Bildquelle: Wikimedia]

Kommentar

Sar­ko­zy, der Frank­reich von 2007 bis 2012 re­gier­te, be­harrt da­rauf, dass der Fall po­li­tisch mo­ti­viert sei, und hat an­ge­kün­digt, Be­ru­fung ein­zu­le­gen. Den­noch be­deu­tet das Ur­teil, dass er in den kom­men­den Ta­gen noch ins Ge­fäng­nis kom­men könn­te – ei­ne Pre­mie­re für ei­nen ehe­ma­li­gen fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten.

Die Vor­wür­fe be­ru­hen auf Be­haup­tun­gen, dass Sar­ko­zys Wahl­kampf 2007 mit bis zu 50 Mil­li­o­nen Eu­ro aus Li­by­en fi­nan­ziert wur­de, als Ge­gen­leis­tung für Un­ter­stüt­zung bei der Wie­der­her­stel­lung von Gad­da­fis in­ter­na­tio­na­lem An­se­hen. Rich­te­rin Na­tha­lie Ga­va­ri­no sag­te, Sar­ko­zy ha­be en­gen Ver­trau­ten ge­stat­tet, li­by­sche Be­am­te um fi­nan­ziel­le Un­ter­stüt­zung zu bit­ten.

Die 2013 ein­ge­lei­te­te Un­ter­su­chung wur­de durch An­schul­di­gun­gen von Gad­da­fis Sohn Saif al-​Is­lam und die Aus­sa­ge des li­ba­ne­si­schen Ge­schäfts­manns Ziad Ta­ki­ed­dine aus­ge­löst, der be­haup­te­te, Be­wei­se für ei­ne li­by­sche Fi­nan­zie­rung zu ha­ben. Meh­re­re Mit­ar­bei­ter, da­run­ter die ehe­ma­li­gen In­nen­mi­nis­ter Claude Gué­ant und Brice Horte­feux, wur­den eben­falls we­gen ähn­li­cher Vor­wür­fe ver­ur­teilt, wäh­rend Sar­ko­zys Ehe­frau Car­la Bru­ni-​Sar­ko­zy we­gen Be­weis­mit­tel­un­ter­schla­gung se­pa­rat an­ge­klagt ist.

Dies ist der jüngs­te in ei­ner Rei­he von Rechts­strei­tig­kei­ten für Sar­ko­zy, der be­reits we­gen über­höh­ter Wahl­kampf­aus­ga­ben und ver­such­ter Be­ste­chung eines Rich­ters ver­ur­teilt wur­de. All dies macht sei­nen Sturz zu ei­nem der dra­ma­tischs­ten in der mo­der­nen fran­zö­si­schen Po­li­tik.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu Ni­co­las Sar­ko­zy, über die Ge­fahr, die er für den Welt­frie­den dar­stell­te, und sei­ne da­ma­li­ge Rol­le als wich­tigs­ter geo­po­li­ti­scher In­te­res­sen­ver­tre­ter des Phar­ma­kar­tells fin­den Sie in Dr. Raths Of­fe­nen Brie­fen aus den Jah­ren 2007 und 2010 in der New York Times.

Share this post: