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So ma­ni­pu­lier­te die Che­mie­in­dus­trie ei­ne neue Zu­las­sung der Eu­ro­pä­i­schen Un­ion für ein um­strit­te­nes Pes­ti­zid

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Meldung

Es gibt im­mer mehr Hin­wei­se da­rauf, dass Gly­pho­sat, das welt­weit am häu­figs­ten ver­wen­de­te Un­kraut­ver­nich­tungs­mit­tel, ernst­haf­te Ri­si­ken für die mensch­li­che Ge­sund­heit und die Um­welt birgt. Den­noch hat die Eu­ro­pä­i­sche Un­ion (EU) im De­zem­ber 2023 des­sen Ver­wen­dung für wei­te­re zehn Jah­re ge­neh­migt. Ein in­ter­na­tio­na­les Jour­na­lis­ten­team hat her­aus­ge­fun­den, dass die che­mi­sche In­dus­trie ge­nau die Do­ku­men­te for­mu­liert, auf die sich die Re­gu­lie­rungs­be­hör­den stüt­zen.
[Quelle: investigativedesk.com]

[Bildquelle: Freepik]

Kommentar

Ob­wohl das Zu­las­sungs­ver­fah­ren für Che­mi­ka­lien von der EU als wis­sen­schaft­lich fun­diert und un­ab­hän­gig dar­ge­stellt wird, leg­ten Jour­na­lis­ten of­fen, dass die Pes­ti­zid­her­stel­ler selbst – or­ga­ni­siert in der so­ge­nann­ten ›⁠Gly­pho­sate Re­newal Group⁠‹ (GRG) – für die Zu­sam­men­stel­lung und Fil­te­rung der wis­sen­schaft­li­chen Li­te­ra­tur ver­ant­wort­lich wa­ren. In­fol­ge­des­sen wur­den von den ur­sprüng­lich mehr als 12 000 iden­ti­fi­zier­ten Gly­pho­sat-​Stu­dien über 98 Pro­zent aus­ge­schlos­sen, so­dass nur 191 Stu­dien üb­rig blie­ben, die als re­le­vant und zu­ver­läs­sig ein­ge­stuft wur­den.

Die Jour­na­lis­ten ent­hüll­ten, dass un­ab­hän­gi­ge, von Fach­kol­le­gen be­gut­ach­te­te Gly­pho­sat-​Stu­dien, die auf Um­welt­schä­den, Krebs­ri­si­ken, DNA-​Schä­den oder ne­ga­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Ge­burt durch das Un­kraut­ver­nich­tungs­mit­tel hin­wei­sen, von der Eu­ro­pä­i­schen Be­hör­de für Le­bens­mit­tel­si­cher­heit (EFSA) wie­der­holt aus tech­ni­schen Grün­den ab­ge­lehnt wur­den. Im Ge­gen­satz da­zu wur­den von der In­dus­trie fi­nan­zier­te Stu­dien und von der In­dus­trie ver­fass­te For­mu­lie­run­gen oft di­rekt in of­fi­ziel­le Be­wer­tungs­be­rich­te auf­ge­nom­men. Die eu­ro­pä­i­schen Re­gu­lie­rungs­be­hör­den kon­zen­trier­ten sich zu­dem eng auf Gly­pho­sat als Ein­zel­che­mi­ka­lie und schlos­sen Stu­dien zu re­a­len kom­mer­ziel­len For­mu­lie­run­gen aus – trotz Hin­wei­sen da­rauf, dass die­se Mi­schun­gen mög­li­cher­wei­se to­xi­scher sind –, wo­durch po­ten­tiell schwer­wie­gen­de Ri­si­ken her­un­ter­ge­spielt wer­den konn­ten.

Um die schockie­ren­de Wahr­heit über die his­to­ri­schen Ur­sprün­ge der EU zu er­fah­ren, le­sen Sie un­ser Buch Die Na­zi-​Wur­zeln der ›⁠Brüs­se­ler EU⁠‹.

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