

Die Exposition gegenüber Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS), einer Klasse hochpersistenter Umweltchemikalien, die gemeinhin als ›ewige Chemikalien‹ bezeichnet werden, ist laut einer neuen systematischen Überprüfung und Metaanalyse mit einem höheren Risiko für Diabetes mellitus bei Schwangeren und veränderten Markern für Insulinresistenz und Insulinsekretion verbunden.
[Quelle: medicalxpress.com]

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Diese Studie, die von Forschern der Icahn School of Medicine am Mount Sinai in New York durchgeführt wurde und in der Fachzeitschrift eClinicalMedicine erschien, gilt als die bislang umfassendste zu diesem Thema. Sie untersucht nicht nur Diabetesdiagnosen, sondern auch zugrunde liegende biologische Marker wie Insulinresistenz und Insulinsekretion in verschiedenen Lebensphasen. Die stärksten und konsistentesten Zusammenhänge wurden während der Schwangerschaft festgestellt, während die Beweise für einen Zusammenhang zwischen PFAS-Exposition und Typ-1- oder Typ-2-Diabetes weiterhin nicht schlüssig sind.
PFAS kommen in Alltagsprodukten wie Lebensmittelverpackungen, Antihaft-Kochgeschirr, schmutzabweisenden Textilien und Feuerlöschschäumen vor und reichern sich im Laufe der Zeit im Körper an. Frühere Studien zu PFAS und Diabetes haben zu unterschiedlichen Ergebnissen geführt, aber diese Übersichtsarbeit ging einen Schritt weiter und analysierte kontinuierliche klinische Marker, die oft einer Erkrankung vorausgehen. Die Autoren heben Schwangerschaft als besonders sensible Phase hervor und vermuten, dass die PFAS-Exposition Stoffwechselprozesse zu einem Zeitpunkt stören könnte, zu dem die Insulinregulation bereits unter Belastung steht.
Die Ergebnisse haben wichtige klinische und gesundheitspolitische Implikationen, da Schwangerschaftsdiabetes das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen erhöht. Überdies steigt dadurch die Wahrscheinlichkeit, dass sowohl Mutter als auch Kind später im Leben an Typ-2-Diabetes erkranken. Die Forscher plädieren dafür, dass die Belastung durch Umweltchemikalien als Teil der routinemäßigen Risikobewertung und Vorsorge berücksichtigt werden sollte, insbesondere vor und während der Schwangerschaft.
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