

Amerikaner sollten mehr Vollwertkost und Proteine zu sich nehmen und weniger stark verarbeitete Nahrungsmittel sowie weniger zugesetzten Zucker, so die neueste Ausgabe der Ernährungsempfehlungen, die von der Trump-Regierung veröffentlicht wurde.
[Quelle: medicalxpress.com]

[Bildquelle: american.edu]
Die neuen Empfehlungen, die von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. und Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins bekannt gegeben wurden, sprechen sich für den Verzehr von Gemüse, Obst, Milchprodukten, Proteinen und gesunden Fetten aus und führen eine neue Graphik im Stil einer umgekehrten Ernährungspyramide ein. Eine bemerkenswerte Veränderung ist die ausdrückliche Empfehlung, ›stark verarbeitete‹ salzige oder süße Fertigprodukte zu vermeiden – damit werden gezielt die ultra-verarbeiteten Erzeugnisse ins Visier genommen, welche die amerikanische Ernährung dominieren und mit chronischen Krankheiten in Verbindung gebracht werden.
In Bezug auf Fette und Proteine gehen die Leitlinien nicht so weit, jahrzehntelange Empfehlungen zu gesättigten Fetten umzustoßen. Sie behalten die Obergrenze von maximal 10 Prozent der täglichen Kalorien bei, empfehlen jedoch Vollwertkost wie Fleisch und Vollfett-Milchprodukte und lassen sogar Butter oder Rindertalg als Optionen zu. Außerdem setzen sie die empfohlene Proteinzufuhr deutlich auf 1,2 bis 1,6 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht herauf, während frühere Empfehlungen lediglich den Mindestbedarf zur Vermeidung von Mangelerscheinungen widerspiegelten. Bei zugesetzten Formen von Zucker wird eine strengere Positionierung eingenommen: Die Richtlinien besagen, dass keine Menge gesund ist, und empfehlen, nicht mehr als 10 Gramm pro Mahlzeit zu sich zu nehmen.
Die Leitlinien haben gemischte Reaktionen hervorgerufen. Einige Kommentatoren lobten die Betonung von Vollwertkost, den reduzierten Gehalt an verarbeiteten Kohlenhydraten und die Idee, dass »Nahrung Medizin ist«. Andere begrüßten die Entscheidung, die Grenzwerte für gesättigte Fette nicht zu lockern, kritisierten jedoch die Fokussierung auf Fleisch und Milchprodukte gegenüber pflanzlichen Proteinen und warnten, dass dies zu einer Erhöhung der Kalorienaufnahme führen könnte. Die Empfehlungen werden zwar einen starken Einfluss auf Bundesprogramme wie Schulmahlzeiten haben, doch wird es voraussichtlich Jahre dauern, bis sie in durchsetzbare Standards umgesetzt werden können.
Um mehr über die mediterrane Ernährung und ihre Rolle bei der Vorbeugung und Behandlung chronischer Krankheiten zu erfahren, lesen Sie auf unserer Webseite diesen Artikel.