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EU-​Ge­richts­hof be­stä­tigt Recht der EU-​Län­der, gen­tech­nisch ver­än­der­te Pflan­zen zu ver­bie­ten

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Meldung

Die Mit­glied­staa­ten der Eu­ro­pä­i­schen Un­ion (EU) ha­ben das Recht, den An­bau gen­tech­nisch ver­än­der­ter Pflan­zen in Tei­len oder auf ih­rem ge­sam­ten Ho­heits­ge­biet zu ver­bie­ten, hat das obers­te Ge­richt der EU ent­schie­den.
[Quelle: reuters.com]

[Bildquelle: Wikimedia]

Kommentar

Die­se Ent­schei­dung des Eu­ro­pä­i­schen Ge­richts­hofs (EuGH) geht auf ei­ne Kla­ge ei­nes ita­lie­ni­schen Land­wirts zu­rück, der trotz ei­nes na­tio­na­len Ver­bots gen­tech­nisch ma­ni­pu­lier­ten Mais der Sor­te MON810 von Mon­san­to an­ge­baut hat­te. Der Land­wirt wur­de da­rauf­hin zur Ver­nich­tung der Ern­te ver­ur­teilt und mit ei­ner Geld­stra­fe von 50 000 Eu­ro (58 940 Dol­lar) be­legt. Ita­lie­ni­sche Ge­rich­te ver­wie­sen den Fall an den EuGH, um zu klä­ren, ob sol­che Ver­bo­te ge­gen EU-​Recht ver­sto­ßen.

Der EuGH be­stä­tig­te die Recht­mä­ßig­keit des seit 2015 gel­ten­den EU-​Rechts­rah­mens, der es den Mit­glied­staa­ten er­laubt, den An­bau von gen­tech­nisch ver­än­der­ten Or­ga­nis­men (GVO) oh­ne An­ga­be ei­ner be­son­de­ren Be­grün­dung zu ver­bie­ten, so­fern der Zu­las­sungs­in­ha­ber kei­ne Ein­wän­de er­hebt. Er kam zu dem Schluss, dass die­se Ver­bo­te ver­hält­nis­mä­ßig, nicht dis­kri­mi­nie­rend und mit dem EU-​Recht ver­ein­bar sind, da sie den tat­säch­li­chen Im­port oder Ver­kauf von GVO-​Pro­duk­ten nicht ein­schrän­ken. So­mit ste­he es den eu­ro­pä­i­schen Ver­brau­chern wei­ter­hin frei, gen­tech­nisch ver­än­der­te Nah­rungs­mit­tel zu kau­fen, wenn sie dies wün­schen, wäh­rend die Län­der das Recht be­hal­ten, zu be­schrän­ken, wie und wo sol­che Pflan­zen an­ge­baut wer­den.

Mon­san­to hat­te über sei­ne Geg­ner in Eu­ro­pa ›⁠Be­ob­ach­tungs­lis­ten⁠‹ ge­führt, wie der mul­ti­na­tio­na­le Phar­ma­kon­zern Bayer 2019 ein­ge­stand. Die­ser hat­te Mon­san­to im Jahr zu­vor für 63 Mil­li­ar­den Dol­lar über­nom­men. Um mehr über die­se Ma­chen­schaf­ten zu er­fah­ren, le­sen Sie die­sen Ar­ti­kel auf un­se­rer Web­sei­te.

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