

Neue Forschungsergebnisse zeigen einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Cholinaufnahme der Mutter und der kindlichen Entwicklung sowie dessen Intelligenzwerten. Tatsächlich hatten weniger als 2 Prozent der Mütter eine ausreichende Zufuhr.
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Diese im European Journal of Nutrition veröffentlichte Studie untersuchte, wie viel Cholin Frauen in der späten Schwangerschaft zu sich nahmen und ob diese Zufuhr mit der frühen Gehirn- und Motorikentwicklung ihrer Babys in Zusammenhang stand. Dazu begleiteten die Forscher 256 Mutter-Kind-Paare, die aus einer Entbindungsklinik in Nantong, China, rekrutiert wurden. Die Cholinaufnahme der Mütter in der späten Schwangerschaft wurde anhand eines Fragebogens ermittelt, in dem die Häufigkeit des Verzehrs bestimmter Lebensmittel abgefragt wurde. Die Entwicklung der Säuglinge wurde im Alter von 1, 3 und 6 Monaten bewertet.
Die Ergebnisse zeigten, dass die Cholinaufnahme bei Schwangeren im Allgemeinen gering war. Die durchschnittliche Aufnahme lag bei etwa 343 mg pro Tag, wobei nur 1,56 Prozent der Frauen die empfohlene ausreichende Aufnahme erreichten. Die Mütter wurden entsprechend ihrer Cholinaufnahme in vier Gruppen eingeteilt, von der niedrigsten bis zur höchsten. Säuglinge von Müttern mit höherer Cholinaufnahme zeigten im Laufe der Zeit deutlich bessere Fortschritte bei den Intelligenzwerten sowie bei den allgemeinen Indizes für die geistige und psychomotorische Entwicklung.
Nach Korrektur möglicher Störfaktoren blieb eine höhere Cholinaufnahme der Mutter weiterhin signifikant mit Verbesserungen der Intelligenzwerte und der allgemeinen geistigen und psychomotorischen Entwicklung der Säuglinge verbunden. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Cholinaufnahme in der späten Schwangerschaft offenbar mit der frühen neurologischen Entwicklung zusammenhängt. Sie betonen, dass die meisten Schwangeren weit weniger Cholin zu sich nahmen als empfohlen, und fordern daher eine stärkere Beachtung der Cholinversorgung während der Schwangerschaft.
Vorangegangene Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass ein höherer Vitamin-D-Spiegel in der Schwangerschaft zu höheren IQ-Werten bei Kindern führen kann. Um mehr darüber zu erfahren, lesen Sie diesen Artikel auf unserer Webseite.