

Als Herr Nzou aufgrund der COVID-19-Pandemie seinen Job als Bauarbeiter verlor, sah er sich einer ungewissen Zukunft gegenüber. Immerhin musste er für sechs Kinder sorgen, von denen vier noch zur Schule gehen. Heute verdient er dank des Projekts Movement of Life der Dr. Rath Health Foundation in Simbabwe seinen Lebensunterhalt mit dem Anbau und Verkauf von vitaminreichem Obst und Gemüse. Mit seinem Einkommen bezahlt er nun Schulgebühren, kauft Bücher und Schuluniformen und versorgt seine Familie. Überdies trägt er zugleich zu einer gesünderen, selbständigeren Gemeinschaft bei.
Herr Nzou ist einer von vielen Menschen, deren Leben sich durch das Obst- und Gemüsegartenprojekt Movement of Life verändert hat. Nachdem er im Zuge der Pandemie seinen Arbeitsplatz verloren hatte, erfuhr er von der Initiative, die von der Dr. Rath Health Foundation ins Leben gerufen wurde und die in Simbabwe von Bruce Kanengoni koordiniert wird. Da Herr Nzou in einer ländlichen Gegend aufgewachsen ist, verfügte er bereits über einige Grundkenntnisse im kleinbäuerlichen Anbau. Nach Gesprächen mit Bruce und anderen Mitgliedern der Gemeinde beschloss er, sich dem Projekt anzuschließen.
Nach zwei Wochen Schulung begann er, ein Stück Land zu bewirtschaften, das ihm sein verstorbener Vater hinterlassen hatte. Am Anfang war die Arbeit eine Herausforderung. Das Projekt Movement of Life stellte jedoch wichtige Werkzeuge, Saatgut und praktische Anleitungen zur Verfügung, sodass er gemeinsam mit anderen ertragreiche Gärten anlegen konnte. Zum ersten Mal sah er, wie Hilfsversprechen zu echter, greifbarer Unterstützung wurden. Im Gegensatz zu anderen Organisationen, die zuvor Zusagen gemacht hatten, ohne bedeutende Veränderungen zu bewirken, befähigte das Projekt Movement of Life die Teilnehmer, selbstständig zu arbeiten, anstatt sich auf Almosen zu verlassen.
Während der COVID-19-Pandemie konnten viele Hilfsorganisationen, die zuvor Lebensmittel wie Speiseöl, Mais, Bohnen und Brei verteilt hatten, keine Hilfe mehr leisten. Familien, die zuvor auf diese Lieferungen angewiesen waren, standen nun ohne Unterstützung da. Im Gegensatz dazu vermittelte das Projekt Movement of Life den Menschen das Wissen und die Ressourcen, um ihre eigenen Lebensmittel anzubauen und gesünder zu leben. Anstatt auf Hilfe von außen zu warten, lernten die Teilnehmer, wie sie sich selbst versorgen können. Heute profitieren mehr als 5 000 Menschen in Schulen und Gemeinden in Simbabwe direkt oder indirekt von dem Projekt.
Ein wichtiger Bestandteil der Initiative war der Bau von Brunnen, die einen zuverlässigen Zugang zu sauberem Wasser sowohl für Bewässerungszwecke als auch zum Trinken ermöglichen. In vielen Gebieten Simbabwes ist die Stromversorgung unregelmäßig, oft nur spät in der Nacht verfügbar und wird am frühen Morgen unterbrochen. Um dieses Problem zu lösen, wurden im Rahmen des Projekts Sonnenkollektoren installiert, um die Pumpen mit Strom zu versorgen. Dadurch steht nun den ganzen Tag über Wasser zur Verfügung, was die Produktivität und das tägliche Leben erheblich verbessert. Was einst ein großes Hindernis war, ist nun kein Problem mehr.

Ein Modell für nachhaltige Entwicklung
Die Auswirkungen des Projekts haben weit über die unmittelbaren Gemeinden hinaus Aufmerksamkeit erregt. Sogar Politiker haben es besucht, um zu ergründen, wer die Initiative unterstützt und was ihre Agenda sein könnte. Die Antwort ist einfach: Die Bewegung des Lebens hat sich der Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen und der Förderung einer gesunden Lebensweise verschrieben. Um dieses Ziel zu erreichen, bringt das Projekt Menschen mit unterschiedlichem politischen und religiösen Hintergrund zusammen. Bei den Treffen stehen die Teilnehmer geschlossen hinter einem gemeinsamen Ziel: dem Anbau nahrhafter Lebensmittel, der Unterstützung ihrer Familien und der Stärkung ihrer Gemeinden.
In seinem Garten baut Herr Nzou eine Vielzahl von Gemüsesorten an, darunter Kohl, Auberginen, Rote Beete, Knoblauch, Spinat, Bohnen und Grünkohl. Außerdem hat er Obstgehölze wie Orangen, Papaya, Guave und Zitronen gepflanzt. Die Vielfalt der Kulturen sorgt nicht nur für Einkommen, sondern gewährleistet auch, dass seine Familie sich reichhaltig und ausgewogen ernähren kann, mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen.
Die Geschichte von Herrn Nzou ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was erreicht werden kann, wenn Gemeinschaften praktische Hilfsmittel, Wissen und Ermutigung erhalten. Das Projekt Movement of Life hat mehr getan, als Familien dabei zu helfen, schwierige Zeiten zu überstehen – es hat ihnen ihre Würde zurückgegeben, Chancen geschaffen und den Zusammenhalt gefördert. Es ist ein Vorbild für nachhaltige Entwicklung und zeigt, dass dauerhafte Veränderungen nicht durch Abhängigkeit, sondern durch Empowerment erreicht werden.
Wenn Sie unsere lebensverändernde Arbeit in Simbabwe unterstützen möchten, hilft jede Spende – egal wie klein sie auch sein mag – dabei, Gartengeräte, Saatgut, Bohrlöcher, Sonnenkollektoren und andere wichtige Ressourcen bereitzustellen.