

Forscher der Universität Oulu in Finnland haben einen neuen Ansatz zur Abwasserreinigung entwickelt, bei dem modifizierte Kiefernrinde verwendet wird, um Rückstände von Antibiotika, Antidepressiva und Blutdruckmedikamenten aus dem Abwasser zu entfernen.
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Die in dieser Meldung beschriebene Entdeckung konzentriert sich auf die Beseitigung von Rückständen von Antibiotika, Antidepressiva, Schmerzmitteln und Blutdruckmedikamenten, die herkömmliche Kläranlagen oft nicht entfernen können. Diese chemischen Rückstände werden zunehmend als Umweltgifte anerkannt, insbesondere weil Antibiotika im Abwasser die Ausbreitung antibiotikaresistenter Bakterien und Gene beschleunigen können, was sowohl für die menschliche Gesundheit als auch für aquatische Ökosysteme Risiken mit sich bringt.
Ins Abwasser gelangen Arzneimittel aus Krankenhäusern, Haushalten und industriellen Quellen wie Schlachthöfen. Selbst fortschrittliche Reinigungsverfahren können noch genügend Mikroverunreinigungen zurücklassen, die Umweltschäden verursachen. Als Reaktion auf strengere gesetzliche Auflagen suchen Forscher nach effektiveren und nachhaltigeren Technologien zur Entfernung dieser Verschmutzungen. Aktivkohle wird zwar häufig zur Adsorption von Mikroverunreinigungen eingesetzt, ist jedoch teuer. Kiefernrinde bietet eine kostengünstigere Alternative.
In 33-tägigen Labortests zeigte magnetitmodifizierte Kiefernrinde eine starke Leistung bei der Entfernung von 12 pharmazeutischen Verbindungen aus dem Wasser. Eine anschließende viermonatige Pilotstudie mit echtem Abwasser ergab, dass mehrere Antibiotika bis unterhalb der Nachweisgrenze reduziert wurden, während andere Medikamente zu mehr als 90 Prozent entfernt wurden. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass magnetitbehandelte Kiefernrinde ein erhebliches Potential für den großtechnischen Einsatz hat.
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