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Baum­rin­de kann phar­ma­zeu­ti­sche Ver­un­rei­ni­gun­gen aus Ab­was­ser ent­fer­nen

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Meldung

For­scher der Uni­ver­si­tät Ou­lu in Finn­land ha­ben ei­nen neu­en An­satz zur Ab­was­ser­rei­ni­gung ent­wickelt, bei dem mo­di­fi­zier­te Kie­fern­rin­de ver­wen­det wird, um Rück­stän­de von An­ti­bio­ti­ka, An­ti­de­pres­si­va und Blut­druck­me­di­ka­men­ten aus dem Ab­was­ser zu ent­fer­nen.
[Quelle: technologynetworks.com]

[Bildquelle: Wikimedia.org]

Kommentar

Die in die­ser Mel­dung be­schrie­be­ne Ent­deckung kon­zen­triert sich auf die Be­sei­ti­gung von Rück­stän­den von An­ti­bio­ti­ka, An­ti­de­pres­si­va, Schmerz­mit­teln und Blut­druck­me­di­ka­men­ten, die her­kömm­li­che Klär­an­la­gen oft nicht ent­fer­nen kön­nen. Die­se che­mi­schen Rück­stän­de wer­den zu­neh­mend als Um­welt­gif­te an­er­kannt, ins­be­son­de­re weil An­ti­bio­ti­ka im Ab­was­ser die Aus­brei­tung an­ti­bio­ti­ka­re­sis­ten­ter Bak­te­rien und Ge­ne be­schleu­ni­gen kön­nen, was so­wohl für die mensch­li­che Ge­sund­heit als auch für aqua­ti­sche Öko­sys­te­me Ri­si­ken mit sich bringt.

Ins Ab­was­ser ge­lan­gen Arz­nei­mit­tel aus Kran­ken­häu­sern, Haus­hal­ten und in­dus­triel­len Quel­len wie Schlacht­hö­fen. Selbst fort­schritt­li­che Rei­ni­gungs­ver­fah­ren kön­nen noch ge­nü­gend Mi­kro­ver­un­rei­ni­gun­gen zu­rück­las­sen, die Um­welt­schä­den ver­ur­sa­chen. Als Re­ak­tion auf stren­ge­re ge­setz­li­che Auf­la­gen su­chen For­scher nach ef­fek­ti­ve­ren und nach­hal­ti­ge­ren Tech­no­lo­gien zur Ent­fer­nung die­ser Ver­schmut­zun­gen. Ak­tiv­koh­le wird zwar häu­fig zur Ad­sorp­tion von Mi­kro­ver­un­rei­ni­gun­gen ein­ge­setzt, ist je­doch teuer. Kie­fern­rin­de bie­tet ei­ne kos­ten­güns­ti­ge­re Al­ter­na­ti­ve.

In 33-​tä­gi­gen La­bor­tests zeig­te mag­ne­tit­mo­di­fi­zier­te Kie­fern­rin­de ei­ne star­ke Leis­tung bei der Ent­fer­nung von 12 phar­ma­zeu­ti­schen Ver­bin­dun­gen aus dem Was­ser. Ei­ne an­schlie­ßen­de vier­mo­na­ti­ge Pi­lot­stu­die mit ech­tem Ab­was­ser er­gab, dass meh­re­re An­ti­bio­ti­ka bis un­ter­halb der Nach­weis­gren­ze re­du­ziert wur­den, wäh­rend an­de­re Me­di­ka­men­te zu mehr als 90 Pro­zent ent­fernt wur­den. Die For­scher ka­men zu dem Schluss, dass mag­ne­tit­be­han­del­te Kie­fern­rin­de ein er­heb­li­ches Po­ten­tial für den groß­tech­ni­schen Ein­satz hat.

Um zu er­fah­ren, wie Arz­nei­mit­tel­ver­schmut­zung zu­neh­mend die Nah­rungs­ket­ten, die Was­ser­ver­sor­gung und die Um­welt be­ein­träch­tigt, le­sen Sie die­sen Ar­ti­kel auf un­se­rer Web­sei­te.

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