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EU muss Ver­kauf ver­bo­te­ner Che­mi­ka­lien nach Afri­ka un­ter­bin­den, for­dern Rich­ter die Eu­ro­pa­ab­ge­ord­ne­ten auf

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Meldung

Ein Gre­mium süd­afri­ka­ni­scher Rich­ter hat die Eu­ro­pä­i­sche Un­ion (EU) auf­ge­for­dert, die Aus­fuhr von Che­mi­ka­lien und Pes­ti­zi­den, die in­ner­halb der Un­ion be­reits ver­bo­ten sind, in an­de­re Län­der zu un­ter­sa­gen.
[Quelle: euobserver.com]

[Bildquelle: Freepik.com]

Kommentar

An den Men­schen­rechts­aus­schuss des Eu­ro­pä­i­schen Par­la­ments ge­rich­tet er­klä­ren die­se Rich­ter, dass die Ex­port­zu­las­sung von in Eu­ro­pa ver­bo­te­nen Che­mi­ka­lien für Afri­ka, Asien und La­tein­ame­ri­ka ei­ne Dop­pel­mo­ral schaf­fe, die die Ge­sund­heit in die­sen Re­gio­nen ge­fähr­de. In ih­ren Emp­feh­lun­gen for­der­ten sie Süd­afri­ka zu­dem auf, sei­ne ver­al­te­ten Pes­ti­zid­be­stim­mun­gen zu über­ar­bei­ten, hoch­ge­fähr­li­che Che­mi­ka­lien schritt­wei­se aus dem Ver­kehr zu zie­hen und die Si­cher­heits­vor­keh­run­gen für Land­ar­bei­ter zu ver­bes­sern.

Dring­lich­keit hat das The­ma nach meh­re­ren Auf­se­hen er­re­gen­den Vor­fäl­len ge­won­nen, da­run­ter der Tod von sechs Kin­dern in Jo­han­nes­burg im Jahr 2024, der mit der Ex­po­si­tion ge­gen­über dem gif­ti­gen Pes­ti­zid Ter­bu­fos in Ver­bin­dung ge­bracht wur­de. Ob­wohl Süd­afri­ka Ter­bu­fos in­zwi­schen ver­bo­ten hat, wer­den vie­le an­de­re ge­fähr­li­che Che­mi­ka­lien – von de­nen ei­ni­ge in der EU und den USA her­ge­stellt wer­den – wei­ter­hin in afri­ka­ni­sche Län­der ex­por­tiert, ob­wohl sie in Eu­ro­pa ver­bo­ten sind. Ähn­li­che Be­den­ken wur­den in Ke­nia ge­äu­ßert, wo Be­rich­te ei­nen Zu­sam­men­hang zwi­schen der Pes­ti­zid­be­las­tung und stei­gen­den Krebs­ra­ten so­wie To­des­fäl­len un­ter Land­ar­bei­tern her­stel­len und wo der­zeit ein gro­ßes Ge­richts­ver­fah­ren ge­gen mul­ti­na­tio­na­le Agro­che­mie­kon­zer­ne läuft.

Die EU ex­por­tiert jähr­lich über 120 000 Ton­nen ver­bo­te­ner Pes­ti­zi­de. Dies führt je­doch zu ei­nem re­gu­la­to­ri­schen Kon­flikt, da die Un­ion gleich­zei­tig gro­ße Men­gen an Agrar­pro­duk­ten aus Län­dern im­por­tiert, die die­se Che­mi­ka­lien ein­set­zen – was wie­de­rum zu ver­mehr­ten Zu­rück­wei­sun­gen an den eu­ro­pä­i­schen Gren­zen auf­grund von Rück­stän­den führt. In­fol­ge­des­sen sind bei­spiels­wei­se die ke­nia­ni­schen Ex­por­te nach Eu­ro­pa im ver­gan­ge­nen Jahr Be­rich­ten zu­fol­ge stark zu­rück­ge­gan­gen, nach­dem die Zahl der Be­schlag­nah­mun­gen ge­stie­gen war. Wäh­rend die Eu­ro­pä­i­sche Kom­mis­sion – Eu­ro­pas nicht ge­wähl­tes Exe­ku­tiv­or­gan – an­geb­lich ein mög­li­ches Ex­port­ver­bot in Er­wä­gung zieht, kom­men die Fort­schrit­te nur lang­sam vor­an. Als ein we­sent­li­ches Hin­der­nis füh­ren vie­le Be­ob­ach­ter die Lob­by­ar­beit der In­dus­trie an.

Eu­ro­pa­weit ver­ur­sa­chen Che­mi­ka­lien im Lei­tungs­was­ser Tau­sen­de von Krebs­to­te. Le­sen Sie die­sen Bei­trag auf un­se­rer Web­sei­te, um da­rü­ber mehr zu er­fah­ren.

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