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Ak­ti­vis­ten for­dern Maß­nah­men, um die ›⁠Ab­hän­gig­keit⁠‹ Groß­bri­tan­niens von ei­nem um­strit­te­nen Her­bi­zid zu be­en­den

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Meldung

Jedes Jahr wer­den Tau­sen­de Ton­nen Gly­pho­sat auf land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen im Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reich so­wie auf kom­mu­na­len Grün­flä­chen und in pri­va­ten Gär­ten aus­ge­bracht. Doch die Si­cher­heit des Her­bi­zids ist mitt­ler­wei­le stark um­strit­ten, und da sei­ne Zu­las­sung im De­zem­ber zur Ver­län­ge­rung an­steht, wer­den For­de­run­gen laut, es zu ver­bie­ten oder stark ein­zu­schrän­ken.
[Quelle: theguardian.com]

[Bildquelle: freepik.com]

Kommentar

Ak­ti­vis­ten for­dern drin­gen­de Maß­nah­men, um die zu­neh­men­de Ab­hän­gig­keit Groß­bri­tan­niens von Gly­pho­sat ein­zu­däm­men, ei­nem weit ver­brei­te­ten Her­bi­zid, des­sen Ein­satz sich in den letz­ten 30 Jah­ren ver­zehn­facht hat. Ur­sprüng­lich wur­de es in den 1980er Jah­ren von schot­ti­schen Land­wir­ten ein­ge­setzt, um Ge­trei­de vor der Ern­te zu trock­nen; seit­dem hat sich sei­ne Ver­wen­dung in der Land­wirt­schaft, auf öf­fent­li­chen Flä­chen und in pri­va­ten Gär­ten dra­ma­tisch aus­ge­wei­tet. Neue Da­ten zei­gen, dass al­lein im Jahr 2024 im Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reich mehr als 2 200 Ton­nen aus­ge­bracht wur­den, wo­bei über die Hälf­te da­von auf Ge­trei­de­fel­dern zum Ein­satz kam, was Be­den­ken hin­sicht­lich lang­fris­ti­ger Aus­wir­kun­gen auf Ge­sund­heit und Um­welt her­vor­ruft.

Die Si­cher­heit der Sub­stanz ist nach wie vor höchst um­strit­ten. Im Jahr 2015 stuf­te die In­ter­na­tio­na­le Agen­tur für Krebs­for­schung (IARC) Gly­pho­sat of­fi­ziell als »⁠wahr­schein­lich krebs­er­re­gend für den Men­schen⁠« ein. Der Her­stel­ler Ba­yer be­strei­tet bis heu­te jeg­li­chen Zu­sam­men­hang mit Krebs. Ak­ti­vis­ten­grup­pen ver­wei­sen auf zahl­rei­che Be­le­ge da­für, dass die Ex­po­si­tion mit Krebs und an­de­ren schwe­ren Er­kran­kun­gen so­wie mit öko­lo­gi­schen Schä­den wie Was­ser­ver­schmut­zung und dem Ver­lust der Ar­ten­viel­falt in Ver­bin­dung steht. In­ter­na­tio­na­le Ent­wick­lun­gen ha­ben den kri­ti­schen Blick wei­ter ver­schärft. So et­wa durch um­fang­rei­che ge­richt­li­che Ver­glei­che in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten oder durch Ent­schä­di­gungs­re­ge­lun­gen in Frank­reich für Land­wir­te, bei de­nen ei­ne Par­kin­son-​Er­kran­kung im Zu­sam­men­hang mit der Pes­ti­zid­ex­po­si­tion fest­ge­stellt wur­de.

Um zu er­fah­ren, wie ein be­un­ru­hi­gen­des Mus­ter aus Ein­fluss­nah­me durch die In­dus­trie, ma­ni­pu­lier­ten Be­wei­sen und Ver­sa­gen der Auf­sichts­be­hör­den da­zu ge­führt hat, dass Gly­pho­sat ir­re­füh­rend als ›⁠si­cher⁠‹ dar­ge­stellt wird, le­sen Sie die­sen Ar­ti­kel auf un­se­rer Web­sei­te.

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