»⁠So­for­ti­ge Maß­nah­men⁠« ge­for­dert, nach­dem bri­ti­sche COVID-​19-​Un­ter­su­chung »⁠schwe­re Ge­sund­heits­schä­den und To­des­fäl­le⁠« durch Impf­stof­fe an­er­kannt hat
24. April 2026
Früh­zei­ti­ge Fol­säu­re-​Sup­ple­men­tie­rung könn­te bei Frau­en, die An­ti­epi­lep­ti­ka ein­neh­men, das Ri­si­ko von Ge­burts­feh­lern um die Hälf­te sen­ken
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B12-​Prä­pa­ra­te für schwan­ge­re Ve­ge­ta­rie­rin­nen könn­ten die neu­ro­lo­gi­sche Ent­wick­lung des Säug­lings för­dern

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Meldung

Laut ei­ner neu­en groß an­ge­leg­ten, mul­ti­zen­tri­schen, dop­pel­blin­den, ran­do­mi­sier­ten kon­trol­lier­ten Stu­die kön­nen Vi­ta­min-​B12-​Prä­pa­ra­te vor und nach der Ge­burt bei schwan­ge­ren Ve­ge­ta­rie­rin­nen die Wer­te für die neu­ro­lo­gi­sche Ent­wick­lung ih­rer Säug­lin­ge ver­bes­sern.
[Quelle: nutraingredients.com]

[Bildquelle: freepik.com]

Kommentar

Die­se im Fach­jour­nal BMJ Pe­di­a­trics Open ver­öf­fent­lich­te Stu­die un­ter­such­te, ob die Ga­be von zu­sätz­li­chem Vi­ta­min B12 an Schwan­ge­re die Ge­hirn­ent­wick­lung ih­rer Ba­bys ver­bes­sern könn­te. Der Fo­kus lag auf Frau­en in In­dien und Ne­pal, die sich über­wie­gend ve­ge­ta­risch er­nähr­ten, was oft mit ei­ner sehr ge­rin­gen Vi­ta­min-​B12-​Zu­fuhr ein­her­geht. Über 700 Frau­en in der Früh­schwan­ger­schaft wur­den nach dem Zu­falls­prin­zip ei­ner Grup­pe mit einer hö­he­ren Do­sis (250 Mi­kro­gramm pro Tag) oder ei­ner nie­dri­ge­ren Do­sis (50 Mi­kro­gramm pro Tag) Vi­ta­min B12 zu­ge­wie­sen, die sie wäh­rend der ge­sam­ten Schwan­ger­schaft und sechs Mo­na­te nach der Ge­burt ein­nah­men. An­schlie­ßend be­wer­te­ten die For­scher die Ent­wick­lung der Ba­bys im Al­ter von et­wa 9 bis 12 Mo­na­ten und ma­ßen den Vi­ta­min­spie­gel so­wohl bei den Müt­tern als auch bei den Säug­lin­gen. Ins­ge­samt schlos­sen 531 Frau­en und ih­re Ba­bys die Stu­die ab.

Die Er­geb­nis­se zeig­ten, dass Ba­bys, de­ren Müt­ter die hö­he­re Do­sis ein­nah­men, bei Tests zur geis­ti­gen Ent­wick­lung bes­se­re Er­geb­nis­se er­ziel­ten. Bei Müt­tern, die die hö­he­re Do­sis ein­nah­men, stieg der Vi­ta­min-​B12-​Spie­gel wäh­rend der Schwan­ger­schaft zu­dem deut­lich stär­ker an, was da­rauf hin­deu­tet, dass das Prä­pa­rat bei der Be­he­bung ei­nes Man­gels wirk­sa­mer war. Wich­tig ist, dass bei­de Do­sie­run­gen si­cher wa­ren und es kei­ne we­sent­li­chen Un­ter­schie­de hin­sicht­lich der Ge­burts­er­geb­nis­se, des Wachs­tums oder des all­ge­mei­nen Ge­sund­heits­zu­stands der Ba­bys gab.

Ins­ge­samt legt die Stu­die na­he, dass die Ga­be hö­he­rer Men­gen an Vi­ta­min B12 an Schwan­ge­re – ins­be­son­de­re an die­je­ni­gen, de­ren Vi­ta­min-​B12-​Zu­fuhr über die Er­näh­rung ge­ring ist – die frü­he Ge­hirn­ent­wick­lung ih­rer Kin­der ver­bes­sern kann. Die Er­geb­nis­se stüt­zen die An­nah­me, dass Vi­ta­min B12 ei­ne wich­ti­ge Rol­le bei der Ent­wick­lung des kind­li­chen Ge­hirns spielt und dass her­kömm­li­che nie­drig do­sier­te Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel bei Be­völ­ke­rungs­grup­pen, bei de­nen ein Man­gel­ri­si­ko be­steht, mög­li­cher­wei­se nicht aus­rei­chen.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zur Be­deu­tung von Mi­kro­nähr­stof­fen wäh­rend der Schwan­ger­schaft fin­den Sie in den Tei­len eins und zwei un­se­res ent­spre­chen­den Son­der­bei­trags auf un­se­rer Web­sei­te.

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