

Neuen Forschungsergebnissen zufolge könnten Blutdruckmedikamente, die von Millionen von Menschen eingenommen werden, das Risiko erhöhen für ein gefährliches Absinken des Natriumspiegels im Blut.
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Eine groß angelegte schwedische Studie, die in der Fachzeitschrift JAMA Network Open veröffentlicht wurde, legt nahe, dass häufig verschriebene Blutdruckmedikamente – insbesondere Thiaziddiuretika – das Risiko einer Hyponatriämie erhöhen können, einem potentiell gefährlichen Absinken des Natriumspiegels im Blut. Dieser Zustand kann zu Symptomen wie Verwirrtheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Übelkeit führen und in schweren Fällen Krampfanfälle oder ein Koma auslösen.
Mehr als 159 000 Erwachsene, die eine Behandlung mit Thiaziden oder Calciumkanalblockern aufgenommen hatten, begleiteten die Forscher über mehrere Jahre hinweg und beobachteten eine Entwicklung niedriger Natriumwerte. Ihre Auswertungen zeigten, dass das Risiko je nach Alter und Geschlecht stark variiert. Ältere Frauen – insbesondere diejenigen über 80 – waren deutlich anfälliger. Etwa 3 Prozent der älteren Frauen, die Thiazide einnahmen, entwickelten eine Hyponatriämie. Die Anzahl der Patientinnen, bei denen eine Schädigung auftritt, lag in dieser Gruppe bei 53, was darauf hindeutet, dass die Nebenwirkung relativ häufig vorkommt. Männer im gleichen Alter waren deutlich weniger betroffen, was auf ein stark geschlechtsspezifisches Risikoprofil hindeutet.
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