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US-​Be­hör­den wol­len Trink­was­ser auf Mi­kro­plas­tik und Arz­nei­mit­tel­rück­stän­de über­prü­fen

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Meldung

Die US-​Um­welt­schutz­be­hör­de (EPA) und das US-​Ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um ha­ben an­ge­kün­digt, die Aus­wir­kun­gen von Mi­kro­plas­tik und Arz­nei­mit­teln auf das Trink­was­ser zu über­wa­chen – ein ers­ter Schritt zur Be­wer­tung der da­mit ver­bun­de­nen Ge­sund­heits­ri­si­ken und zur Aus­ar­bei­tung neu­er Richt­li­nien.
[Quelle: reuters.com]

[Bildquelle: freepik.com]

Kommentar

Die US-​Auf­sichts­be­hör­den un­ter­neh­men ei­nen ers­ten of­fi­ziel­len Schritt zur Be­wäl­ti­gung des Pro­blems neu auf­tre­ten­der Schad­stof­fe im Trink­was­ser: Die Um­welt­schutz­be­hör­de (EPA) und das Mi­nis­te­ri­um für Ge­sund­heit und So­zia­les (HHS) ha­ben Plä­ne zur Über­wa­chung von Mi­kro­plas­tik und Arz­nei­mit­teln an­ge­kün­digt. Durch die Auf­nah­me die­ser Stof­fe in die sechs­te ›⁠Con­ta­mi­nant Can­di­date List⁠‹ im Rah­men des Ge­set­zes über si­che­res Trink­was­ser (Safe Drin­king Wa­ter Act) wer­den die Be­hör­den mit sys­te­ma­ti­schen Tests und For­schungs­ar­bei­ten be­gin­nen und da­mit die Grund­la­ge für mög­li­che künf­ti­ge Vor­schrif­ten schaf­fen.

Die Ini­ti­a­ti­ve hat so­wohl po­li­ti­sche als auch ge­sund­heits­po­li­ti­sche As­pek­te und steht im Zei­chen mit der von Ro­bert F. Ken­ne­dy Jr. vor­an­ge­trie­be­nen und von Do­nald Trump un­ter­stütz­ten Agen­da »⁠Make Ame­ri­ca Heal­thy Again⁠«. Die An­kün­di­gung folgt zu­dem auf den wach­sen­den Druck von sie­ben US-​Gou­ver­neu­ren und über 175 Um­welt- und Ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tio­nen, die nach zu­neh­men­der Be­sor­gnis über die weit ver­brei­te­te Kon­ta­mi­na­tion mit Mi­kro­plas­tik Maß­nah­men for­der­ten. Die­se Par­ti­kel wur­den in Was­ser­ver­sor­gungs­sys­te­men, Öko­sys­te­men und so­gar im mensch­li­chen Ge­we­be nach­ge­wie­sen, wo­bei Stu­dien auf ei­nen Zu­sam­men­hang mit Krebs und Schä­den am Fort­pflan­zungs­sys­tem hin­deu­ten.

Ne­ben Mi­kro­plas­tik wer­den die Auf­sichts­be­hör­den auch Arz­nei­mit­tel über­wa­chen, die über Ab­fäl­le und un­sach­ge­mä­ße Ent­sor­gung in die Ge­wäs­ser ge­lan­gen. Die EPA plant, Ge­sund­heits­grenz­wer­te für 374 Arz­nei­mit­tel fest­zu­le­gen und da­mit die Über­wa­chung der che­mi­schen Be­las­tung durch Trink­was­ser wei­ter aus­zu­wei­ten.

Le­sen Sie in die­sem Ar­ti­kel auf un­se­rer Web­sei­te, wie ei­ne ak­tu­el­le groß an­ge­leg­te Stu­die un­längst auf­ge­deckt hat, dass vom Men­schen her­ge­stell­te Che­mi­ka­lien – von Arz­nei­mit­teln und Pes­ti­zi­den bis hin zu Kunst­stoff­zu­sät­zen und in­dus­tri­el­len Ver­bin­dun­gen – sich über die ge­sam­ten Welt­mee­re aus­ge­brei­tet ha­ben und so­gar die ent­le­gens­ten Ge­wäs­ser weit ab vom Fest­land er­rei­chen.

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