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Bei 98,5 Pro­zent der Test­per­so­nen wur­den meh­re­re künst­lich her­ge­stell­te ›⁠un­ver­gäng­li­che Che­mi­ka­lien⁠‹ nach­ge­wie­sen

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Meldung

In ei­ner neu­en Stu­die mit mehr als 10 500 Pro­ben­nah­men wur­den in 98,8 Pro­zent der Blut­pro­ben künst­lich her­ge­stell­te »⁠un­ver­gäng­li­che Che­mi­ka­lien⁠« nach­ge­wie­sen.
[Quelle: medicalxpress.com]

[Bildquelle: pixabay.com]

Kommentar

So­ge­nann­te »⁠ewi­ge Che­mi­ka­lien⁠« (Per- und Po­ly­fluor­al­kyl­sub­stan­zen, kurz PFAS) sind ei­ne gro­ße Grup­pe von rund 10 000 syn­the­ti­schen Ver­bin­dun­gen, die in un­zäh­li­gen All­tags­pro­duk­ten ver­wen­det wer­den, da­run­ter An­ti­haft-​Koch­ge­schirr, schmutz­ab­wei­sen­de Tex­ti­lien, Elek­tro­nik, Le­bens­mit­tel­ver­packun­gen und Feu­er­lösch­schaum. Da sie sich nur äu­ßerst lang­sam ab­bau­en, rei­chern sie sich im Lau­fe der Zeit in der Um­welt und im mensch­li­chen Kör­per an. Vor­an­ge­gan­ge­ne For­schungs­er­geb­nis­se ha­ben Zu­sam­men­hän­ge er­kannt zwi­schen ei­ni­gen PFAS und schwer­wie­gen­den Ge­sund­heits­pro­ble­men wie Krebs, Un­frucht­bar­keit, Im­mun­schwä­che, Le­ber­schä­den, Schild­drü­sen­er­kran­kun­gen und ho­hem Cho­le­s­te­rin­spie­gel. Ei­ne der in die­ser neu­en Stu­die am häu­figs­ten nach­ge­wie­se­nen Che­mi­ka­lien war Per­fluor­he­xan­sul­fon­säu­re, die auf­grund ih­rer po­ten­tiel­len Ge­sund­heits­ri­si­ken be­reits in­ter­na­tio­na­le Be­sorg­nis aus­ge­löst hat.

In den un­ter­such­ten Blut­pro­ben iden­ti­fi­zier­ten die For­scher Dut­zen­de ver­schie­de­ner PFAS-​Kom­bi­na­tio­nen, wo­bei die häu­figs­te Mi­schung fünf ver­schie­de­ne PFAS ent­hielt. Die Haupt­au­to­rin Lau­ra La­bay er­klär­te, die Er­geb­nis­se mach­ten deut­lich, dass Men­schen sel­ten nur ei­ner ein­zel­nen PFAS-​Che­mi­ka­lie aus­ge­setzt sei­en, son­dern viel­mehr kom­ple­xe Mi­schun­gen in sich trü­gen, die meh­re­re bio­lo­gi­sche Sys­te­me gleich­zei­tig be­ein­träch­ti­gen könn­ten. Die For­scher wie­sen da­rauf hin, dass das tat­säch­li­che Aus­maß der Ex­po­si­tion so­gar noch grö­ßer sein könn­te, da nicht je­de mög­li­che PFAS-​Ver­bin­dung in die Tests ein­be­zo­gen wur­de.

Die im Jour­nal of Oc­cu­pa­tio­nal and En­vi­ron­men­tal Hy­giene ver­öf­fent­lich­te Stu­die fes­tigt die zu­neh­men­den Be­le­ge da­für, dass die Ex­po­si­tion ge­gen­über die­sen Che­mi­ka­lien im mo­der­nen Le­ben fast all­ge­gen­wär­tig ge­wor­den ist.

Um mehr da­rü­ber zu er­fah­ren, dass fast die Hälf­te des in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten ge­trun­ke­nen Lei­tungs­was­sers mit PFAS be­las­tet ist, le­sen Sie die­sen Bei­trag auf un­se­rer Web­sei­te.

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