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22. Mai 2026

Die Hei­li­ge Kuh al­ler Re­for­men

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Abbildung: Pixabay.com

Der schie­re Druck der Not­wen­dig­keit treibt die Gro­ße Ko­a­li­tion in Deutsch­land da­zu, eine Re­form der So­zial­sys­te­me in Gang zu set­zen. Längst läuft die Ab­ga­ben­last aus dem Ru­der. Ne­ben den USA steht die­ses Land zwar an der Spit­ze der teu­ers­ten Ge­sund­heits­sys­te­me, al­ler­dings oh­ne dass die Ver­sor­gung ef­fek­ti­ver wä­re. Be­dient wer­den viel­mehr die Pro­fit­in­te­res­sen mäch­ti­ger »⁠Leis­tungs­er­brin­ger⁠« im Sys­tem, al­len vor­an je­ne der Phar­ma­in­dus­trie. Ei­ne bei­spiel­lo­se Plün­de­rung öf­fent­li­cher Haus­hal­te zu­guns­ten des Ge­schäfts mit der Krank­heit, noch­mals ge­stei­gert un­ter dem Ein­druck der Pan­de­mie. Ur­sa­chen­be­zo­ge­ne Ein­spar­maß­nah­men sind von der Re­gie­rung nicht zu er­war­ten. Die­se Ver­än­de­run­gen kön­nen nur von uns aus­ge­hen, den Be­trof­fe­nen.

Die Trag­fä­hig­keit der so­zia­len Si­che­rungs­sys­teme hängt von ihrer Fi­nan­zier­bar­keit ab. Die­se ist in Ge­fahr, weil der Kos­ten­druck seit Jahr­zehn­ten na­he­zu un­ge­bremst steigt, wäh­rend die Ein­nah­me­sei­te nicht un­be­grenzt aus­ge­reizt wer­den kann, oh­ne dass die ge­sam­te Volks­wirt­schaft blei­ben­den Scha­den nimmt. Schwin­den­de Kauf­kraft, zu ho­he Lohn­ne­ben­kos­ten, ein un­at­trak­ti­ver Un­ter­neh­mens­stand­ort – sie be­zeich­nen den Be­ginn ei­ner Ab­wärts­spi­ra­le.

Be­son­ders an­ge­spannt ist die Si­tu­a­tion im Be­reich der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung. Die Ge­sund­heits­aus­ga­ben lau­fen der Ein­kom­mens­ent­wick­lung da­von. Wäh­rend die in­fla­tions­be­rei­nig­ten Re­al­löh­ne prak­tisch stag­nie­ren, ha­ben sich die Auf­wen­dun­gen für das Ge­sund­heits­sys­tem in den ver­gan­ge­nen drei De­ka­den mehr als ver­drei­facht. Wird die­se Ent­kopp­lung nicht kor­ri­giert, ist der Aus­gang ab­seh­bar: Das geld­ver­schlin­gen­de Sys­tem fährt ge­gen die Wand!

Nicht von un­ge­fähr klaf­fen die Ein­kom­men und die Aus­ga­ben für Ge­sund­heit im­mer stär­ker aus­ein­an­der. Deutsch­land zählt zu den Län­dern mit den teu­ers­ten Ge­sund­heits­sys­te­men. Doch steht ›⁠Ge­sund­heit⁠‹ nur au­ßen drauf, drin­nen steckt das In­vest­ment­ge­schäft mit der Krank­heit. – Da­ten­grund­la­ge: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt (destatis).

Im kom­men­den Jahr (2027) wird die Deckungs­lücke der Ge­setz­li­chen Kran­ken­kas­sen auf 15,3 Mil­li­ar­den Eu­ro an­ge­ge­ben. Bis 2030 wer­de sich das De­fi­zit auf über 40 Mil­li­ar­den Eu­ro aus­wei­ten, sa­gen Ge­sund­heits­öko­no­men vor­aus. Nach­voll­zieh­bar al­so, dass die Not­wen­dig­keit von Re­for­men der­zeit heiß dis­ku­tiert wird. Vom gro­ßen Wurf ist die Re­de. Vom Boh­ren am dicks­ten al­ler Bret­ter. Ei­ne his­to­ri­sche So­zial­staats­re­form soll her! Man­che Po­li­ti­ker wer­fen so­gar ei­ne ›⁠Agen­da 2030⁠‹ in den Ring. Die Ko­a­li­tion will – sie muss – et­was be­we­gen. Am Er­geb­nis, nicht an ih­ren Ver­spre­chen, wird sie zu mes­sen sein.

Vor­sich­ti­ger gibt sich die zu­stän­di­ge Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­rin Ni­na War­ken. Wohl um sich nicht gleich selbst die Fin­ger zu ver­bren­nen, wur­de von ihr im Sep­tem­ber 2025 ei­ne »⁠Fi­nanz­Kom­mis­sion Ge­sund­heit (FKG)⁠« ins Ren­nen ge­schickt. De­ren Auf­ga­be: Vor­schlä­ge er­ar­bei­ten zur Bei­trags­sta­bi­li­sie­rung der Kran­ken­ver­si­che­rung. Als Kür­zungs­ziel rief War­ken knapp 30 Mil­li­ar­den Eu­ro aus. Die FKG leg­te En­de März ih­ren Be­richt mit 66 Emp­feh­lun­gen vor. Nicht al­le Vor­schlä­ge die­ses »⁠gu­ten Werk­zeug­kas­tens⁠« wür­den je­doch über­nom­men, sprach die Mi­nis­te­rin und schraub­te das Ein­spar­vo­lu­men kur­zer­hand auf 20 Mil­li­ar­den, spä­ter auf 16,3 Mil­li­ar­den Eu­ro her­un­ter. Der Fo­kus der Bun­des­re­gie­rung lie­ge auf kurz­fris­tig wirk­sa­men Maß­nah­men. Struk­tur­re­for­men, die neh­me man sich für den Herbst vor. Vor­erst ste­hen Ein­schnit­te im Raum bei der bei­trags­frei­en Mit­ver­si­che­rung von er­werbs­lo­sen Ehe- und Le­bens­part­nern (Ein­spa­run­gen von ma­xi­mal 4,8 Mrd. Eu­ro). Von der Er­hö­hung der Al­ko­hol- und Ta­bak­steu­er so­wie von der Ein­füh­rung ei­ner ge­staf­fel­ten Steu­er auf zucker­ge­süß­te Er­fri­schungs­ge­trän­ke ver­spricht man sich ei­ne ge­sund­heits­len­ken­de Wir­kung, wäh­rend ein Teil der Ein­nah­men be­reits an­der­wei­tig ver­plant ist. Ab­ge­rückt ist das Bun­des­ka­bi­nett hin­ge­gen vom Vor­schlag der voll­stän­di­gen Über­nah­me der Ver­si­che­rungs­kos­ten für Grund­si­che­rungs­emp­fän­ger durch den Bund, ob­wohl hier das er­kenn­bar größ­te Ein­spar­po­ten­tial lä­ge (gut 12 Mrd. Eu­ro). Das aber sei vor dem Hin­ter­grund der an­ge­spann­ten Haus­halts­la­ge nicht dar­stell­bar, ar­gu­men­tier­te die Re­gie­rung bei der Vor­stel­lung ih­res Re­form­ent­wurfs. Im Bud­get für 2027 fehl­ten oh­ne­hin noch 20 Mil­li­ar­den Eu­ro. Ent­spre­chend schob das Ka­bi­nett En­de April so­gar die An­kün­di­gung hin­ter­her, den Bun­des­zu­schuss aus Steu­er­mit­teln um 2 Mil­li­ar­den Eu­ro kür­zen zu wol­len. Die­ser Zu­schuss dient vor­der­grün­dig zum Aus­gleich der so­ge­nann­ten ver­si­che­rungs­frem­den Leis­tun­gen, die ge­gen­wär­tig von »⁠den Kas­sen⁠« (den Bei­trags­zah­lern) über­nom­men wer­den. Schwin­det die­ser Zu­schuss, müss­ten die ge­setz­lich Ver­sicher­ten künf­tig noch mehr die­ser Kos­ten über­neh­men, die ei­gent­lich von al­len Steu­er­zah­lern zu fi­nan­zie­ren wä­ren.

Le­ben über die Ver­hält­nis­se?

Die Res­sort­che­fin ver­tei­dig­te die ge­plan­te Auf­tei­lung der Be­las­tun­gen: Die Bot­schaft müs­se sein, »⁠dass wir seit Jah­ren über un­se­re Ver­hält­nis­se ge­lebt ha­ben in der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung⁠«! Un­klar, wen sie mit »⁠wir⁠« ge­nau im Sinn hat. Je­den­falls macht War­ken kei­nen Hehl da­raus, dass sie die Phar­ma­branche als Schlüs­sel­in­dus­trie nicht zu hart an­ge­hen wol­le. Es stün­den Ar­beits­plät­ze auf dem Spiel, so das alt­be­kann­te Tot­schlag­ar­gu­ment. Da­bei kann ihr nicht ent­gan­gen sein, dass ge­ra­de die Aus­ga­ben für Arz­nei­mit­tel ne­ben de­nen für Kran­ken­haus­be­hand­lun­gen als die größ­ten Kos­ten­trei­ber im Ge­sund­heits­sys­tem gel­ten.

Der Vor­wurf, dass die Re­gie­rung die Ein­spar­maß­nah­men sehr un­aus­ge­wo­gen auf die Schul­tern der Be­tei­lig­ten zu ver­tei­len ge­den­ke, ist nicht von der Hand zu wei­sen; so schal und durch­schau­bar er auch klingt aus der Rei­he der Op­po­si­tions­par­tei­en und von den ver­schie­de­nen Lob­by­grup­pen. Die Deut­sche Kran­ken­haus­ge­sell­schaft mo­niert ei­nen zu­sätz­li­chen Bü­ro­kra­tie­auf­wuchs, be­klagt an­ge­sichts der Spar­zwän­ge ei­nen un­aus­weich­li­chen Per­so­nal­ab­bau und sieht bei der Neu­aus­rich­tung der Kran­ken­haus­fi­nan­zie­rung letzt­lich die me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung in Ge­fahr. Auf dem Deut­schen Ärz­te­tag durf­te sich die Mi­nis­te­rin im Mai ei­nen wei­te­ren Vor­ge­schmack an Kri­tik ab­ho­len. Der GKV-​Spit­zen­ver­band wirft sich für die Bei­trags­zah­ler ins Zeug, die of­fen­bar her­an­ge­zo­gen wür­den, Lö­cher im Bun­des­haus­halt zu stop­fen, wäh­rend die Phar­ma­in­dus­trie kaum ge­for­dert wer­de. Der Ver­band For­schen­der Arz­nei­mit­tel­her­stel­ler wie­de­rum hält die Pro­du­zen­ten für über Ge­bühr in An­spruch ge­nom­men und be­klagt ei­ne lang­fris­tig ge­hemm­te In­ves­ti­tions­be­reit­schaft. Im Er­geb­nis wür­de der Phar­ma­stand­ort Deutsch­land aus­ge­rech­net zum Zeit­punkt epo­cha­ler Her­aus­for­de­run­gen noch un­at­trak­ti­ver, heißt es in ei­ner Stel­lung­nah­me. Als aus­ge­schlos­sen gilt schon jetzt, dass der Ka­bi­netts­ent­wurf den par­la­men­ta­ri­schen Pro­zess un­ver­än­dert durch­läuft. Im Bun­des­tag ent­zün­de­te sich die Kri­tik be­son­ders an der fak­tisch ab­ge­wehr­ten Über­nah­me der Kos­ten für Bür­ger­geld­emp­fän­ger.

Wie lan­ge noch zwangs­fi­nan­zie­ren wir ein kor­rup­tes Ma­fia­sys­tem?

Ein im­mer be­droh­li­che­res Pro­blem sind die stei­gen­den Aus­ga­ben in der Kran­ken­ver­si­che­rung des­halb, weil sich mäch­ti­ge Pro­fi­teu­re scham­los am ›⁠Ge­sund­heits­we­sen‹ be­die­nen. Sys­te­ma­tisch wird es von mäch­ti­gen Ge­schäfts­in­te­res­sen miss­braucht und wur­de ent­spre­chend um­ge­baut. Phar­ma­orien­tier­te An­sät­ze do­mi­nie­ren, selbst wenn den meis­ten Me­di­ka­men­ten jeg­li­cher Heil­nach­weis fehlt. Hin­ge­gen wer­den na­tur­heil­kund­li­che An­sät­ze zu­rück­ge­drängt, sei­en sie wis­sen­schaft­lich noch so be­grün­det.

Blickt man et­was tie­fer, so ge­lang die­ser Coup letzt­lich nur, weil Ge­sund­heit ra­di­kal zur Wa­re de­gra­diert und Ka­pi­tal­in­te­res­sen aus­ge­lie­fert wur­de. Es ist schlicht­weg pro­fi­ta­bel, Krank­hei­ten – vor al­lem so­ge­nann­te »⁠chro­ni­sche⁠« – als Ge­schäfts­feld zu er­hal­ten und aus­zu­wei­ten, an­statt sie als Fol­ge ei­ner an­hal­ten­den Man­gel­ver­sor­gung mit le­bens­wich­ti­gen Nähr­stof­fen zu er­ken­nen und ih­nen – mög­lichst schon prä­ven­tiv – wirk­sam zu be­geg­nen. Es ist pro­fi­ta­bel, den Men­schen die­ses Wis­sen, so weit es nur geht, vor­zu­ent­hal­ten. Es ist pro­fi­ta­bel, da­für Lob­by­or­ga­ni­sa­tio­nen in Gang zu set­zen, Po­li­tik und Mas­sen­me­dien zu kor­rum­pie­ren. Es ist pro­fi­ta­bel, über so­ge­nann­te Dritt­mit­tel Ein­fluss zu neh­men auf die me­di­zi­ni­sche For­schung und Leh­re. Es ist pro­fi­ta­bel, Pa­tien­ten an teu­ren Ge­rä­ten, ei­nem ho­hen Auf­wand an Pfle­ge und den­noch nach­weis­lich man­gel­ver­sorgt da­hin­sie­chen zu las­sen. Es ist pro­fi­ta­bel, »⁠un­er­wünsch­te⁠« Ne­ben­wir­kun­gen mit­tels wei­te­rer Me­di­ka­men­te zu über­decken. Es ist pro­fi­ta­bel, un­ter dem Vor­zei­chen ei­ner Pan­de­mie gan­ze Volks­wirt­schaf­ten lahm­zu­le­gen, um im Tausch ge­gen das »⁠Be­wil­li­gen⁠« von Frei­heits­rech­ten die mas­sen­haf­te Ak­zep­tanz ex­pe­ri­men­tel­ler Wirk­stof­fe zu er­zeu­gen.

Im hie­si­gen Ge­sund­heits­sys­tem ha­ben sich ei­ne Men­ge sol­cher Nutz­nie­ßer ein­ge­rich­tet, die sich skru­pel­los an des­sen Fort­be­stand klam­mern. Wer gibt schon gern Pfrün­de auf? So wird auch Ni­na War­ken, das in ih­re Ob­hut ge­leg­te Re­form­werk ge­gen die üb­li­che Kri­tik ver­tei­di­gen, hier und da ein paar Kon­zes­sio­nen ma­chen und am En­de als gro­ßen Er­folg ver­kau­fen. Im Kern bleibt das Ge­schäft un­an­ge­tas­tet. Auch die­se Mi­nis­te­rin weiß, ei­ne Hei­li­ge Kuh ist nicht da­zu da, ge­schlach­tet zu wer­den!

Aus­hun­gern las­sen?

Die Si­tu­a­tion ist ver­gleich­bar mit der De­bat­te um den Stel­len­wert bio­lo­gi­scher Land­wirt­schaft. Die we­nigs­ten Men­schen sind be­reit, im Es­sen auf ih­rem Tel­ler die Schä­den hin­zu­neh­men, die durch in­ten­si­ven Ein­satz von Pes­ti­zi­den, Dün­ge­mit­teln, An­ti­bio­ti­ka und an­de­ren Sub­stan­zen her­vor­ge­ru­fen wer­den. Geht es aber da­rum, den An­bau ge­sun­der Le­bens­mit­tel an­ge­mes­sen zu ent­loh­nen, lich­ten sich die Rei­hen. Man kann es den we­nigs­ten zum Vor­wurf ma­chen. Denn die Grün­de da­für sind zu­meist wirt­schaft­li­cher Na­tur. Zwar steht the­o­re­tisch je­dem der Weg zu ge­sun­der Er­näh­rung of­fen. Tat­säch­lich ist es je­doch ein per­fi­des Spiel mit den Grund­be­dürf­nis­sen der Men­schen, wenn ih­nen zu­gleich die da­zu­ge­hö­ri­gen fi­nan­ziel­len Mög­lich­kei­ten sys­te­ma­tisch be­schnit­ten wer­den. So auch im Be­reich der Ge­sund­heits­ver­sor­gung. Of­fen­kun­dig gibt es auch hier na­tür­li­che Ver­fah­ren, die nach­weis­lich weit ef­fek­ti­ver da­zu im­stan­de sind, Ge­sund­heit zu er­hal­ten oder wie­der­her­zu­stel­len. Ge­ra­de die­se aber wer­den im vor­herr­schen­den Ge­sund­heits­sys­tem, das vom Pro­fit­in­te­res­se von Phar­ma­un­ter­neh­men durch­drun­gen ist, wohl­weis­lich aus­ge­klam­mert. Noch steht es je­dem frei, sich die­ser Ver­fah­ren zu be­die­nen, so­fern die fi­nan­ziel­len Ka­pa­zi­tä­ten da­zu vor­han­den sind.

Wenn wir das be­ste­hen­de Ge­sund­heits­sys­tem über­win­den wol­len, führt kein Weg da­ran vor­bei, die Auf­klä­rung vor­an­zu­trei­ben. Wir kön­nen nicht er­war­ten, dass die not­wen­di­gen Ver­än­de­run­gen von in­nen her­aus be­gin­nen. Dies wird nicht ge­sche­hen. Zu mäch­tig sind die Ka­pi­tal­in­te­res­sen in­ner­halb der Struk­tu­ren. Es gilt, die wis­sen­schaft­lich be­grün­de­ten Al­ter­na­ti­ven zu stär­ken UND Druck zu ma­chen für sinn­vol­le Re­for­men.

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Rayk Saemann

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