

Die Weltgesundheitsorganisation hat mitgeteilt, dass der Ausbruch des Hantavirus an Bord des Kreuzfahrtschiffs MS Hondius wahrscheinlich nicht zu einer Epidemie führen wird.
[Quelle: newscientist.com]

[Bildquelle: wikimedia.org]
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat versucht, die Ängste vor einem Hantavirus-Ausbruch im Zusammenhang mit dem Kreuzfahrtschiff Hondius zu zerstreuen, und erklärt, es sei sehr unwahrscheinlich, dass sich die Situation zu einer Pandemie wie bei Covid entwickle. Bei einer Pressekonferenz betonten WHO-Vertreter, dass sich Hantaviren ganz anders verbreiten als hochansteckende Atemwegsviren wie COVID-19 oder Influenza.
Trotz dieser Beteuerungen dürften die Aussagen der WHO jedoch von vielen Menschen mit großer Skepsis aufgenommen werden, da die Organisation wegen ihres Umgangs mit der COVID-19-Pandemie weiterhin in der Kritik steht. Kritiker werfen der Organisation vor, in der Anfangsphase der Pandemie zu langsam reagiert und sich gegenüber Regierungen, insbesondere gegenüber China, zu unterwürfig verhalten zu haben.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben das für den Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff verantwortlich gemachte Virus als den Anden-Typ identifiziert, eine seltene Art von Hantavirus, das in begrenztem Umfang von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Hantaviren verbreiten sich in der Regel durch Kontakt mit infizierten Nagetieren oder deren Ausscheidungen, doch der Anden-Typ kann gelegentlich durch engen Körperkontakt auch zwischen Menschen übertragen werden. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus hat davor gewarnt, dass noch weitere Fälle auftreten könnten, da die Inkubationszeit bis zu sechs Wochen betragen kann.
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