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Pes­ti­zid­frei­er Land­bau ist ren­ta­bel und stei­gert die Er­trä­ge, zeigt neue fran­zö­si­sche Stu­die

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Meldung

Der Scha­den, den Pes­ti­zi­de an Um­welt und Ge­sund­heit an­rich­ten, ist all­ge­mein be­kannt, so dass vie­le Men­schen sich fra­gen: Kann die Land­wirt­schaft oh­ne sie er­folg­reich sein? Die Ant­wort, ge­stützt auf ei­ne bahn­bre­chen­de 10-​jäh­ri­ge Stu­die aus Frank­reich, lau­tet ein­deu­tig JA.
[Quelle: pan-europe.info]

[Bildquelle: freepik.com]

Kommentar

Die­se Stu­die be­stä­tigt, dass pes­ti­zid­frei­er Land­bau nicht nur mach­bar ist, son­dern auch pro­duk­tiv und ren­ta­bel sein kann. An­hand ei­ner Ana­ly­se von neun An­bau­sys­te­men in ver­schie­de­nen Re­gio­nen zeig­ten die For­scher, dass die Er­trä­ge im pes­ti­zid­frei­en An­bau zwar oft et­was ge­rin­ger aus­fie­len als bei kon­ven­tio­nel­len Sys­te­men, un­ter be­stimm­ten Be­din­gun­gen je­doch manch­mal gleich­auf la­gen oder die­se so­gar über­tra­fen. Be­mer­kens­wert ist, dass in 80 Pro­zent der un­ter­such­ten Acker­bau­fäl­le die land­wirt­schaft­li­chen Ein­kom­men min­des­tens das Dop­pel­te des fran­zö­si­schen Min­dest­lohns er­reich­ten, was trotz des Ver­zichts auf Pes­ti­zi­de ei­ne ho­he wirt­schaft­li­che Trag­fä­hig­keit be­legt.

Die Stu­die stütz­te sich auf ag­ro­öko­lo­gi­sche Prak­ti­ken wie lan­ge Frucht­fol­gen, ei­ne auf Bio­di­ver­si­tät ba­sie­ren­de Schäd­lings­be­kämp­fung und die Ver­bes­se­rung der Bo­den­ge­sund­heit. Be­son­ders ein­drucks­voll wa­ren die Er­geb­nis­se bei Kul­tu­ren, die tra­di­tio­nell als stark pes­ti­zid­ab­hän­gig gel­ten. So ent­spra­chen bei­spiels­wei­se die Er­trä­ge von pes­ti­zid­frei an­ge­bau­ten Zucker­rü­ben über meh­re­re An­bau­pe­ri­o­den hin­weg de­nen kon­ven­tio­nel­ler An­bau­me­tho­den, ob­wohl zu­nächst er­heb­li­che Ern­te­aus­fäl­le be­fürch­tet wor­den wa­ren. Wich­tig ist, dass die For­scher nach ei­nem Jahr­zehnt oh­ne Pes­ti­zi­de kei­nen lang­fris­ti­gen An­stieg des Schäd­lings- oder Krank­heits­drucks fest­stel­len konn­ten.

Ins­ge­samt deu­ten die Er­geb­nis­se da­rauf hin, dass pes­ti­zid­frei­er Land­bau so­wohl tech­nisch als auch wirt­schaft­lich nach­hal­tig sein kann, ins­be­son­de­re im Acker­bau. Die Stu­die kommt zu dem Schluss, dass ei­ne sys­te­mi­sche Ab­kehr von Pes­ti­zi­den nicht nur aus öko­lo­gi­scher Sicht not­wen­dig ist – an­ge­sichts ih­rer gut do­ku­men­tier­ten schäd­li­chen Aus­wir­kun­gen auf Bo­den, Was­ser, Bio­di­ver­si­tät und mensch­li­che Ge­sund­heit –, son­dern auch prak­tisch um­setz­bar ist.

Wie sich die Pes­ti­zid­wer­te im Kör­per be­reits sechs Ta­ge nach Um­stel­lung auf ei­ne Bio-​Er­näh­rung deut­lich sen­ken las­sen, er­fah­ren Sie in die­sem Ar­ti­kel auf un­se­rer Web­sei­te.

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