

Die Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation geben bekannt, dass sie die Gespräche über die Regeln für den Austausch von Krankheitserregern verlängert haben, was Zweifel daran aufkommen lässt, wann der im vergangenen Jahr verabschiedete Pandemievertrag in Kraft treten kann.
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Die Bemühungen um den Abschluss des Pandemievertrags der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich verzögert, da die Mitgliedstaaten sich weiterhin uneinig über die vorgeschlagenen Regeln für den Austausch gefährlicher Krankheitserreger sind. Im Mittelpunkt des Streits steht der vorgeschlagene Anhang über den Zugang zu Krankheitserregern zum Nutzen aller (PABS), der die Länder dazu verpflichten würde, Proben und Daten zu potentiell pandemieauslösenden Krankheitserregern auszutauschen und gleichzeitig den Zugang zu Impfstoffen, Behandlungen und Tests zu gewährleisten, die auf der Grundlage dieser Informationen entwickelt wurden. Ohne eine Einigung über diese Regeln kann der umstrittene, im Jahr 2025 verabschiedete Pandemievertrag rechtlich nicht in Kraft treten.
Der Vertrag wurde als Reaktion auf Probleme ins Leben gerufen, die während der COVID-19-Pandemie zutage getreten sind, und soll angeblich die weltweite Vorsorge für künftige Ausbrüche stärken. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus hat gewarnt, dass eine weitere Pandemie unvermeidlich sei. Das Thema wird auf der bevorstehenden Weltgesundheitsversammlung erörtert werden, wo die Länder voraussichtlich die Fortsetzung der Verhandlungen beschließen werden, wobei sich ein endgültiges Abkommen nun möglicherweise bis 2027 oder auf eine frühere Sondersitzung im Jahr 2026 verzögern könnte.
Weitere Informationen zu den Hintergründen des WHO-Pandemievertrags finden Sie in diesem Artikel aus dem Jahr 2023 auf unserer Webseite.