

Die Europäische Kommission hat bestätigt, dass sie noch in diesem Jahr eine Aufforderung zur Einreichung von Stellungnahmen sowie eine öffentliche Konsultation zur Festlegung von Höchstwerten (MPLs) für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln einleiten wird.
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Die Europäische Kommission – das nicht gewählte Exekutivorgan der Europäischen Union (EU) – nähert sich der Einführung EU-weiter Höchstwerte (MPLs) für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln; eine öffentliche Konsultation soll voraussichtlich im dritten Quartal 2026 beginnen. Der Plan, der seit rund 20 Jahren diskutiert wird, zielt darauf ab, die einzelnen nationalen Vorschriften der europäischen Länder durch ein sogenanntes ›harmonisiertes‹ System zu ersetzen.
Die Aussicht auf die Durchsetzung EU-weiter Nährstoffgrenzwerte hat sowohl bei Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln als auch in der Öffentlichkeit Besorgnis ausgelöst. Branchenverbände verweisen auf durchgesickerte Informationen, wonach die Kommission möglicherweise äußerst strenge Sicherheitsmodelle anwenden könnte, die die Hersteller dazu zwingen würden, ihre Produkte komplett neu zu formulieren oder sie gänzlich vom Markt zu nehmen.
Kritiker weisen zudem darauf hin, dass die Festlegung einheitlicher Grenzwerte wichtige Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen und Lebensweisen außer Acht lassen würde. Da Menschen in Nordeuropa beispielsweise weniger Sonnenlicht ausgesetzt sind, benötigen sie möglicherweise eine deutlich höhere Vitamin-D-Zufuhr als Menschen in Südeuropa. Ebenso können Sportler und besonders aktive Menschen einen höheren Nährstoffbedarf haben als der Durchschnittsmensch. Da die derzeitigen nationalen Grenzwerte stark variieren, wird erwartet, dass die Gesetzgebung zu einer der umstrittensten regulatorischen Änderungen der letzten Jahrzehnte im Zusammenhang mit der Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln in Europa werden wird.
Weitere Informationen zu den Plänen der EU, die Dosierungen von Vitaminen und Mineralstoffen in Nahrungsergänzungsmitteln drastisch zu senken, finden Sie in diesem Artikel auf unserer Webseite.