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EU rückt Fest­le­gung har­mo­ni­sier­ter Grenz­wer­te für Vi­ta­mi­ne und Mi­ne­ral­stof­fe ei­nen Schritt nä­her

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Meldung

Die Eu­ro­pä­i­sche Kom­mis­sion hat be­stä­tigt, dass sie noch in die­sem Jahr ei­ne Auf­for­de­rung zur Ein­rei­chung von Stel­lung­nah­men so­wie ei­ne öf­fent­li­che Kon­sul­ta­tion zur Fest­le­gung von Höchst­wer­ten (MPLs) für Vi­ta­mi­ne und Mi­ne­ral­stof­fe in Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln und an­ge­rei­cher­ten Le­bens­mit­teln ein­lei­ten wird.
[Quelle: nutraingredients.com]

[Bildquelle: pexels.com]

Kommentar

Die Eu­ro­pä­i­sche Kom­mis­sion – das nicht ge­wähl­te Exe­ku­tiv­or­gan der Eu­ro­pä­i­schen Un­ion (EU) – nä­hert sich der Ein­füh­rung EU-​wei­ter Höchst­wer­te (MPLs) für Vi­ta­mi­ne und Mi­ne­ral­stof­fe in Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln und an­ge­rei­cher­ten Le­bens­mit­teln; ei­ne öf­fent­li­che Kon­sul­ta­tion soll vor­aus­sicht­lich im drit­ten Quar­tal 2026 be­gin­nen. Der Plan, der seit rund 20 Jah­ren dis­ku­tiert wird, zielt da­rauf ab, die ein­zel­nen na­tio­na­len Vor­schrif­ten der eu­ro­pä­i­schen Län­der durch ein so­ge­nann­tes ›⁠har­mo­ni­sier­tes⁠‹ Sys­tem zu er­set­zen.

Die Aus­sicht auf die Durch­set­zung EU-​wei­ter Nähr­stoff­grenz­wer­te hat so­wohl bei Her­stel­lern von Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln als auch in der Öf­fent­lich­keit Be­sorg­nis aus­ge­löst. Bran­chen­ver­bän­de ver­wei­sen auf durch­ge­sicker­te In­for­ma­tio­nen, wo­nach die Kom­mis­sion mög­li­cher­wei­se äu­ßerst stren­ge Si­cher­heits­mo­del­le an­wen­den könn­te, die die Her­stel­ler da­zu zwin­gen wür­den, ih­re Pro­duk­te kom­plett neu zu for­mu­lie­ren oder sie gänz­lich vom Markt zu neh­men.

Kri­ti­ker wei­sen zu­dem da­rauf hin, dass die Fest­le­gung ein­heit­li­cher Grenz­wer­te wich­ti­ge Un­ter­schie­de zwi­schen Be­völ­ke­rungs­grup­pen und Le­bens­wei­sen au­ßer Acht las­sen wür­de. Da Men­schen in Nord­eu­ro­pa bei­spiels­wei­se we­ni­ger Son­nen­licht aus­ge­setzt sind, be­nö­ti­gen sie mög­li­cher­wei­se ei­ne deut­lich hö­he­re Vi­ta­min-​D-​Zu­fuhr als Men­schen in Süd­eu­ro­pa. Eben­so kön­nen Sport­ler und be­son­ders ak­ti­ve Men­schen ei­nen hö­he­ren Nähr­stoff­be­darf ha­ben als der Durch­schnitts­mensch. Da die der­zei­ti­gen na­tio­na­len Grenz­wer­te stark va­ri­ie­ren, wird er­war­tet, dass die Ge­setz­ge­bung zu ei­ner der um­strit­tens­ten re­gu­la­to­ri­schen Än­de­run­gen der letz­ten Jahr­zehn­te im Zu­sam­men­hang mit der Ver­wen­dung von Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln in Eu­ro­pa wer­den wird.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu den Plä­nen der EU, die Do­sie­run­gen von Vi­ta­mi­nen und Mi­ne­ral­stof­fen in Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln dras­tisch zu sen­ken, fin­den Sie in die­sem Ar­ti­kel auf un­se­rer Web­sei­te.

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