

Ein statistischer Ansatz, der zur Untermauerung einer neuen Klasse von Alzheimer-Medikamenten herangezogen wird, könnte laut einer neuen Studie unter der Leitung von Forschern der Brown University School of Public Health in den Vereinigten Staaten zu übertriebenen Behauptungen über die Wirkungsweise dieser Medikamente führen.
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Wie die Forscher in der Fachzeitschrift JAMA Neurology schreiben, bestehen ernsthafte Bedenken hinsichtlich einer statistischen Methode namens ›Quantil-Aggregation‹, die zur Analyse der Wirksamkeit neuerer Alzheimer-Medikamente wie Donanemab von Eli Lilly verwendet wurde. Bei dieser Methode werden Patienten in Gruppen zusammengefasst, ihre Ergebnisse gemittelt und nach Mustern zwischen einer Verringerung der Amyloid-Konzentration im Gehirn und kognitiven Verbesserungen gesucht. Die Forscher legen dar, wie die Anwendung dieses Ansatzes dazu führen kann, dass der Zusammenhang zwischen der Senkung der Amyloid-Werte und kognitiven Vorteilen viel stärker erscheint, als er tatsächlich ist.
Mithilfe von Computersimulationen, die darauf ausgelegt waren, aktuelle Alzheimer-Studien nachzubilden, stellte das Forschungsteam fest, dass die Quantil-Aggregation den scheinbaren Zusammenhang zwischen Amyloid-Reduktion und kognitiver Verbesserung um das bis zu 29-fache übertrieben darstellte. Sie erklären, dass die Mittelwertbildung über große Patientengruppen hinweg wichtige Unterschiede zwischen den einzelnen Personen verschleiert und zu irreführenden Zusammenhängen führen kann. Die Forscher weisen zudem darauf hin, dass bei dieser Methode Daten von behandelten Patienten und Placebo-Empfängern vermischt werden, was die Möglichkeit einschränkt, festzustellen, ob die Amyloid-Reduktion tatsächlich zu kognitiven Vorteilen führt.
Um ihre Befürchtungen zu überprüfen, wandten die Forscher den Ansatz auf Daten aus einer früheren Studie mit Solanezumab an, einem Medikament, von dem bereits bekannt ist, dass es den kognitiven Verfall nicht verlangsamt. Beunruhigenderweise ließ die statistische Methode das Medikament dennoch als wirksam erscheinen. Die Autoren merken an, dass ihre Ergebnisse die Notwendigkeit strengerer Methoden bei der Analyse dieser Medikamente unterstreichen.
Um zu erfahren, wie eine umfangreiche unabhängige Studie, die Anfang dieses Jahres veröffentlicht wurde, ernsthafte Zweifel an der Wirksamkeit der neuesten sogenannten ›bahnbrechenden‹ Alzheimer-Medikamente aufkommen ließ, lesen Sie diesen Beitrag auf unserer Webseite.