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Sta­tis­ti­sche Me­tho­de könn­te kog­ni­ti­ven Nut­zen von Alz­hei­mer-​Me­di­ka­men­ten um das 29-​fache über­schät­zen

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Meldung

Ein sta­tis­ti­scher An­satz, der zur Un­ter­mau­e­rung ei­ner neu­en Klas­se von Alz­hei­mer-​Me­di­ka­men­ten her­an­ge­zo­gen wird, könn­te laut ei­ner neu­en Stu­die un­ter der Lei­tung von For­schern der Brown Uni­ver­si­ty School of Pub­lic Health in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten zu über­trie­be­nen Be­haup­tun­gen über die Wir­kungs­wei­se die­ser Me­di­ka­men­te füh­ren.
[Quelle: medicalxpress.com]

[Bildquelle: pixabay.com]

Kommentar

Wie die For­scher in der Fach­zeit­schrift JAMA Neu­ro­lo­gy schrei­ben, be­ste­hen ernst­haf­te Be­den­ken hin­sicht­lich ei­ner sta­tis­ti­schen Me­tho­de na­mens ›⁠Quan­til-​Ag­gre­ga­tion⁠‹, die zur Ana­ly­se der Wirk­sam­keit neu­e­rer Alz­hei­mer-​Me­di­ka­men­te wie Do­na­ne­mab von Eli Lil­ly ver­wen­det wur­de. Bei die­ser Me­tho­de wer­den Pa­tien­ten in Grup­pen zu­sam­men­ge­fasst, ih­re Er­geb­nis­se ge­mit­telt und nach Mus­tern zwi­schen ei­ner Ver­rin­ge­rung der Amy­lo­id-​Kon­zen­tra­tion im Ge­hirn und kog­ni­ti­ven Ver­bes­se­run­gen ge­sucht. Die For­scher le­gen dar, wie die An­wen­dung die­ses An­sat­zes da­zu füh­ren kann, dass der Zu­sam­men­hang zwi­schen der Sen­kung der Amy­lo­id-​Wer­te und kog­ni­ti­ven Vor­tei­len viel stär­ker er­scheint, als er tat­säch­lich ist.

Mit­hil­fe von Com­pu­ter­si­mu­la­tio­nen, die da­rauf aus­ge­legt wa­ren, ak­tu­el­le Alz­hei­mer-​Stu­dien nach­zu­bil­den, stell­te das For­schungs­team fest, dass die Quan­til-​Ag­gre­ga­tion den schein­ba­ren Zu­sam­men­hang zwi­schen Amy­lo­id-​Re­duk­tion und kog­ni­ti­ver Ver­bes­se­rung um das bis zu 29-​fa­che über­trie­ben dar­stell­te. Sie er­klä­ren, dass die Mit­tel­wert­bil­dung über gro­ße Pa­tien­ten­grup­pen hin­weg wich­ti­ge Un­ter­schie­de zwi­schen den ein­zel­nen Per­so­nen ver­schlei­ert und zu ir­re­füh­ren­den Zu­sam­men­hän­gen füh­ren kann. Die For­scher wei­sen zu­dem da­rauf hin, dass bei die­ser Me­tho­de Da­ten von be­han­del­ten Pa­tien­ten und Pla­ce­bo-​Emp­fän­gern ver­mischt wer­den, was die Mög­lich­keit ein­schränkt, fest­zu­stel­len, ob die Amy­lo­id-​Re­duk­tion tat­säch­lich zu kog­ni­ti­ven Vor­tei­len führt.

Um ih­re Be­fürch­tun­gen zu über­prü­fen, wand­ten die For­scher den An­satz auf Da­ten aus ei­ner frü­he­ren Stu­die mit So­la­ne­zu­mab an, ei­nem Me­di­ka­ment, von dem be­reits be­kannt ist, dass es den kog­ni­ti­ven Ver­fall nicht ver­lang­samt. Be­un­ru­hi­gen­der­wei­se ließ die sta­tis­ti­sche Me­tho­de das Me­di­ka­ment den­noch als wirk­sam er­schei­nen. Die Au­to­ren mer­ken an, dass ih­re Er­geb­nis­se die Not­wen­dig­keit stren­ge­rer Me­tho­den bei der Ana­ly­se die­ser Me­di­ka­men­te un­ter­strei­chen.

Um zu er­fah­ren, wie ei­ne um­fang­rei­che un­ab­hän­gi­ge Stu­die, die An­fang die­ses Jah­res ver­öf­fent­licht wur­de, ernst­haf­te Zwei­fel an der Wirk­sam­keit der neu­es­ten so­ge­nann­ten ›⁠bahn­bre­chen­den⁠‹ Alz­hei­mer-​Me­di­ka­men­te auf­kom­men ließ, le­sen Sie die­sen Bei­trag auf un­se­rer Web­sei­te.

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