

Das American College of Physicians, eine Vereinigung von Fachärzten für Innere Medizin, hat kürzlich einen Artikel veröffentlicht, in dem strengere Vorschriften für die Herstellung und Vermarktung von Nahrungsergänzungsmitteln gefordert werden.
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Das in der Fachzeitschrift Annals of Internal Medicine veröffentlichte Positionspapier des American College of Physicians fordert grundlegende Änderungen bei der Regulierung von Nahrungsergänzungsmitteln in den Vereinigten Staaten. Gefordert wird insbesondere, dass der Kongress verlangt, dass Nahrungsergänzungsmittel ein Zulassungsverfahren vor dem Inverkehrbringen durchlaufen müssen, das dem für Arzneimittel geltenden Verfahren ähnelt.
Das geltende Recht der Vereinigten Staaten bietet jedoch bereits einen soliden Rechtsrahmen für Nahrungsergänzungsmittel. Produkte, die illegale Arzneimittelwirkstoffe oder unsichere Substanzen enthalten, sind strengstens verboten. Die Einführung von Zulassungsanforderungen nach dem Vorbild der Arzneimittelzulassung würde zu höheren Kosten, einer eingeschränkten Auswahl für die Verbraucher und einem eingeschränkten Zugang zu Nahrungsergänzungsmitteln führen, die seit langem sicher verwendet werden.
Bezeichnenderweise hat das American College of Physicians Finanzmittel, Zuschüsse, Sponsoring und andere Formen der Unterstützung von der Pharmaindustrie erhalten. Zu den Mitgliedern seines sogenannten ›Healthcare Roundtable‹ – von denen es zugegebenermaßen Unterstützung bezieht – gehören Bayer, Boehringer Ingelheim, GSK, Merck, Moderna und Sanofi. Kritiker argumentieren, dass es im Interesse der Pharmaunternehmen liege, wirksame und sichere Nahrungsergänzungsmittel strenger zu regulieren, um die wirtschaftliche Bedrohung zu verringern, die von diesen für das Geschäft mit patentierten Medikamenten ausgeht.
Es ist vielleicht kein Zufall, dass die Veröffentlichung des Positionspapiers des American College of Physicians auf die Meldung folgt, dass Europa darauf zusteuert, drakonische Obergrenzen für die zulässigen Dosierungen von Vitaminen und Mineralstoffen in Nahrungsergänzungsmitteln zu erwirken. Wie bei der Forderung nach strengeren Vorschriften in den Vereinigten Staaten werden sich darüber wohl nur die Führungskräfte und Aktionäre der Pharmaindustrie freuen.
Um zu erfahren, wie die von Europa geplanten Beschränkungen für Nahrungsergänzungsmittel eine Krise im Bereich der öffentlichen Gesundheit verschärfen könnten, lesen Sie diesen Artikel auf unserer Webseite.