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Das Ame­ri­can Col­le­ge of Phy­si­cians for­dert stren­ge­re Vor­schrif­ten für Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel

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Meldung

Das American College of Physicians, eine Vereinigung von Fachärzten für Innere Medizin, hat kürzlich einen Artikel veröffentlicht, in dem strengere Vorschriften für die Herstellung und Vermarktung von Nahrungsergänzungsmitteln gefordert werden.
[Quelle: nutraceuticalsworld.com]

[Bildquelle: pixabay.com]

Kommentar

Das in der Fach­zeit­schrift An­nals of In­ter­nal Me­di­cine ver­öf­fent­lich­te Po­si­tions­pa­pier des Ame­ri­can Col­le­ge of Phy­si­cians for­dert grund­le­gen­de Än­de­run­gen bei der Re­gu­lie­rung von Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Ge­for­dert wird ins­be­son­de­re, dass der Kon­gress ver­langt, dass Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel ein Zu­las­sungs­ver­fah­ren vor dem In­ver­kehr­brin­gen durch­lau­fen müs­sen, das dem für Arz­nei­mit­tel gel­ten­den Ver­fah­ren äh­nelt.

Das gel­ten­de Recht der Ver­ei­nig­ten Staa­ten bie­tet je­doch be­reits ei­nen so­li­den Rechts­rah­men für Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel. Pro­duk­te, die il­le­ga­le Arz­nei­mit­tel­wirk­stof­fe oder un­si­che­re Sub­stan­zen ent­hal­ten, sind strengs­tens ver­bo­ten. Die Ein­füh­rung von Zu­las­sungs­an­for­de­run­gen nach dem Vor­bild der Arz­nei­mit­tel­zu­las­sung wür­de zu hö­he­ren Kos­ten, ei­ner ein­ge­schränk­ten Aus­wahl für die Ver­brau­cher und ei­nem ein­ge­schränk­ten Zu­gang zu Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln füh­ren, die seit lan­gem si­cher ver­wen­det wer­den.

Be­zeich­nen­der­wei­se hat das Ame­ri­can Col­le­ge of Phy­si­cians Fi­nanz­mit­tel, Zu­schüs­se, Spon­so­ring und an­de­re For­men der Un­ter­stüt­zung von der Phar­ma­in­dus­trie er­hal­ten. Zu den Mit­glie­dern sei­nes so­ge­nann­ten ›⁠Health­care Round­table⁠‹ – von de­nen es zu­ge­ge­be­ner­ma­ßen Un­ter­stüt­zung be­zieht – ge­hö­ren Ba­yer, Boeh­rin­ger In­gel­heim, GSK, Merck, Mo­der­na und Sa­no­fi. Kri­ti­ker ar­gu­men­tie­ren, dass es im In­te­res­se der Phar­ma­un­ter­neh­men lie­ge, wirk­sa­me und si­che­re Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel stren­ger zu re­gu­lie­ren, um die wirt­schaft­li­che Be­dro­hung zu ver­rin­gern, die von die­sen für das Ge­schäft mit pa­ten­tier­ten Me­di­ka­men­ten aus­geht.

Es ist viel­leicht kein Zu­fall, dass die Ver­öf­fent­li­chung des Po­si­tions­pa­piers des Ame­ri­can Col­lege of Phy­si­cians auf die Mel­dung folgt, dass Eu­ro­pa da­rauf zu­steu­ert, dra­ko­ni­sche Ober­gren­zen für die zu­läs­si­gen Do­sie­run­gen von Vi­ta­mi­nen und Mi­ne­ral­stof­fen in Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln zu er­wir­ken. Wie bei der For­de­rung nach stren­ge­ren Vor­schrif­ten in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten wer­den sich da­rü­ber wohl nur die Füh­rungs­kräf­te und Ak­tio­nä­re der Phar­ma­in­dus­trie freu­en.

Um zu er­fah­ren, wie die von Eu­ro­pa ge­plan­ten Be­schrän­kun­gen für Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel ei­ne Kri­se im Be­reich der öf­fent­li­chen Ge­sund­heit ver­schär­fen könn­ten, le­sen Sie die­sen Ar­ti­kel auf un­se­rer Web­sei­te.

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