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Mitunter hat das Leben eine Art, uns zu brechen und uns dann zu etwas Stärkerem wiederaufzubauen. Für Herrn Kudzai begann dieser Wiederaufbau in der schwersten Zeit seines Lebens – nachdem er seine Frau verloren hatte. Was folgte, war ein Abstieg in die Drogenabhängigkeit, eine Zeit, die er heute als sein »dunkelstes Kapitel« bezeichnet. Heute jedoch ist Herr Kudzai drogenfrei, gesund und führt durch unser Projekt Movement of Life ein Leben im Dienste anderer.
Der Verlust seiner Frau hinterließ eine tiefe Leere. Aus Trauer wurde Verzweiflung, und schon bald griff Kudzai zu Drogen, um den Schmerz zu betäuben. Jahrelang kämpfte er, während sich seine Verpflichtungen häuften und die Sucht sein Leben beherrschte. Seine Mutter und sein kleiner Sohn waren weiterhin auf ihn angewiesen, doch er fühlte sich zunehmend verloren und überfordert. Der Wendepunkt kam, als ihm klar wurde, dass er die Wahl hatte: entweder weiter einen Weg zu gehen, der ihn zerstörte, oder darum zu kämpfen, der Vater und Sohn zu werden, den seine Familie brauchte. »Als ich meinen Sohn und meine Mutter ansah, erkannte ich, dass sie immer noch an mich glaubten«, sagt Kudzai. »Ich danke Bruce Kanengoni, dem Koordinator der ›Bewegung des Lebens‹ in Simbabwe, dafür, dass er mich an dieses wunderbare Projekt herangeführt hat. Daraufhin habe ich beschlossen, mein Leben zu ändern.«
Die »Bewegung des Lebens« in Simbabwe konzentriert sich auf den Schwerpunkt Freie Nahrung für alle, also auf Ernährungssicherheit, Gesundheit und das Wohlergehen der Gemeinden. Hierbei arbeitet das Projekt mit Schulen und Gemeinden zusammen und unterstützt sie dabei, frische, nährstoffreiche Lebensmittel anzubauen, wobei der Fokus insbesondere auf vitamin-C-reichem Gemüse und Obst wie Covo (afrikanischer Grünkohl), Senfgrün, Tomaten, Paprika, Orangen und Zitronen liegt.
Doch die Movement of Life-Initiative gab Herrn Kudzai mehr als nur einen Sinn im Leben. Sie vermittelte ihm praktische Hilfsmittel und Fähigkeiten. Im Rahmen des Projekts erhielt er Gartengeräte, Setzlinge und eine Schulung zum Anbau und zur Pflege von Nutzpflanzen. Mit dieser Unterstützung legte er seinen eigenen Garten an.
Heute gedeiht Herrn Kudzais Garten prächtig. Weil er weiß, wie wichtig eine gute Ernährung für die Gesundheit und das Immunsystem ist, richtet er sein Augenmerk auf den Anbau von vitamin-C-reichen Produkten. Das von ihm angebaute Gemüse dient nicht nur der Ernährung seines eigenen Haushalts. Einen Teil seiner Ernte verkauft er und nutzt den Erlös, um seine Mutter und seinen Sohn zu unterstützen; gleichzeitig spendet er im Einklang mit dem Leitgedanken des Projekts ›Freie Nahrung für alle‹ einen Teil seiner Ernte an die Gemeinschaft. »Es ist nicht einfach«, gibt er zu. »Aber wenn ich morgens aufstehe, um meinen Garten zu gießen, und sehe, wie alles wächst, gibt mir das Frieden. Ich laufe nicht mehr vor meinen Problemen davon. Ich baue etwas auf. Vielen Dank an die Dr. Rath Health Foundation!«
Die Drogenfreiheit hat Herrn Kudzai auch dabei geholfen, seine Beziehungen wieder aufzubauen. Er ist nun voll und ganz für seine Mutter da, hilft ihr im Alltag, und auch für seinen Sohn, den er mit Liebe und Geborgenheit großzieht. Er sagt, die Routine der Gartenarbeit, die Disziplin, die sie erfordert, und das Gemeinschaftsgefühl, das er durch die »Bewegung des Lebens« gefunden hat, hätten ihm geholfen, geerdet und konzentriert zu bleiben.
Herrn Kudzais Geschichte handelt von mehr als nur persönlicher Genesung. Sie zeigt, was geschehen kann, wenn Menschen eine zweite Chance, praktische Fähigkeiten und die Unterstützung erhalten, die sie für einen Neuanfang benötigen. Das Projekt Movement of Life hat ihm nicht nur vermittelt, wie man Nutzpflanzen anbaut. Es hat ihm geholfen, sein eigenes Leben neu zu gestalten – und ihn dazu inspiriert, andere in der Gemeinde Warren Park in Harare, wo er lebt, zu ermutigen, es ihm gleichzutun.
Mit der Unterstützung der Movement of Life verbringt er heute seine Tage damit, in der Mereki-Gemeinde einen Garten zu betreuen. Er gibt sein Wissen an andere Gemeindemitglieder weiter und macht mit seiner Arbeit jungen Männern Mut, die möglicherweise mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben wie er selbst einst.
Von der Abhängigkeit zum Agrarbau. Vom Verlust zur Verantwortung. Der Lebensweg von Herr Kudzai zeigt, wie eine klare Zielvorstellung, praktische Fähigkeiten und die Unterstützung der Gemeinschaft jemandem helfen können, sein Leben neu aufzubauen. Durch Boden, Saatgut und die Unterstützung der »Bewegung des Lebens« hat er eine neue Richtung gefunden – und nutzt nun seine Erfahrungen, um anderen dabei zu helfen, den Pfad zu vermeiden, den er einst eingeschlagen hat.
Wie immer gilt: Wenn Sie unsere lebensverändernde Arbeit in Simbabwe unterstützen möchten, sind wir für jegliche Spende, sei sie noch so gering, sehr dankbar.