
Die Kampagne Freie Nahrung für alle der Organisation Movement of Life gewinnt in Simbabwe weiter an Dynamik, verschafft einer wachsenden Zahl von Familien praktische Hilfe in den Bereichen Ernährung und Ernährungssicherheit und vermittelt somit Hoffnung. In den letzten Monaten hat das Projekt erheblich zugelegt. Mittlerweile umfasst sein Netzwerk insgesamt fünf Schulen und acht Gemeinden und inspiriert Hunderte von Menschen dazu, zu entdecken, wie sie selbst gesunde, vitaminreiche Lebensmittel anbauen können.
Im Mittelpunkt dieser Ausweitung steht eine neue Generation junger Gärtner. Mittlerweile nehmen fünf Schulen an dem Programm teil: die Warren Park 1 Primary School, die Warren Park 4 Primary School, die Belvedere Primary School, die Warren Park 6 Primary School und die Mishpark High School, die erste Partnerschule der Sekundarstufe im Rahmen des Projekts. Aus jeder Schule wurden 30 Kinder rekrutiert, sodass nun ein Team von 150 begeisterten jungen Gärtnern entstanden ist, die eine Schulung in den Bereichen biologischer Gartenbau, Kompostierung und Wassereinsparung erhalten.
Mit Einbindung der Mishpark High School öffnet sich ein spannendes neues Kapitel für das Programm. Denn sie ist Pilotschule des Projekts. Ihre Schüler erwerben nicht nur praktische gärtnerische Fertigkeiten, sondern führen auch detaillierte Aufzeichnungen über ihren Gartenbau durch und verknüpfen ihre landwirtschaftliche Arbeit mit dem allgemeinen Unterricht. Durch die Verbindung von üblicher Schulbildung und praktischer Erfahrung hilft das Programm jungen Menschen dabei, wertvolle Fähigkeiten für das ganze Leben zu entwickeln, und trägt gleichzeitig zu gesünderen Schulgemeinschaften bei.
An allen fünf Schulen bauen die Schüler eine große Vielfalt an vitamin-C-reichem Obst und Gemüse an, darunter Orangen, Zitronen, Tomaten, grüne Paprika, Spinat, Raps und Covo (afrikanischer Grünkohl). Diese Erzeugnisse liefern nahrhafte Zutaten für die Schulmahlzeiten und generieren gleichzeitig Einnahmen, die dazu beitragen können, die Gartenprojekte auch in Zukunft aufrechtzuerhalten.
Die Wirkung der Movement of Life-Initiative reicht weit über den Kreis der Schulen hinaus. Acht lokale Gemeinden beteiligen sich mittlerweile aktiv an der Kampagne, wobei die Bewohner gemeinsam daran arbeiten, die Ernährungssicherheit zu stärken und Wissen auszutauschen. Unter ihnen hat sich die Gemeinde Mereki zu einem Vorreiter bei der Nahrungsmittelproduktion im Winter entwickelt, während die Gemeinden Pfukwa, Chidewe und Janji Pionierarbeit bei der Einrichtung gemeinschaftlicher Saatgutbanken und Saatgutspendeprogrammen leisten.
Indem sie einheimisches Saatgut und vitamin-C-reiches Gemüsesaatgut großzügig an Schulen und benachbarte Familien weitergeben, senken diese Gemeinden ihre Kosten und sorgen gleichzeitig dafür, dass mehr Haushalte die Möglichkeit haben, nahrhafte Lebensmittel anzubauen.
Dieser Geist der Zusammenarbeit bildet den Kern der Kampagne Free Food for All. Setzlinge, Saatgut und Ernteerträge werden an bedürftige Haushalte weitergegeben, wodurch sichergestellt wird, dass die Vorteile des Projekts diejenigen erreichen, die sie am dringendsten benötigen. Anstatt einfach nur auf Hilfe von außen zu warten, unterstützen sich die Gemeinschaften zunehmend gegenseitig durch praktisches Handeln, den Austausch von Wissen und die Bereitschaft, ihren Nachbarn zu helfen.
Auch eine zuverlässige Wasserversorgung hat entscheidend zum Erfolg des Programms beigetragen. Zwei mit Unterstützung der Movement of Life-Initiative errichtete Bohrbrunnen versorgen nun sowohl die Schulen als auch die umliegenden Gemeinden mit Wasser. Der verlässliche Zugang zu Wasser hat den Ausbau der Gärten ermöglicht, die Überlebensrate der Pflanzen während der trockenen Wintermonate verbessert und die ganzjährige Nahrungsmittelproduktion gestärkt.
Lokale Komitees betreuen die Brunnen und tragen dazu bei, dass diese wertvolle Ressource auch in Zukunft nachhaltig genutzt werden kann. Zusammen kommen die beiden Brunnen schätzungsweise bis zu 5 000 Menschen zugute – ein Beispiel dafür, wie der Zugang zu Wasser die Möglichkeiten von Gemeinden grundlegend verändern kann.
Die Erfolge des vergangenen Quartals waren bemerkenswert. Neben der Gewinnung von 150 neuen jungen Gärtnern hat das Programm acht aktive Gemeinschaften gestärkt, den Zugang zu Vitamin-C-reichen Lebensmitteln verbessert, gemeinschaftliche Saatgutbanken aufgebaut, den häuslichen Gartenbau gefördert und die Reichweite der Kampagne Freies Wasser für alle durch eine zuverlässige Wasserversorgung ausgedehnt.

Es gibt jedoch weiterhin Herausforderungen. Es werden zusätzliche Zäune und Gartengeräte benötigt, und weitere Schulungen zum Umgang mit Schädlingen im Sommer werden den Teilnehmern helfen, ihre Pflanzen in der kommenden Anbausaison zu schützen. Einige Schulgärten haben zudem Schäden durch umherstreifende Tiere erlitten.
Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach einer Teilnahme rasant an. Mehr als 100 Menschen, die kürzlich nach Simbabwe zurückgekehrt sind, nachdem sie vor fremdenfeindlichen Angriffen in Südafrika geflohen waren, haben den Wunsch geäußert, an dem Programm teilzunehmen. Ihr Interesse unterstreicht sowohl den wachsenden Ruf der Bewegung des Lebens in Simbabwe als auch das Potential praktischer Projekte zum Anbau von Nahrungsmitteln, um schutzbedürftigen Menschen dabei zu helfen, ihr Leben wieder aufzubauen und ein gewisses Maß an Unabhängigkeit zurückzugewinnen.
Da die Sommeranbausaison im August näher rückt, laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Es werden Samen aus den gemeinschaftlichen Saatgutbanken verteilt, die Mitglieder erhalten weitere Schulungen zum Anbau von Sommerkulturen, zum Pflanzenschutz und zur Kompostherstellung, und an den gemeinschaftlichen Erntetagen kommen die Menschen zusammen, um die Früchte ihrer gemeinsamen Arbeit zu feiern.
Von fünf Schulen über acht Gemeinden bis hin zu einer wachsenden Zahl von Hausgärten – die Movement of Life Zimbabwe beweist immer wieder, dass nachhaltige Ernährungssicherheit an der Basis beginnen kann. Mit Zugang zu Wissen, zuverlässiger Wasserversorgung, hochwertigem Saatgut und der Unterstützung ihrer Nachbarn zeigen ganz normale Menschen, was sie aus eigener Kraft erreichen können.
Jeder ausgebrachte Samen, jedes geerntete Gemüse und jeder Setzling, der von einer Familie an eine andere weitergegeben wird, trägt dazu bei, etwas zu schaffen, das über einen Garten hinausgeht. Es trägt dazu bei, gesündere Familien, stärkere Gemeinschaften, mehr Selbstständigkeit und Hoffnung für die Zukunft zu schaffen.
Wenn Sie unsere lebensverändernde Arbeit in Simbabwe unterstützen möchten, sind wir für jede Spende, egal wie klein sie auch sein mag, sehr dankbar.