Das Ame­ri­can Col­le­ge of Phy­si­cians for­dert stren­ge­re Vor­schrif­ten für Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel
2. August 2026

Von Schul- über Haus­gär­ten bis hin zu Ge­mein­schafts­gär­ten: Sim­bab­wes ›⁠Be­we­gung des Le­bens⁠‹ wei­tet ih­re ›⁠Ern­te der Hoff­nung⁠‹ aus

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Die Kam­pag­ne Freie Nah­rung für al­le der Or­ga­ni­sa­tion Move­ment of Life ge­winnt in Sim­bab­we wei­ter an Dy­na­mik, ver­schafft ei­ner wach­sen­den Zahl von Fa­mi­lien prak­ti­sche Hil­fe in den Be­rei­chen Er­näh­rung und Er­näh­rungs­si­cher­heit und ver­mit­telt so­mit Hoff­nung. In den letz­ten Mo­na­ten hat das Pro­jekt er­heb­lich zu­ge­legt. Mitt­ler­wei­le um­fasst sein Netz­werk ins­ge­samt fünf Schu­len und acht Ge­mein­den und in­spi­riert Hun­der­te von Men­schen da­zu, zu ent­decken, wie sie selbst ge­sun­de, vi­ta­min­rei­che Le­bens­mittel an­bau­en kön­nen.

Im Mit­tel­punkt die­ser Aus­wei­tung steht ei­ne neue Ge­ne­ra­tion jun­ger Gärt­ner. Mitt­ler­wei­le neh­men fünf Schu­len an dem Pro­gramm teil: die War­ren Park 1 Pri­ma­ry School, die War­ren Park 4 Pri­ma­ry School, die Bel­ve­dere Pri­ma­ry School, die War­ren Park 6 Pri­ma­ry School und die Mish­park High School, die ers­te Part­ner­schu­le der Se­kun­dar­stu­fe im Rah­men des Pro­jekts. Aus je­der Schu­le wur­den 30 Kin­der re­kru­tiert, so­dass nun ein Team von 150 be­geis­ter­ten jun­gen Gärt­nern ent­stan­den ist, die ei­ne Schu­lung in den Be­rei­chen bio­lo­gi­scher Gar­ten­bau, Kom­pos­tie­rung und Was­ser­ein­spa­rung er­hal­ten.

Mit Ein­bin­dung der Mish­park High School öff­net sich ein span­nen­des neu­es Ka­pi­tel für das Pro­gramm. Denn sie ist Pi­lot­schu­le des Pro­jekts. Ihre Schü­ler er­wer­ben nicht nur prak­ti­sche gärt­ne­ri­sche Fer­tig­kei­ten, son­dern füh­ren auch de­tail­lier­te Auf­zeich­nun­gen über ih­ren Gar­ten­bau durch und ver­knüp­fen ih­re land­wirt­schaft­li­che Ar­beit mit dem all­ge­mei­nen Un­ter­richt. Durch die Ver­bin­dung von üb­li­cher Schul­bil­dung und prak­ti­scher Er­fah­rung hilft das Pro­gramm jun­gen Men­schen da­bei, wert­vol­le Fä­hig­kei­ten für das gan­ze Le­ben zu ent­wickeln, und trägt gleich­zei­tig zu ge­sün­de­ren Schul­ge­mein­schaf­ten bei.

An al­len fünf Schu­len bau­en die Schül­er ei­ne gro­ße Viel­falt an vi­ta­min-​C-​rei­chem Obst und Ge­mü­se an, da­run­ter Oran­gen, Zi­tro­nen, To­ma­ten, grü­ne Pa­pri­ka, Spi­nat, Raps und Co­vo (afri­ka­ni­scher Grün­kohl). Die­se Er­zeug­nis­se lie­fern nahr­haf­te Zu­ta­ten für die Schul­mahl­zei­ten und ge­ne­rie­ren gleich­zei­tig Ein­nah­men, die da­zu bei­tra­gen kön­nen, die Gar­ten­pro­jek­te auch in Zu­kunft auf­recht­zu­er­hal­ten.

Geist der Zu­sam­men­ar­beit

Die Wir­kung der Move­ment of Life-​Ini­ti­a­ti­ve reicht weit über den Kreis der Schu­len hin­aus. Acht lo­ka­le Ge­mein­den be­tei­li­gen sich mitt­ler­wei­le ak­tiv an der Kam­pagne, wo­bei die Be­woh­ner ge­mein­sam da­ran ar­bei­ten, die Er­näh­rungs­si­cher­heit zu stär­ken und Wis­sen aus­zu­tau­schen. Un­ter ih­nen hat sich die Ge­mein­de Me­re­ki zu ei­nem Vor­rei­ter bei der Nah­rungs­mit­tel­pro­duk­tion im Win­ter ent­wickelt, wäh­rend die Ge­mein­den Pfuk­wa, Chi­de­we und Jan­ji Pio­nier­ar­beit bei der Ein­rich­tung ge­mein­schaft­li­cher Saat­gut­ban­ken und Saat­gut­spen­de­pro­gram­men leis­ten.

In­dem sie ein­hei­mi­sches Saat­gut und vi­ta­min-​C-​rei­ches Ge­mü­se­saat­gut groß­zü­gig an Schu­len und be­nach­bar­te Fa­mi­lien wei­ter­ge­ben, sen­ken die­se Ge­mein­den ih­re Kos­ten und sor­gen gleich­zei­tig da­für, dass mehr Haus­hal­te die Mög­lich­keit ha­ben, nahr­haf­te Le­bens­mit­tel an­zu­bau­en.

Die­ser Geist der Zu­sam­men­ar­beit bil­det den Kern der Kam­pagne Free Food for All. Setz­lin­ge, Saat­gut und Ern­te­er­trä­ge wer­den an be­dürf­ti­ge Haus­hal­te wei­ter­ge­ge­ben, wo­durch si­cher­ge­stellt wird, dass die Vor­tei­le des Pro­jekts die­je­ni­gen er­rei­chen, die sie am drin­gends­ten be­nö­ti­gen. An­statt ein­fach nur auf Hil­fe von au­ßen zu war­ten, un­ter­stüt­zen sich die Ge­mein­schaf­ten zu­neh­mend ge­gen­sei­tig durch prak­ti­sches Han­deln, den Aus­tausch von Wis­sen und die Be­reit­schaft, ih­ren Nach­barn zu hel­fen.

Auch ei­ne zu­ver­läs­si­ge Was­ser­ver­sor­gung hat ent­schei­dend zum Er­folg des Pro­gramms bei­ge­tra­gen. Zwei mit Un­ter­stüt­zung der Move­ment of Life-​Ini­ti­a­ti­ve er­rich­te­te Bohr­brun­nen ver­sor­gen nun so­wohl die Schu­len als auch die um­lie­gen­den Ge­mein­den mit Was­ser. Der ver­läss­li­che Zu­gang zu Was­ser hat den Aus­bau der Gär­ten er­mög­licht, die Über­le­bens­ra­te der Pflan­zen wäh­rend der trocke­nen Win­ter­mo­na­te ver­bes­sert und die ganz­jäh­ri­ge Nah­rungs­mit­tel­pro­duk­tion ge­stärkt.

Lo­ka­le Ko­mi­tees be­treu­en die Brun­nen und tra­gen da­zu bei, dass die­se wert­vol­le Res­sour­ce auch in Zu­kunft nach­hal­tig ge­nutzt wer­den kann. Zu­sam­men kom­men die bei­den Brun­nen schät­zungs­wei­se bis zu 5 000 Men­schen zu­gu­te – ein Bei­spiel da­für, wie der Zu­gang zu Was­ser die Mög­lich­kei­ten von Ge­mein­den grund­le­gend ver­än­dern kann.

Er­fol­ge und Her­aus­for­de­run­gen

Die Er­fol­ge des ver­gan­ge­nen Quar­tals wa­ren be­mer­kens­wert. Ne­ben der Ge­win­nung von 150 neu­en jun­gen Gärt­nern hat das Pro­gramm acht ak­ti­ve Ge­mein­schaf­ten ge­stärkt, den Zu­gang zu Vi­ta­min-​C-​rei­chen Le­bens­mit­teln ver­bes­sert, ge­mein­schaft­li­che Saat­gut­ban­ken auf­ge­baut, den häus­li­chen Gar­ten­bau ge­för­dert und die Reich­wei­te der Kam­pagne Frei­es Was­ser für al­le durch ei­ne zu­ver­läs­si­ge Was­ser­ver­sor­gung aus­ge­dehnt.

Es gibt je­doch wei­ter­hin Her­aus­for­de­run­gen. Es wer­den zu­sätz­li­che Zäu­ne und Gar­ten­ge­rä­te be­nö­tigt, und wei­te­re Schu­lun­gen zum Um­gang mit Schäd­lin­gen im Som­mer wer­den den Teil­neh­mern hel­fen, ih­re Pflan­zen in der kom­men­den An­bau­sai­son zu schüt­zen. Ei­ni­ge Schul­gär­ten ha­ben zu­dem Schä­den durch um­her­strei­fen­de Tie­re er­lit­ten.

Gleich­zei­tig steigt die Nach­fra­ge nach ei­ner Teil­nah­me ra­sant an. Mehr als 100 Men­schen, die kürz­lich nach Sim­bab­we zu­rück­ge­kehrt sind, nach­dem sie vor frem­den­feind­li­chen An­grif­fen in Süd­afri­ka ge­flo­hen wa­ren, ha­ben den Wunsch ge­äu­ßert, an dem Pro­gramm teil­zu­neh­men. Ihr In­te­res­se un­ter­streicht so­wohl den wach­sen­den Ruf der Be­we­gung des Le­bens in Sim­bab­we als auch das Po­ten­tial prak­ti­scher Pro­jek­te zum An­bau von Nah­rungs­mit­teln, um schutz­be­dürf­ti­gen Men­schen da­bei zu hel­fen, ihr Le­ben wie­der auf­zu­bau­en und ein ge­wis­ses Maß an Un­ab­hän­gig­keit zu­rück­zu­ge­win­nen.

Da die Som­mer­an­bau­sai­son im Au­gust nä­her rückt, lau­fen die Vor­be­rei­tun­gen be­reits auf Hoch­tou­ren. Es wer­den Sa­men aus den ge­mein­schaft­li­chen Saat­gut­ban­ken ver­teilt, die Mit­glie­der er­hal­ten wei­te­re Schu­lun­gen zum An­bau von Som­mer­kul­tu­ren, zum Pflan­zen­schutz und zur Kom­post­her­stel­lung, und an den ge­mein­schaft­li­chen Ern­te­ta­gen kom­men die Men­schen zu­sam­men, um die Früch­te ih­rer ge­mein­sa­men Ar­beit zu fei­ern.

Von fünf Schu­len über acht Ge­mein­den bis hin zu ei­ner wach­sen­den Zahl von Haus­gär­ten – die Move­ment of Life Zim­bab­we be­weist im­mer wie­der, dass nach­hal­ti­ge Er­näh­rungs­si­cher­heit an der Ba­sis be­gin­nen kann. Mit Zu­gang zu Wis­sen, zu­ver­läs­si­ger Was­ser­ver­sor­gung, hoch­wer­ti­gem Saat­gut und der Un­ter­stüt­zung ih­rer Nach­barn zei­gen ganz nor­ma­le Men­schen, was sie aus ei­ge­ner Kraft er­rei­chen kön­nen.

Je­der aus­ge­brach­te Sa­men, je­des ge­ern­te­te Ge­mü­se und je­der Setz­ling, der von ei­ner Fa­mi­lie an ei­ne an­de­re wei­ter­ge­ge­ben wird, trägt da­zu bei, et­was zu schaf­fen, das über ei­nen Gar­ten hin­aus­geht. Es trägt da­zu bei, ge­sün­de­re Fa­mi­lien, stär­ke­re Ge­mein­schaf­ten, mehr Selbst­stän­dig­keit und Hoff­nung für die Zu­kunft zu schaf­fen.

Wenn Sie un­se­re le­bens­ver­än­dern­de Ar­beit in Sim­bab­we un­ter­stüt­zen möch­ten, sind wir für je­de Spen­de, egal wie klein sie auch sein mag, sehr dank­bar.

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