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Fast die Hälf­te der Land­wir­te welt­weit er­lei­det je­des Jahr ei­ne Ver­gif­tung durch Pes­ti­zi­de

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Meldung

Eine Stu­die hat er­ge­ben, dass fast die Hälf­te aller Land­wir­te welt­weit je­des Jahr durch Pes­ti­zi­de ver­gif­tet wird..
[Quelle: theguardian.com]

[Bildquelle: pixabay.com]

Kommentar

Pes­ti­zi­de wer­den welt­weit in der Land­wirt­schaft ein­ge­setzt, um In­sek­ten, Un­kraut, Pil­ze und an­de­re Or­ga­nis­men zu be­kämp­fen, die als schäd­lich für Nutz­pflan­zen gel­ten. In die­ser neu­en Stu­die schät­zen For­scher je­doch, dass welt­weit jähr­lich zwi­schen 402 Mil­li­o­nen und 433 Mil­li­o­nen Fäl­le von un­be­ab­sich­tig­ten aku­ten Pes­ti­zid­ver­gif­tun­gen auf­tre­ten. Bei rund 934 Mil­li­o­nen Men­schen, die in der Land­wirt­schaft tä­tig sind, be­deu­tet dies, dass jähr­lich fast die Hälf­te al­ler Land­wir­te und land­wirt­schaft­li­chen Ar­beits­kräf­te welt­weit da­von be­trof­fen ist. Zu­dem wird ge­schätzt, dass je­des Jahr et­wa 11 000 To­des­fäl­le im Zu­sam­men­hang mit Pes­ti­zi­den auf­tre­ten.

Die Stu­die un­ter­such­te wis­sen­schaft­li­che For­schungs­ar­bei­ten, die zwi­schen 2006 und 2023 ver­öf­fent­licht wur­den, und er­gänz­te die­se durch Sterb­lich­keits­da­ten der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion. Die höchs­te ge­schätz­te Zahl nicht töd­li­cher Ver­gif­tun­gen wur­de in Süd­asien ver­zeich­net, ge­folgt von Süd­ost­asien und Ost­afri­ka. Ei­ne aku­te Pes­ti­zid­ver­gif­tung kann Sym­pto­me wie Kopf­schmer­zen, Schwin­del, Übel­keit, Atem­be­schwer­den und Schwä­che ver­ur­sa­chen. Die For­scher wei­sen ins­be­son­de­re da­rauf hin, dass sol­che Ver­gif­tungen auch auf Ex­po­si­tio­nen hin­deu­ten kön­nen, die mög­li­cher­wei­se mit län­ger­fris­ti­gen Ge­sund­heits­pro­ble­men in Zu­sam­men­hang ste­hen.

Die­se au­ßer­ge­wöhn­li­chen Zah­len lie­fern ei­nen wei­te­ren Be­leg für die enor­men mensch­li­chen Kos­ten, die mit der che­mie­in­ten­si­ven Land­wirt­schaft ver­bun­den sind. Trotz jahr­zehn­te­lan­ger Be­teu­e­run­gen hin­sicht­lich der an­geb­li­chen Si­cher­heit von Pes­ti­zi­den wer­den of­fen­bar je­des Jahr Hun­der­te Mil­li­o­nen Land­ar­bei­ter durch die­se ver­gif­tet. Da wis­sen­schaft­li­che Un­ter­su­chun­gen zu­neh­mend ei­nen Zu­sam­men­hang zwi­schen der Pes­ti­zid­be­las­tung und chro­ni­schen Er­kran­kungen wie Krebs, Par­kin­son, Mo­to­neu­ron­er­kran­kun­gen und an­de­ren schwe­ren Lei­den her­stel­len, soll­te die Ver­rin­ge­rung der welt­wei­ten Ab­hän­gig­keit von die­sen gif­ti­gen Che­mi­ka­lien als drin­gen­de Pri­o­ri­tät im Be­reich der öf­fent­li­chen Ge­sund­heit an­ge­se­hen wer­den.

Um zu er­fah­ren, wie sich die durch die Er­näh­rung be­ding­ten Pes­ti­zid­wer­te im Kör­per be­reits sechs Tage nach Um­stel­lung auf ei­ne Bio-​Er­näh­rung deut­lich sen­ken las­sen, le­sen Sie die­sen Ar­ti­kel auf un­se­rer Web­sei­te.

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