Steht ei­ne Ope­ra­tion an? Stu­dien zei­gen, dass Ih­re Vi­ta­min­spie­gel mög­li­cher­wei­se ei­ne grö­ße­re Rol­le spie­len, als Ärz­ten be­wusst ist
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Gän­gi­ges An­ti­bio­ti­kum im Ver­dacht, das Ster­be­ri­si­ko zu er­hö­hen

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Meldung

Ce­fe­pim ist ein An­ti­bio­ti­kum der vier­ten Ge­ne­ra­tion, das häu­fig zur Be­hand­lung schwe­rer bak­te­riel­ler In­fek­tio­nen und der fe­bri­len Neu­tro­pe­nie – ei­nem Fie­ber bei Pa­tien­ten mit un­ge­wöhn­lich nie­dri­gen Leu­ko­zy­ten­zah­len – ein­ge­setzt wird. Wis­sen­schaft­ler be­fürch­ten je­doch, dass die­ses breit wirk­sa­me An­ti­bio­ti­kum das Ster­be­ri­si­ko er­hö­hen könn­te.
[Quelle: medicalxpress.com]

[Bildquelle: unsplash.com]

Kommentar

Ce­fe­pim ist ein stark wirk­sa­mes An­ti­bio­ti­kum, das seit fast drei Jahr­zehn­ten zur Be­hand­lung schwe­rer bak­te­riel­ler In­fek­tio­nen ein­ge­setzt wird. In die­ser neu­en Ana­ly­se un­ter­such­ten For­scher 110 ran­do­mi­sier­te kli­ni­sche Stu­dien mit mehr als 22 000 Pa­tien­ten. Ins­ge­samt star­ben 6,6 Pro­zent der Pa­tien­ten, die Ce­fe­pim er­hiel­ten, ver­gli­chen mit 6,2 Pro­zent der Pa­tien­ten, de­nen an­de­re An­ti­bio­ti­ka ver­ab­reicht wur­den. Be­schränk­ten die For­scher ih­re Ana­ly­se auf ver­öf­fent­lich­te, von Fach­kol­le­gen be­gut­ach­te­te Stu­dien, so war Ce­fe­pim mit ei­nem um schät­zungs­wei­se 17 Pro­zent hö­he­ren Ster­be­ri­si­ko ver­bun­den.

Die Er­geb­nis­se sind kein Be­weis da­für, dass Ce­fe­pim selbst für die über­mä­ßi­gen To­des­fäl­le ver­ant­wort­lich war, und die For­scher be­to­nen, dass das Me­di­ka­ment nach wie vor ei­ne wich­ti­ge Be­hand­lungs­op­tion bei schwe­ren In­fek­tio­nen dar­stel­le. Wohl aber lie­fe­re die Stu­die Hin­wei­se auf ein Si­cher­heits­ri­si­ko, das ih­rer Mei­nung nach wei­te­re Un­ter­su­chun­gen recht­fer­ti­ge. Be­reits be­kannt ist, dass Ce­fe­pim ge­le­gent­lich schwer­wie­gen­de neu­ro­lo­gi­sche Ne­ben­wir­kun­gen ver­ur­sa­chen kann, ins­be­son­de­re bei Pa­tien­ten mit ein­ge­schränk­ter Nie­ren­funk­tion, ob­wohl noch un­klar ist, ob dies die fest­ge­stell­ten Mor­ta­li­täts­er­geb­nis­se er­klä­ren könn­te.

An­ti­bio­ti­ka kön­nen bei sach­ge­mä­ßer An­wen­dung zwei­fel­los le­bens­ret­tend sein, doch ihr me­di­zi­ni­scher Nut­zen soll­te nie­mals da­zu füh­ren, dass po­ten­tiel­le Ri­si­ken nicht of­fen un­ter­sucht wer­den. Wie die­se Stu­die zeigt, kön­nen wich­ti­ge Si­cher­heits­fra­gen auch dann noch be­ste­hen blei­ben, wenn ein Me­di­ka­ment be­reits seit Jahr­zehn­ten ver­schrie­ben wird. Pa­tien­ten und Ärz­te be­nö­ti­gen da­her zu­ver­läs­si­ge In­for­ma­tio­nen nicht nur über den ge­wünsch­ten Ef­fekt von Arz­nei­mit­teln, son­dern auch über de­ren mög­li­che Schä­den. Ei­ne kon­ti­nu­ier­li­che un­ab­hän­gi­ge Über­prü­fung nach der Markt­ein­füh­rung von Arz­nei­mit­teln ist un­er­läss­lich, wenn die Pa­tien­ten­si­cher­heit wirk­lich an ers­ter Stel­le ste­hen soll.

Wenn Sie mehr über eine 2017 ver­öf­fent­lich­te Stu­die er­fah­ren möch­ten, die zu dem Er­geb­nis kam, dass die Dau­er­ein­nah­me von An­ti­bio­ti­ka das Darm­krebs­ri­si­ko er­hö­hen kann, le­sen Sie die­sen Ar­ti­kel auf un­se­rer Web­sei­te.

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